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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News September 2017

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September 2017

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

ÄGYPTEN: Menschenrechtsanwalt Tarek Hussein,
frei gegen Kaution

Int. VS 25.06. & 20.07.17
KOLUMBIEN: Ökonom und Menschenrechtler David Ravelo Crespo

DA 4/12, Int. VS 26.3. &
10.12.12 und 29.06.17
USBEKISTAN: Leiterin der Menschenrechtsallianz von Usbekistan Elena Urlaeva GB 06/09 & 04/17 Int. VS 10.03.17

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxKolumbien: David Ravelo Crespo
Der Ökonom und Menschenrechtler David Ravelo Crespo wurde nach 7 Jahren Haft freigelassen. Der Rest der Strafe wurde auf Bewährung ausgesetzt. Herr Ravelo Crespo war 2010 nach einem unfairen Prozess der Anstiftung zum Mord an einem Beamten für schuldig befunden worden. Am 21.3.2012, am 10.12.2012 und am 29.06.17 (nach seiner Freilassung) hatte die ACAT für ihn interveniert und die juristischen Unregelmäßigkeiten des Strafprozesses zur Sprache gebracht. Im Februar 2012 war sein Schicksal Anlass für eine Briefaktion.


arrow32pxMexiko: Im Juni 2016 wurde für die Geschwister Verónica und Erick Iván Razo Casales eine Briefaktion durchgeführt. Die Geschwister sind noch immer inhaftiert und wegen angeblicher Entführungen mit Lösegeldforderung angeklagt. Mit der anhaltenden Mobilisierung auf internationaler Ebene soll erreicht werden, dass die Folterung der beiden und die von Verónica erlitte Vergewaltigung durch Bundespolizisten anerkannt wird. In einem an das ACAT-Netz gerichteten Schreiben dankte Verónica im Dezember 2016 für die empfangene Unterstützung: “Ich umarme alle, die mir ihre Gebete und ihre positiven Energien übermittelt haben. Mein Bruder und ich wissen nicht, wie wir Ihnen danken sollen. Wir sind Ihnen zutiefst dankbar. Gott segne Sie – für immer. Danke, dass Sie uns begleiten und uns nicht alleine lassen.“ Bei der Nächtlichen Gebetswache 2016 wurde für die Gefangenen gebetet. ACAT-Deutschland hatte die Situation der beiden Geschwister in einem Gespräch mit dem mexikanischen Botschafter im Mai 2017 angesprochen.


arrow32pxUsbekistan: Elena Urlaeva wurde gegen ihren Willen und ohne Gerichtsurteil vom 1. bis 24. März 2017 in einem psychiatrischen Krankenhaus inhaftiert. Sie war am 1. März von usbekischen Polizisten geschlagen worden, einen Tag bevor sie u.a. Repräsentanten der Internationalen Arbeitsorganisation treffen wollte. Elena Urlaeva setzt sich seit Jahren trotz schwerer Repressalien gegen Zwangsarbeit ein.


arrow32pxVereinigte Arabische Emirate: Ahmed Mansoor (Briefaktion Mai 2017)
In Anbetracht der inzwischen seit mehr als hundert Tagen andauernden Inhaftierung des Menschenrechtsverteidigers Ahmed Mansoor hat OMCT eine Erklärung veröffentlicht. Der Gefangene wird in der Hauptstadt Abu Dhabi inhaftiert. Es ist eine zu weite Entfernung, um von Familienangehörigen regelmäßig besucht werden zu können. In den ersten drei Monaten seiner Haft konnten diese Ahmed Mansoor nur ein Mal sehen. Offenbar sind die Behörden entschlossen, ihn von seiner Familie zu isolieren. Trotz Beteuerungen der Regierung scheint es derzeit so, dass Ahmed Mansoor bisher keine Möglichkeit hatte, einen unabhängigen Anwalt zu wählen. Diese Voraussetzung für einen fairen Prozess wird auch in Artikel 16 der Arabischen Charter für Menschenrechte gefordert, die die Vereinigten Arabischen Emirate ratifiziert haben. Eine Video-Dokumentation der NGO Front Line Defenders liefert einen anschaulichen Eindruck über das Engagement des Menschenrechtlers. Auf beklemmende Weise wird die Überwachung durch Behörden dargestellt, als er noch in Freiheit war. Ebenso berichtet Ahmed Mansoor über Morddrohungen, die keine Ermittlungen nach sich zogen. Auch erwähnt er die schlechten Haftbedingungen während einer früheren Inhaftierung und seine Erschütterung, als ihn sein Sohn nach seiner Freilassung kaum wiedererkannte. Video-Link: https://www.frontlinedefenders.org/en/profile/ahmed-mansoor


arrow32px10. Oktober – Welttag gegen die Todesstrafe
Der Welttag gegen die Todesstrafe 2017 trägt das Motto: „Armut und Justiz – eine tödliche Mischung“. In unserer Geschäftsstelle können Plakate angefordert werden. Umfangreiche Materialien stehen auch im Internet in verschiedenen Sprachen zur Verfügung: http://www.worldcoalition.org/worldday.html



arrow32pxACAT Seminar in Münster: Menschenrechtsschutz in Osteuropa – Journalisten in Bedrängnis
Nun rücken die Termine langsam näher, das Seminar findet statt vom 27.10.17 (16:30 Uhr) bis 28.10.17 (15:00 Uhr), die Seminar-Anmeldungen sind online möglich: https://www.franz-hitze-haus.de/programm/17-524/ oder telefonisch unter 0251/9818490 (Sekretariat Franz-Hitze-Haus). Ebenso ist ein elektronischer Flyer zur Veranstaltung dort verfügbar bzw. auf unserer Homepage http://www.acat-deutschland.de/downloads/2017/Tagungsflyer.pdf


arrow32pxFIACAT
Jahresbericht der FIACAT 2016 online
Der Jahresbericht der FIACAT 2016 ist in englischer und französischer Sprache im Internet einsehbar:
http://www.fiacat.org/IMG/pdf/rapport-2016-uk-bd.pdf
http://www.fiacat.org/IMG/pdf/rapport-2016-fr-bd.pdf
Sowohl die Texte als auch die Bilder geben einen anschaulichen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten unserer Föderation und des weltweiten ACAT-Netzwerks. Auch wenn Menschenrechte derzeit vielfach von Einschränkungen bedroht sind, können einige Erfolge festgehalten werden. Dafür sorgen etwa die Projekte zur Verbesserung der Haftbedingungen in Afrika (Benin, Elfenbeinküste, DR Kongo). 2.000 Fälle von Gefangenen, die unrechtmäßig in Haft genommen worden sind, wurden identifiziert. Bis jetzt konnten bereits 500 Personen vorläufig oder endgültig freigelassen werden und 250 Fälle werden untersucht. Vor diversen Gremien der UNO, EU, des Europarats und der Afrikanischen Menschenrechtskommission konnte die FIACAT in Zusammenarbeit mit ACATs Berichte vorlegen. Als Föderation verfügt sie über einen Beraterstatus bei der UNO und beim Europarat und über Beobachtungsstatus bei der Afrikanischen Menschenrechtskommission. Über 65% ihrer Empfehlungen an Staaten wurden vom UN-Ausschuss gegen Folter als prioritär angesehen. Die FIACAT ist für die Koordinierung der Zusammenarbeit der einzelnen ACATs unverzichtbar. Neben der Durchführung von Projekten gegen Folter oder die Todesstrafe ermöglicht sie es den ACATs, Berichte über die Situation im eigenen Land vor wichtigen Institutionen einzureichen. Die erfahrenen MitarbeiterInnen beraten die nationalen ACATs bei ihrem Einsatz für die Opfer von Folter. Ebenso fördern sie die Professionalisierung der ACATs. Die FIACAT trägt damit umfassend zum Schutz der ACAT-Mitglieder, gerade in politisch instabilen Staaten, bei. ACAT-Deutschland unterstützt die FIACAT jährlich mit mindestens 4.000 EURO. Diese Zuwendung ist sinnvoll, da die FIACAT direkt an Orten aktiv ist, an denen Menschenrechtsverletzungen drohen. Durch die FIACAT erhält das Anliegen der ACATs auch international eine Stimme.


arrow32pxNationale Stelle zur Verhütung von Folter
Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter legt jährlich Berichte zur Situation bezüglich Folter in Deutschland vor. Zum Bericht 2016 liegt eine Kurzfassung auf unserer Homepage vor www.acat-deutschland.de , von dort verzweigt ein Link zur Homepage der Organisation mit Zugang zum ausführlichen Jahresbericht und anderen Mitteilungen.


arrow32pxDer Einsatz für die Menschenrechte ist gefährlicher denn je
Ein neuer Amnesty-Bericht dokumentiert tödliche Gewalt und Unterdrückung von Menschenrechtsverteidigern weltweit. Mindestens 281 Aktivisten sind im vergangenen Jahr wegen ihrer Arbeit getötet worden.
Selten ist der Einsatz für die Menschenrechte gefährlicher gewesen: Mindestens 281 Menschenrechtsverteidiger wurden allein im vergangenen Jahr getötet, in 94 Staaten wurden Aktivisten bedroht oder angegriffen, in 68 Ländern wegen ihrer friedlichen Arbeit festgenommen. Der neue Amnesty-Bericht „Human Rights Defenders under threat: a shrinking space for civil society“ dokumentiert, wie sich Menschenrechtsverteidiger auf der ganzen Welt Angriffen auf ihre Arbeit, ihre Gesundheit, ihr Leben ausgesetzt sehen.
„In Ländern wie Ägypten, China, Russland oder Indien gehen Regierungen gegen die Zivilgesellschaft vor, als sei der Einsatz für die Menschenrechte ein Verbrechen“, sagt Andrea Berg, Leiterin des Bereichs Politik bei Amnesty International in Deutschland.
„Menschenrechtsverteidiger werden illegal überwacht, ihre Rechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit beschnitten. Sie werden zum Ziel staatlicher Hetzkampagnen, sie werden als Kriminelle oder aus dem Ausland kontrollierte Agenten diffamiert.“ Download des Berichts auf Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch: https://www.amnesty.de/2017/5/16/der-einsatz-fuer-die-menschenrechte-ist-gefaehrlicher-denn-je?destination=startseite

Quelle: Amnesty International

 

 

 

 

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.


Gottesdienstablauf 8.10.


Der folgende Gottesdienstablauf wurde anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe als kath. Gemeindegottesdienst erstellt und richtet sich mit seinem Thema "Gerechtigkeit" nach der 1. Lesung und dem Evangelium des Tages.
Zum Download

 

gebetswache2015
gebetswache web

UPDATE: Bericht zur Gebetswache jetzt online

In diesem Jahr wird zum 20. Mal die Nächtliche Gebetswache anläßlich des Internationalen Tags der Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni durchgeführt.

Vorschlag der Gruppen Essen Byfang und Hattingen Niederwenigern, auch gern als Vorlage für eigene Gebetswachen verwendbar:
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Menschenrechtsschutz in Osteuropa - Journalisten in Bedrängnis

Unter diesem Thema steht die diesjährige ACAT Tagung vom 27. - 28.10.17 im Franz-Hitze-Haus in Münster.

Weitere Informationen & Anmeldung finden Sie hier, den Flyer zum Event gibt es auch zum Download.