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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News Juni 2017

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Juni 2017

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

SUDAN: Petr Jezek, Hassan A. Kodi und Abdulmonem Abdumawla DAs Dezember 2016, April 2017

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!


Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxSudan: Petr Jezek, Hassan A. Kodi und Abdulmonem Abdumawla
Die drei Männer wurden vom sudanesischen Präsidenten begnadigt und freigelassen. Sie entgehen damit Haftstrafen zwischen lebenslänglich und 12 Jahren. Der tschechische Journalist Petr Jezek wurde bereits im Februar entlassen, wie nun bekannt wurde. Er befindet sich wieder in Tschechien. Hassan A. Kodi und Abdulmonem Abdumawla wurden am 11. Mai 2017 freigelassen.


arrow32pxKasachstan: Maks Bokaev und Talgat Ayan, DA März 2017
Wie schon in ACAT Aktuell Mai berichtet, hat die stellvertretende kasachische Justizministerin zahlreichen ACAT-Mitgliedern auf die Briefaktion geantwortet. Einige Briefe enthielten den zusätzlichen Hinweis, dass unsere Appelle gemäß einer gesetzlichen Bestimmung der Republik an den Obersten Gerichtshof und an das Büro des Generalstaatsanwalts weitergeleitet werden, um uns eine angemessene Antwort zukommen zu lassen. In anderen Schreiben fehlte diese Ankündigung.
Viele Mitglieder fragten, ob sie auf das Antwortschreiben reagieren sollten. Da eine Weiterleitung der Briefe versprochen wird, sollten wir zunächst abwarten, ob diese Behörden tatsächlich reagieren und uns Informationen zusenden werden. Der Vorstand wird dies beobachten und ggf. an die in Aussicht gestellte Antwort erinnern.
Die Absicht des kasachischen Justizministeriums ist eindeutig: Es soll suggeriert werden, dass die Gefangenen ein faires Verfahren erhalten hätten.


arrow32pxKarfreitagskampagne gegen Lynchmorde in Togo / Polizeigewalt gegen Journalisten
Für die von ACAT-Schweiz und ACAT-Togo vorbereitete Kampagne gegen Lynchmorde in Togo konnten wir 723 Unterschriften an die ACAT-Schweiz zur Übergabe an die togolesische Regierung weiterleiten. Vielen Dank allen, die dieses Anliegen mitgetragen oder weitere Unterstützung dafür mobilisiert haben.
Vor einigen Wochen zeigte eine Stellungnahme der FIACAT und der ACAT-Togo, dass neben der Lynchjustiz auch die Polizeigewalt nach wie vor ein gravierendes Problem in Togo darstellt.
Avotor Kossi Robert, Journalist der Zeitung „l’Alternative“, wurde von Polizisten angehalten und zusammengeschlagen, als er Zeuge eines gewalttätigen Übergriffs der Gendarmerie auf einen Jugendlichen wurde und von diesem Zwischenfall Fotos machte. Er erklärte, mit einem Knüppel zusammengeschlagen worden zu sein, bevor ihn die anwesenden Polizisten gefesselt und zu Boden gezerrt haben. Fast zwei Stunden haben sie ihn im gefesselten Zustand bewacht und regelmäßig seine Fesseln nachgezogen, um ihm Schmerzen zuzufügen. Er wurde schließlich freigelassen, nachdem er zur Polizeiwache in Sagbado gebracht worden war und seine Fotos von dem Zwischenfall von seinem Telefon gelöscht worden waren.


arrow32pxNächtliche Gebetswache des weltweiten ACAT-Netzwerks 2017
Die diesjährige Nächtliche Gebetswache der ACAT findet unter dem Motto „Hoffnung ... wider alle Hoffnung?“ statt. Wie in den vergangenen Jahren, rufen wir die Christen dazu auf, in der Nacht des 26. Juni 2017 der Opfer der Folter zu gedenken. Dazu stellen wir anlässlich des UN-Tags zur Unterstützung des Folteropfers das Schicksal von 10 Gefangenen vor.  Nähere Informationen finden Sie auf der Kampagnenwebsite:  http://www.naechtlichegebetswache.com
Ein Gebetsanlass in Essen-Burgaltendorf ist bereits bekannt: Am 26.6. um 20:00 Beginn der Nächtlichen Gebetswache in der katholischen Herz-Jesu Kirche, dann kurzer Fußweg zur evangelischen Jesus-lebt-Kirche mit dem 2. Teil ab ca. 21:00.
Sie können auf der Kampagnenwebsite einen Termin eintragen, wenn Sie selbst einen Gebetsanlass organisieren möchten (bitte auch kurze Info an unser Büro). Ebenso können Sie dort eine virtuelle Kerze für die Folteropfer anzünden.
Ein spiritueller Text steht unter http://www.naechtlichegebetswache.com/-spirituelle-Quellen,33-  zur Verfügung. Einleitend heißt es darin: „Christus Jesus, der unsere Hoffnung ist (1Tim 1,1). In diesen Worten fasst Paulus die christliche Hoffnung zusammen. Christus Jesus, der unsere Hoffnung ist: Zweitausend Jahre später mögen diese Worte zuweilen lächerlich anmuten – in einer Gesellschaft, in der die Verbindlichkeiten schwinden, in der alle Grausamkeit und Gewalt der Welt über den Bildschirm in unsere Stuben dringt oder gar unser Leben ganz direkt beeinträchtigt. Und doch, Christinnen und Christen, zu dieser Hoffnung sind wir aufgerufen.“


arrow32pxFriedensgebet in Leipzig, 26. Juni
Am 26. Juni findet um 17:00 Uhr in der Nicolai-Kirche ein Friedensgebet zum Thema der Gebetswache statt. Prediger ist Pater Wolfgang Schonecke von den Afrikamissionaren, der auch das Netzwerk Afrika leitet. Er ist ACAT-Mitgliedern vom Seminar 2016 in Schwerte bekannt.


arrow32pxACAT Seminar in Münster: Menschenrechtsschutz in Osteuropa – Journalisten in Bedrängnis
Wir möchten nochmals auf die Tagung am 27. und 28.10.2017 im Franz-Hitze-Haus Münster hinweisen. Thematisch werden wir uns mit der Pressefreiheit als Menschenrecht, der Verfolgung von Journalisten in autoritären Regimen und mit Möglichkeiten zur Unterstützung aus Deutschland auseinandersetzen. Als Referenten werden u.a. die aserbaidschanischen Journalisten Lachin Mamishov (ACAT-Briefaktion November 2014) und Tahmina Tagizade zu Gast sein.
Beginn: Freitag, 27.10., 16.30 Uhr, Ende: Samstag, 28.10., 15 Uhr. Anmeldungen ab sofort unter   0251/9818490 (Sekretariat Franz-Hitze-Haus) oder  https://www.franz-hitze-haus.de/programm/
Kosten: Tagungsbeitrag 45 € (30 € ermäßigt), Übernachtung im Zweibettzimmer 25 €, Übernachtung im Einzelzimmer 35 €.
Der ACAT-Vorstand freut sich über Begegnungen und Austausch mit Mitgliedern und Besuchern. Auch besteht während des Seminars die Gelegenheit, mit den ReferentInnen ins Gespräch zu kommen.


arrow32pxForderungskatalog des FORUM MENSCHENRECHTE zur Bundestagswahl
Am Montag, dem 15. Mai 2017, stellte das FORUM MENSCHENRECHTE in Berlin die zentralen Forderungen an eine menschenrechtsorientierte Politik vor, die es zur Bundestagswahl an die Parteien richtet. Aus diesem Anlass hatte das FORUM MENSCHENRECHTE Vertreter*innen der im Bundestag vertretenen Parteien zu einer Diskussion eingeladen. Für ACAT-Deutschland haben Magdalena Fleischer und Wolfgang Bentrup an dem Treffen teilgenommen.
„Mit großer Sorge beobachtet das FORUM MENSCHENRECHTE aktuelle Entwicklungen in Deutschland und auch weltweit. Eine Ausrichtung von nationaler und internationaler Politik an menschenrechtlichen Erfordernissen steht zunehmend unter Druck“, so Daniel Legutke (Justitia et Pax) in seiner Einführung für den Koordinierungskreis des Netzwerks zu den Erfahrungen vieler Mitgliedsorganisationen. „Mit unseren Forderungen verbinden wir die Erwartung, dass Menschenrechte verbindliche Leitlinien der Politik bilden und Menschenrechte in allen Politikbereichen kohärent und konsistent umgesetzt werden.“, fasste Jochen Motte (Vereinte Evangelische Mission), das Grundanliegen des Katalogs zusammen. Das FORUM MENSCHENRECHTE ist ein Netzwerk von über 50 in Deutschland aktiven Nichtregierungsorganisationen. Auch die ACAT ist Mitglied.
Zur Bundestagswahl 2017 haben die Mitgliedsorganisationen des FORUM MENSCHENRECHTE ihre umfassenden Forderungen an die bei der Wahl antretenden Parteien formuliert.
In Bezug auf das Mandat der ACAT heißt es z.B.: “wir fordern die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter deutlich besser mit Personal und Finanzen auszustatten, um etwa sämtliche Einrichtungen mit Freiheitsentzug in Deutschland besuchen zu können.“ Den umfassenden Katalog finden Sie hier:
http://www.forum-menschenrechte.de/wp-content/uploads/2017/04/Forderungskatalog-FMR_2017_web.pdf


arrow32pxACAT-Geschäftsstelle: Eine Oase in Hildesheim
Die Geschäftsstelle der ACAT ist umgezogen. Ein Büro in Hildesheim ist eingerichtet. Mit einer Feier in den Meditationsräumen der „Oase Heilig Kreuz“ wurde die neue Zeit begonnen. In Anwesenheit der evangelischen Pastorin Dr. Martina Janßen und dem katholischen Dechant Wolfgang Voges, dem Hildesheimer Bürgermeister Jörg Bredtschneider und einigen ACAT-Mitgliedern aus Hildesheim sowie dem Vorstand des Vereins wurde für die Zukunft der ACAT gebetet und wurden die Räume gesegnet. Ein anschließender Imbiss bot Gelegenheit zur Begegnung. Wir hoffen, dass damit die Zukunft der ACAT für die nächsten Jahre gesichert ist.

 

arrow32pxVersandtermin Juli, Geschäftsstelle
Der Versand der ACAT-Monatssendung für Juli 2017 wird, abweichend von der vorherigen Planung, bereits am 30. Juni 2017 erfolgen.
Die ACAT-Geschäftsstelle in Hildesheim wird vom 3. bis 14. Juli 2017 nicht besetzt sein.

 


 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Karfreitagsaktion 2017

- Essen-Byfang: Friedensgang mit Erfahrungsbericht
- Recke, St. Dionysius: Gründonnerstagsgebet mit Erfahrungsbericht

 

gebetswache2015
gebetswache web

UPDATE: Bericht zur Gebetswache jetzt online

In diesem Jahr wird zum 20. Mal die Nächtliche Gebetswache anläßlich des Internationalen Tags der Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni durchgeführt.

Vorschlag der Gruppen Essen Byfang und Hattingen Niederwenigern, auch gern als Vorlage für eigene Gebetswachen verwendbar:
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Menschenrechtsschutz in Osteuropa - Journalisten in Bedrängnis

Unter diesem Thema steht die diesjährige ACAT Tagung vom 27. - 28.10.17 im Franz-Hitze-Haus in Münster.

Weitere Informationen & Anmeldung finden Sie hier, den Flyer zum Event gibt es auch zum Download.