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Kampf für Menschenrechte: Öffentlichkeit gegen die Folter

Lüdinghausen - 

Öffentlichkeit zu schaffen, kann auch eine Waffe sein. Die ACAT-Bewegung setzt diese Waffe regelmäßig ein. Die christliche Menschenrechtsorganisation schafft Öffentlichkeit, um sie gegen Regime einzusetzen, die Gefangene foltert. Koordiniert wird diese Arbeit in den Lüdinghauser Friedensräumen.

Von Werner Storksberger

Weltweit wird heute der Tag der Menschenrechte begangen. In Lüdinghausen sind sie dagegen fast täglich ein Thema. Zumindest in den Friedensräumen. Dort befindet sich das Büro der christlichen Menschenrechtsorganisation ACAT (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter). Annegret Hutzenlaub koordiniert dort die Arbeit der Bewegung, die sich die Abschaffung der Folter zum Ziel gesetzt hat.

Wie agiert man gegen Staaten, die foltern? „Man schafft Öffentlichkeit“, lautet die kurze Antwort Annegret Hutzenlaubs. Diese Öffentlichkeit wird Monat für Monat hergestellt, indem man den Mitgliedern formulierte Briefe schreibt und die diese leiten sie als Anfrage an die jeweiligen Regierungen und deren Botschaften in Deutschland weiter. Aktueller Fall, für den sich die ACAT-Aktivisten einsetzen, ist die Inhaftierung von Robert Rother aus Unna, der in China auf seinen Prozess wartet. 500 Briefe werden monatlich von Lüdinghausen verschickt, hinzu kommen Hunderte von E-Mails, die an die Mitglieder gesendet werden. Der erste politische Gefangene, für den sich die heimischen ACAT-Aktivisten stark machten, war übrigens kein Geringerer als Nelson Mandela.  

 

Erschienen am 10.12.2013 in den Westfälischen Nachrichten