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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Monatsgebet November 2017

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Gebet_Kreuz

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3


Denken wir an einen inhaftierten Jugendlichen in ÄGYPTEN
Im Januar 2016 wurde der damals 14-jährige Aser Mohamed von Angehörigen der Polizei und des Geheimdienstes in seinem Elternhaus in Kairo verhaftet. Die Polizisten sagten, er werde nach einem zweistündigen Verhör wieder nach Hause gebracht. Anschließend war Aser jedoch für 34 Tage verschwunden, seine Familie kannte seinen Aufenthaltsort nicht. Bis heute ist Aser inhaftiert. Er sagt, dass er in der Haft mit Elektroschocks gefoltert und gezwungen wurde, Straftaten zu gestehen, die er nicht begangen hat. Er wurde mit Erwachsenen gemeinsam untergebracht. Auch bei den Verhören wurde gegen das in Ägypten gültige Jugendstrafrecht verstoßen.
Gebet: Himmlischer Vater, wir sind betroffen von der Behandlung des jungen Aser Mohamed. Wir wünschen Kraft und Hoffnung für ihn und seine Familie. Hilf du, dass die Personen, die ihn misshandelten und die dafür Verantwortlichen den Menschen in ihm erkennen und ihn und die anderen Gefangenen menschenwürdig behandeln.

Denken wir an Menschen im Todestrakt in BENIN
In Benin befinden sich 14 Personen nach wie vor im Todestrakt eines Gefängnisses, obwohl die jetzige Regierung versprochen hat, sie nicht zu töten. Die Bedingungen, unter denen sie dort leben, sind menschenunwürdig. Alle sind seit 18 bis 20 Jahren dort und ohne jede Sicherheit bzgl. ihrer Zukunft.
Gebet: Wir bitten dich, Gott, für die ehemals zum Tod Verurteilten: dass die Regierung ihre Entscheidung in die Tat umsetzt und dass sie nach dieser langen Haftzeit endlich entlassen werden und ihre Wunden heilen.

Denken wir an einen misshandelten Gefangenen in GUANTANAMO / USA
Ammar al Baluchi ist in Pakistan aufgewachsen und war zwischen 2003 und 2006 in verschiedenen geheimen Zentren der CIA inhaftiert. Danach wurde er in das Camp 7 in Guantanamo Bay auf Kuba verlegt. Seine Rechte wurden in vielerlei Hinsicht gebrochen: Er wurde Opfer von Verschwindenlassen, er wurde gefoltert und misshandelt, alles schwere Verstöße gegen das Völkerrecht. Es ist zu befürchten, dass er nun vor einem Militärgericht in Guantanamo zum Tod verurteilt wird. Aufgrund der erlittenen körperlichen Verletzungen, der psychischen Auswirkungen der Misshandlungen und der bisher unterbliebenen medizinischen Versorgung ist es ihm nicht möglich, seine Rechtsbeistände bei der Vorbereitung der Verteidigung zu unterstützen.
Gebet: Du unser Gott, wir hoffen auf ein Ende der zahlreichen Misshandlungen in Guantanamo und auf einen fairen Prozess für Ammar al Baluchi. Und wir bitten dich auch für diejenigen, die ihm und den anderen Gefangenen dort die Misshandlungen zufügen: dass sie die Menschenwürde der Gefangenen und auch ihre eigene erkennen.

Denken wir an einen Gefangenen in CHINA
Seit nunmehr 20 Jahren wird Herr Su Zhimin, 85 Jahre, an einem geheimen Ort in China inhaftiert. Es hat in dieser Zeit der Haft nie ein Lebenszeichen von ihm gegeben. Er ist Bischof der Diözese von Baoding, eine der Bastionen der katholischen Kirche in China. 1956 wurde er als junger Seminarist inhaftiert, weil er sich öffentlich den Bemühungen der Regierung widersetzte, eine chinesische, von Rom unabhängige Kirche zu gründen. Er wurde 1979 freigelassen. 1996 widersetzte er sich mit vielen anderen Christen der Zerstörung eines Wallfahrtsortes durch die Armee. Viele wurden verhaftet. Er konnte von Priestern versteckt werden, wurde dann aber doch im Oktober 1997 verhaftet. Einmal wurde er 2003 erkannt, als er mit verbundenen Augen und bewacht von 20 Polizisten in Zivil in ein Krankenhaus gebracht wurde. Da das Personal ihn erkannt hatte, wurde er sofort wieder an einen geheimen Ort gebracht. Er wurde nie angeklagt und verurteilt. ACAT hat sich bereits mehrfach für ihn eingesetzt.
Gebet: Guter Gott, sei Du mit Deinem Trost bei Deinem so getreuen Diener. Lass ihn spüren, dass die Kraft seines Glaubens die ihm anvertrauten Christen seiner Diözese stärkt. Wende die Gesinnung seiner Peiniger, so dass er den Lebensabend in Freiheit verbringen kann.

Denken wir an einen usbekischen inhaftierten Journalisten in der UKRAINE
Am 20. September wurde der usbekische Journalist Narzullo Akhunzhonov von ukrainischen Grenzposten festgenommen. Er war vor einigen Jahren in seinem Heimatland investigativ tätig und ging Foltervorwürfen gegen den usbekischen Geheimdienst nach. Nachdem die Behörden daraufhin ein Verfahren wegen Betrugs gegen ihn einleiteten, suchte er im Jahr 2013 mit seiner Familie Asyl in Instanbul und lebte dort bis vor einigen Monaten. Nachdem er aber auch dort Drohungen erhielt, fühlte er sich auch in der Türkei nicht mehr sicher. Daher flog er mit seiner Familie in die Ukraine, um dort Asyl zu beantragen. Am Flughafen von Kiew wurde er dann am 20.09. aufgrund einer Interpol-Fahndung festgenommen. Das formelle Auslieferungsgesuch der usbekischen Behörden wird erwartet. Im Fall einer Auslieferung nach Usbekistan drohen ihm Haft ohne Kontakt zur Außenwelt, Folter und andere Misshandlungen sowie ein unfaires Verfahren und Haft unter unmenschlichen Bedingungen.
Gebet: Vater, wir hoffen auf die Einsicht der Verantwortlichen in der Ukraine, dass sie der Familie Akhunzhonov Schutz gewähren. Hilf der Familie, deine Nähe zu spüren und die Hoffnung nicht aufzugeben.


Denken wir an einen Gefangenen in DJIBUTI
Mohamed Ahmed, genannt Jabha, wurde am 1. Mai 2010 verhaftet. Er war Mitglied der bewaffneten Gruppe FRUD, die dafür eintrat, die Demokratie und die Einheit im Staat Djibuti wiederherzustellen und sich damit gegen den Machthaber Omar Guellah stellte, der ein autokratisches Regime führte. Mohamed Ahmed wurde beschuldigt, mit einem feindlichen Staat (Erithrea) zusammengearbeitet zu haben. Er wurde während der siebenjährigen Haft mehrfach schwer gefoltert und war lange ohne Kontakt zu seinem Anwalt und seiner Familie. Am 6. Oktober 2016 hat die Anklagekammer seinen Fall für annulliert erklärt und seine Freilassung gefordert. In der Tat hatte die Justiz in den sieben Jahren außer einer allgemeinen Beschuldigung keine weiteren Untersuchungen angestellt. Dennoch wurde er nicht freigelassen. Mohamed Ahmed war im Laufe der Jahre zum Symbol des Widerstands gegen das autokratische System geworden. Seine Freilassung hätte wie eine Niederlage für den Präsidenten Omar Guellah gedeutet werden können, der seit 1999 das Land mit eiserner Hand regiert. Der Generalstaatsanwalt hat Berufung gegen die Entscheidung der Anklagekammer eingelegt. Der Gesundheitszustand Mohamed Ahmeds ist besorgniserregend.
Gebet: Guter Gott, schütze das Leben von Mohamed Ahmed vor weiterer Misshandlung. Hilf, dass ihm bald ein fairer Prozess gemacht wird, der im Fall seiner Unschuld zu wirklicher Freilassung führt.

Denken wir an einen zum Tod Verurteilten in den USA
Der 47-jährige mexikanische Staatsbürger Ruben Cárdenas Ramírez soll am 8. November im US-Bundesstaat Texas hingerichtet werden. Seine Hinrichtung würde gegen das Völkerrecht verstoßen, da man ihn nach der Festnahme nicht über seine konsularischen Rechte informierte, er diese daher auch nicht wahrnehmen konnte. 1998 war er wegen eines Mordes zum Tode verurteilt worden, den er 1997 begangen haben soll. In den polizeilichen Aussagen der Personen, die die Entführung des Mordopfers beobachtet hatten, wurde der Angeklagte jedoch weder explizit identifiziert noch wurde eine Beschreibung abgegeben, die auf Ruben Cárdenas Ramírez zutraf. Er  beteuert seine Unschuld und hat neue DNA-Tests beantragt. Der Internationale Gerichtshof ordnete bereits 2004 eine gerichtliche „Überprüfung und Wiederaufnahme“ des Schuldspruchs und Strafmaßes an. Trotzdem soll die Hinrichtung am 8.11. ohne eine solche Überprüfung durchgeführt werden.
Gebet: Gott, wir bitten dich um ein faires Verfahren und den Schutz des Lebens von Ruben Cárdenas Ramírez. Wir hoffen auf ein Umdenken der Politiker von Texas und den anderen Staaten der USA, die noch immer die Todesstrafe vollziehen.


Lasst uns Christus loben und uns erinnern an die Gnaden, die er uns erwiesen hat in unserer ökumenischen Bewegung.
Dafür, dass du durch das Antlitz eines jeden Menschen leuchtest.
Für die Freude, dass wir alle dieselbe Berufung haben, dir zu dienen.
Für die wunderbare Verschiedenheit unserer Begabungen.
Für das Wirken des Heiligen Geistes.
Für die Zeichen, die Frieden unter uns bewirken.
Für die volle Gemeinschaft mit dir, zu der du uns berufst.

Kommission der französischsprachigen Zisterzienserinnen, uns überliefert durch ACAT-Frankreich

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.


Gottesdienstablauf 8.10.


Der folgende Gottesdienstablauf wurde anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe als kath. Gemeindegottesdienst erstellt und richtet sich mit seinem Thema "Gerechtigkeit" nach der 1. Lesung und dem Evangelium des Tages.
Zum Download

 

gebetswache2015
gebetswache web

UPDATE: Bericht zur Gebetswache jetzt online

In diesem Jahr wird zum 20. Mal die Nächtliche Gebetswache anläßlich des Internationalen Tags der Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni durchgeführt.

Vorschlag der Gruppen Essen Byfang und Hattingen Niederwenigern, auch gern als Vorlage für eigene Gebetswachen verwendbar:
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Menschenrechtsschutz in Osteuropa - Journalisten in Bedrängnis

Unter diesem Thema steht die diesjährige ACAT Tagung vom 27. - 28.10.17 im Franz-Hitze-Haus in Münster.

Weitere Informationen & Anmeldung finden Sie hier, den Flyer zum Event gibt es auch zum Download.