ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Januar 2018

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

BANGLADESCH: Politikwissenschaftler Prof. Dr. Mubashar Hasan, frei

GB 12/2017 Int.-VS.: 20.11.2017
KONGO: Menschenrechtler Erick Omari Omba

Int.-VS.: 10.11.17 & 20.11.17
MALAYSIA: Menschenrechtlerin & Vorsitzende von Berish Maria Chin Abdullah, Ermittlungen eingestellt Int.-VS.: 24.11.16 & 01.12.16

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxBangladesch - Mubashar Hasan wurde 44 Tage vermisst und viele befürchteten, dass er dem Verschwindenlassen zum Opfer gefallen sein könnte. Am 22. Dezember 2017 konnte der bekannte bangladeschische Akademiker jedoch nach Hause zurückkehren. Quelle: Amnesty International


arrow32pxDR Kongo - Der Menschenrechtler Erick Omari Omba, für den es am 10.11.17 und am 20.11.17 Vorstandsinterventionen gab, wurde im Berufungsverfahren freigesprochen und freigelassen. Vier weitere mit ihm angeklagte Menschenrechtler wurden zu Haftstrafen verurteilt, sodass für sie erneut  interveniert wurde.

arrow32pxMalaysia - Die malaysische Polizei hat die Ermittlungen gegen Maria Chin Abdullah eingestellt. Die Menschenrechtlerin war im November 2016 unter dem Sicherheitsgesetz festgenommen worden, weil sie eine Demonstration für freie und faire Wahlen organisiert hatte. Damals wurde sie zehn Tage lang in Einzelhaft gehalten, bevor sie am 28. November 2016 wieder freigelassen wurde. Sie nahm ihre Menschenrechtsarbeit wieder auf, obwohl noch Ermittlungen gegen sie liefen. Maria Chin Abdullah bedankt sich bei allen für die geleistete Unterstützung. Quelle: Amnesty International

arrow32pxEinsatz der FIACAT und ACAT in der Demokratischen Republik Kongo, Gefängnisprojekt
Im Oktober 2017 hat das UN-Komitee für Menschenrechte die Umsetzung des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) untersucht. FIACAT und ACAT-DRK haben einen Bericht vorgelegt zu folgenden Themen: Todesstrafe und außergerichtliche Hinrichtungen, gewaltsames „Verschwindenlassen“, Folter und Haftbedingungen in Gefängnissen. Die FIACAT und die ACAT-DRK freuen sich, dass die große Mehrheit ihrer Anliegen durch die Experten des Komitees aufgegriffen wurde. Die Experten waren besorgt über die Existenz von geheimen Inhaftierungsorten und über fehlende rechtliche Garantien bezüglich der Festnahme und der Untersuchungshaft. In Hinblick darauf haben sie die kongolesische Delegation zu willkürlichen Inhaftierungen befragt. Die Komitee-Mitglieder erkundigten sich auch nach den geplanten Maßnahmen des kongolesischen Staates, um die effektive Umsetzung des Gesetzes zum Verbot der Folter zu überwachen. Die Frage nach der Abschaffung der Todesstrafe und nach der Situation der zum Tode Verurteilten war ebenfalls ein Diskussionspunkt. Die Stellungnahmen der kongolesischen Delegation blieben insgesamt laut FIACAT leider enttäuschend.
Unterdessen sind neue Gewalttaten zu beklagen: Erst Ende Dezember wurden regierungskritische Demonstranten Opfer von willkürlichen Verhaftungen und außergerichtlichen Hinrichtungen.
Dennoch konnten FIACAT und ACAT-DRK Lichtblicke für die Menschenrechte im Kongo schaffen: 
ACAT-DRK hat mit der FIACAT ein umfassendes Projekt zur Verbesserung der Haftbedingungen in kongolesischen Gefängnissen durchgeführt. Dank der Unterstützung vieler unserer Mitglieder bei der Karfreitagskampagne 2016 konnte ACAT-Deutschland einen wichtigen finanziellen Beitrag von über 2.500 EUR dazu leisten. Wie in vielen afrikanischen Gefängnissen, trägt insbesondere die Überbelegung der Zellen zu menschenunwürdigen Haftbedingungen bei. Auch deshalb war ein Ansatzpunkt des Projekts das Problem der missbräuchlichen Untersuchungshaft. Es wurden bereits 1.200 Fälle von offenkundig missbräuchlicher Untersuchungshaft identifiziert. ACAT-DRK und FIACAT erreichten 375 vorläufige Freilassungen, 243 Fälle werden vor Gericht verhandelt. 400 Fälle werden noch von Anwälten untersucht.


arrow32pxGespräch von FIACAT und ACAT-Tschad mit Premierminister
Am 13. Dezember wurde Sabrina Bignier, die Geschäftsführerin der FIACAT, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der ACAT-Tschad vom tschadischen Premierminister, Pahimi Padacke Albert, zu einem Gespräch empfangen. Bei dem Treffen wurden die bisherigen Maßnahmen des zentralafrikanischen Staates hinsichtlich der Abschaffung der Todesstrafe besprochen. Sabrina Bignier ermutigte den Regierungschef zudem, innerhalb der Afrikanischen Union für die Abschaffung der Todesstrafe zu werben. Nach 12 Jahren Unterbrechung hatte der Tschad zuletzt 2015 zehn Terror-Verdächtige hingerichtet. Anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe im Jahr 2016 hatte ACAT-Deutschland einen Appell der FIACAT und ACAT-Tschad unterstützt. Mit der Kampagne wurde das tschadische Parlament dazu aufgerufen, einen Entwurf für ein Strafgesetzbuch aus dem Jahr 2014 zu verabschieden. In dem Entwurf war die Abschaffung der Todesstrafe für alle Verbrechen vorgesehen. Am 30. Juli 2015 hatte die Nationalversammlung des Landes jedoch in Folge von Terroranschlägen ein spezielles Gesetz beschlossen, um Unterstützer des Terrorismus zu bestrafen. Das Gesetz sieht die Todesstrafe für zahlreiche Verbrechen im Zusammenhang damit vor.

arrow32pxJournalisten 2017 massiv in Bedrängnis
Beim ACAT-Seminar im Oktober in Münster stand die Verfolgung von Journalisten in Osteuropa im Fokus. Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlichte Ende 2017 neue Zahlen zum weltweiten Ausmaß der Repression gegen Medien. 39 Medienschaffende seien 2017 gezielt wegen ihrer journalistischen Tätigkeit ermordet worden. Weitere 26 seien im Einsatz getötet worden, weil sie etwa unter Beschuss oder in einen Bombenangriff gerieten.
Gemma Pörzgen, ROG-Vorstandsmitglied, hatte bei der ACAT-Tagung darauf hingewiesen, dass bei Zeitungen große Zurückhaltung bestehe, vor Ort in Kriegsgebieten zu recherchieren. Dies sei nicht allein den verständlichen Sorgen um Sicherheit geschuldet, sondern auch der extrem angespannten Finanzierungslage deutscher und europäischer Zeitungen. Recherchen in Kriegsgebieten seien für Zeitungen kaum noch finanzierbar und würden inzwischen vor allem von freien Journalisten durchgeführt.
326 Medienschaffende weltweit befanden sich laut ROG zum Jahresende wegen ihrer Tätigkeit in Haft, etwa die Hälfte von ihnen in China, der Türkei, in Syrien, dem Iran und Vietnam. In China verweigere das Regime der Kommunistischen Partei inhaftierten Kritikern vorsätzlich eine angemessene Gesundheitsversorgung und nehme in Kauf, dass sie in an den Folgen sterben. In Vietnam habe die Regierung die Unterdrückung der Medienfreiheit in den vergangenen Monaten weiter verschärft und mindestens 25 Blogger verhaftet oder des Landes verwiesen. Derzeit seien 19 in Haft. Im Jemen hielten allein die Huthi-Rebellen elf Medienschaffende gefangen. Die Rebellengruppe, die neben der Hauptstadt Sanaa viele weitere Landesteile kontrolliert, dulde keinerlei öffentliche Kritik.
Auch die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) machte kürzlich auf die hohe Zahl an gefangenen Journalisten aufmerksam. Die Organisation spricht von mehr als 170 Reportern, die derzeit in den 57 OSZE-Mitgliedsstaaten in Haft sind.

 

arrow32pxDringlichkeitsaktionen: keine Porto-Erhöhung
Die Kosten für Porto wurden zum Jahreswechsel von der Post nicht erhöht. Wie im vergangenen Jahr kostet ein Brief ins Ausland weiterhin 90 Cent. Standardbriefe im Inland, z.B. an eine Botschaft in Berlin, kosten unverändert 70 Cent.

arrow32pxAussendungstermine
In der Geschäftsstelle wurden die weiteren Aussendungstermine für das 1. Halbjahr 2018 geplant, die nächsten Termine sind: 07. Februar, 02.März, 28. März, 02. Mai, 01. Juni und 29. Juni.

arrow32pxIn eigener Sache
Wie unsere interessierten Leser sicherlich sofort gesehen haben, hat sich das Schriftbild bzw. der Schrifttyp der Aussendungen geändert. Wir nutzen jetzt den Typ Calibri, um an dieser Stelle ein etwas moderneres und lesefreundlicheres Erscheinungsbild zu erreichen.

 

 

 



Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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