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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Gebetswache 2017

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Vorschlag der Gruppen Essen Byfang und Hattingen Niederwenigern, auch gern als Vorlage für eigene Gebetswachen verwendbar:

- Download Ablaufplan

- Download Einführung


  Abschnitt aus dem Thementext, den die Schweizer nicht übernommen haben

Jesu Sterben am Kreuz – Um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme auf: „Eli, Eli, lema sabachtani?“, das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mt 27,46). Ein Schrei der Verzweiflung und zugleich der Anfang des Psalms 22.

Am Ende seiner Schmerzen und seines Leids schreit Jesus seine Verzweiflung heraus. Er schreit auf Aramäisch, seiner Muttersprache, und nicht auf Hebräisch, der Sprache der Bibel. Wahrer Mensch – in diesem Moment spürt er bis sein tiefstes Inneres hinein die Preisgabe seines göttlichen Wesens (Ph 2, 6-8).

Er unterwirft sich wahrhaftig dem Aufbegehren gegen das Leiden, das in der Natur eines jeden Menschen liegt. Aber ist es deswegen auch ein Schrei der Verzweiflung?
Man muss den ganzen Psalm 22 lesen, um zu bemerken, dass der Beschreibung der schlimmsten Qualen, die man sich nur vorstellen kann (Vers 20), ein vertrauensvoller Hilferuf folgt („Du aber, Herr, halte dich nicht fern! Du meine Stärke, eil mir zu Hilfe!“), der dann in Vers 22 schließlich in einen triumphierenden Jubelgesang mündet, der Dank und Lobpreis zugleich beinhaltet („Du hast mir geantwortet! Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen“) und sich bis zum Ende des Psalms durchzieht. In diesem Kontext wird klar, dass Jesus, wahrer Gott, allein durch die Erwähnung des Psalms 22 die Gewissheit seiner Auferstehung bekräftigt. Und der unsrigen. Unsere Hoffnung.

Ph 2, 6-8: Er war Gott gleich, hielt ab er nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

 


 

IN CHINA ...
BISCHOF JAMES SU ZHIMIN

James Su Zhimin ist Untergrundbischof der Diözese Baoding, einer Bastion der katholischen Kirche in China, und mittlerweile 85 Jahre alt.

Schon als junger Seminarist opponierte Su Zhimin gegen die Politik Pekings, eine vom Vatikan unabhängige chinesische Kirche zu gründen. Er wurde deshalb immer wieder verhaftet, eingesperrt, in Arbeitslager gesteckt oder unter Hausarrest gestellt. 1996 schließlich widersetzte er sich der Zerstörung eines Pilgerorts durch die Armee, woraufhin er im Oktober 1997 von der Staatssicherheit verhaftet wurde. Seitdem, also seit 20 Jahren, wird er an einem unbekannten Ort gefangen gehalten, ohne jeden Kontakt zur Außenwelt, ohne Gerichtsverfahren, ohne Verurteilung, ohne Nachricht an seine Angehörigen. Die chinesischen Behörden geben auf Anfragen nach ihm systematisch dieselbe Antwort: «Wir wissen nichts.»

Insgesamt hat Su Zhimin mehr als 40 Jahre in Haft verbracht.

 

IN DSCHIBUTI ...
MOHAMED AHMED

Mohamed Ahmed ist Aktivist der FRUD, einer legalen Oppositionspartei in Dschibuti.

Im Jahr 2010 wurde Mohamed Ahmed willkürlich verhaftet. Einen Monat später wurde er ins Zentralgefängnis von Djibouti überstellt, obwohl gegen ihn keinerlei Anklage vorlag. Während seiner Inhaftierung wurde er mehrfach gefoltert, er bekam nichts zu essen und musste Pseudo-Hinrichtungen und Stockschläge ertragen, teilweise sogar im Beisein des Gefängnisleiters. Mehrmals wurde er auch in Isolationshaft genommen. Seit mehr als vier Jahren ist ihm jeder Kontakt mit seinen Angehörigen untersagt, die ihn deshalb auch nicht mehr mit Medikamenten versorgen können.

Obwohl die Anklagekammer Djiboutis im Herbst letzten Jahres das Verfahren gegen den Journalisten annulliert und seine Freilassung angeordnet hat, wird er nach wie vor vollkommen illegal im Gefängnis festgehalten.

 

IN KAMERUN …
AHMED ABBA

Ahmed Abba ist in seinem Land, Kamerun, als Journalist für Radio France Internationale (RFI) tätig.

Als er vor ca. 2 Jahren über die Lage im Norden Kameruns und über die Terrorgruppe Boko Haram recherchiert hatte, wurde er von Sicherheitskräften willkürlich verhaftet und über 3 Monate an einem geheimen Ort festgehalten. Besuche waren nicht erlaubt, und er erlitt In dieser Zeit seelische und körperliche Gewalt. Im vorletzten Monat wurde er auf der Basis des Antiterror-Gesetzes Kameruns, das den Grundsätzen eines fairen Prozesses keinesfalls genügt, von einem Militärgericht zu 10 Jahren Haft und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Dies, obwohl Kamerun die Afrikanische Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker sowie den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert hat, welche den Schutz der Journalisten und ihrer Quellen garantieren.

 

IN DEN USA …
JOSHUA ALTERSBERGER, HÄFTLING IM TODESTRAKT

Joshua Altersberger wurde im Alter von 19 Jahren in Florida zum Tode verurteilt. Er soll einen Polizisten ermordet haben, aber er bestreitet die Tat. Aus Angst, seine beiden damaligen Begleiter könnten sich an seiner Familie rächen, weigert er sich nach wie vor, ihre Namen zu nennen und versucht, eine Revision seines Urteils zu erlangen, ohne seine Familie in Gefahr zu bringen.

Seit der Verurteilung von Joshua Altersberger sind 10 Jahre vergangen. 10 Jahre im Todestrakt. Das bedeutet, 23 von 24 Stunden in einer Zelle von 2 mal 3 Metern eingeschlossen zu sein, in Einzelhaft, ohne Kontakt zu den übrigen Häftlingen.

- Download Ablaufplan 2.Teil

 

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Karfreitagsaktion 2017

- Essen-Byfang: Friedensgang mit Erfahrungsbericht
- Recke, St. Dionysius: Gründonnerstagsgebet mit Erfahrungsbericht

 

gebetswache2015
gebetswache web

In diesem Jahr wird zum 20. Mal die Nächtliche Gebetswache anläßlich des Internationalen Tags der Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni durchgeführt.

Vorschlag der Gruppen Essen Byfang und Hattingen Niederwenigern, auch gern als Vorlage für eigene Gebetswachen verwendbar:
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Dritter Ökumenischer Kirchentag 2021

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Was machen Sie vom 12. bis 16. Mai 2021?
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