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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News Februar 2017

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Februar 2017

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

MAURETANIEN: Sprecher der IRA Mauretanien Hamady Lehbouss

DA 09/2016 GB 10/2016
Int. VS 30.07.16, 20.09.16 & 14.11.16
PAKISTAN: Menschenrechtsverteidiger Wahid Baloch GB 09/2016

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen

arrow32pxMauretanien
Seit dem 2. Advent ist Hamady Lehbouss, Sprecher der IRA Mauretanien (Initiative zur Wiederbelegung der Abschaffung), frei. Mit ihm wurden auch acht weitere Mitglieder der Organisation aus der Haft entlassen, die im August 2016 zu Haftstrafen zwischen 3 und 15 Jahren verurteilt worden waren (s. unsere DA von September). Drei Aktivisten, Abdallahi Abdou Diop, Abadalli Seck und Moussa Biram, sollen aber noch für 3 bis 6 Jahre unter inhumanen und unhygienischen Bedingungen in Haft bleiben. ACAT wird ihr Schicksal im Blick behalten.
Mehrere der Freigelassenen wurden gefoltert. Die ACAT Frankreich hat ein spezielles Ausbildungsprogramm für Menschenrechtler in Mauretanien entwickelt, mit dem Ziel, die Folteropfer bei ihren Klagen vor Gericht zu unterstützen. In Anbetracht der jüngsten Foltermeldungen erscheint dies umso notwendiger.


arrow32pxPakistan
Der Menschenrechtsverteidiger Wahid Baloch ist vier Monate, nachdem die Staatssicherheitsbehörden ihn mutmaßlich in Karatschi „verschwinden“ ließen, freigelassen worden. Während der ganzen Zeit erhielt seine Familie keinerlei Informationen zu seinem Verbleib.
Der Menschenrechtsverteidiger, politische Aktivist und ethnische Belutsche Wahid Baloch konnte am 5. Dezember endlich zu seiner Familie zurückkehren. Er war mehr als vier Monate zuvor am Nachmittag des 26. Juli von maskierten Männern in Zivil an einer Mautstelle außerhalb von Karatschi verschleppt worden.
Seine Familie berichtete, dass er am Morgen des 5. Dezember in Malir, 30 Kilometer westlich von Karatschi, abgesetzt wurde und es ihm dann gelang, ein Taxi nach Hause in Lyari zu nehmen. Wahid Baloch äußerte sich in einer Nachrichtensendung nicht näher zu seiner Entführung, dankte jedoch Menschenrechtsorganisationen, dass sie sich für ihn eingesetzt hatten.

Quelle: Amnesty International



Tag der Menschenrechte


arrow32pxVideo-Statement von Menschenrechtsverteidigern zum 10. Dezember
Die Weltorganisation gegen die Folter (OMCT) hat anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember 2016 ein 3-minütiges Video veröffentlicht, in dem mehrere MenschenrechtsverteidigerInnen mit kurzen Statements zu Wort kommen. Sie äußern sich zu erlittenen Repressalien und zu ihrer Motivation, sich für andere Menschen einzusetzen. Das Video ist im Internet abrufbar unter
https://vimeo.com/194970621

OMCT ruft in Erinnerung, dass in den vergangenen 15 Jahren weltweit mindestens zwei Menschenrechtsverteidiger im Monat getötet wurden und täglich zahlreiche Aktivisten mit Einschüchterung und Repression konfrontiert sind. Leyla Yunus, Menschenrechtsverteidigerin aus Aserbaidschan, erklärt, ihr Einsatz sei ihr Leben, nicht ihr Job. ACAT hat ihr Schicksal wiederholt ins Gebetsblatt, in Briefaktionen und Vorstandsinterventionen aufgenommen.
Rechtsanwalt Samuel Mohochi aus Kenia war 2007 Referent beim Internationalen Seminar der FIACAT in der Schweiz. Wenn er sich nicht für das Recht engagierte, gäbe es nur wenige andere, die dies tun könnten.
Armel Niyongere, Vorsitzender der ACAT Burundi, teilt mit, er sei glücklich, in der Lage zu sein, den Opfern und Menschen ohne Stimme zu helfen. Auf der Website von OMCT findet sich auf Englisch auch ein ausführlicheres schriftliches Porträt über den Menschenrechtsverteidiger:
http://www.omct.org/human-rights-defenders/statements/burundi/2016/12/d24116/

Armel Niyongere wurde 2015 ins Exil nach Ruanda gezwungen, da er darauf hingewiesen hatte, dass eine Kandidatur des burundischen Staatspräsidenten für eine dritte Amtszeit nicht verfassungsgemäß ist. ACAT Burundi wurde mit weiteren NGOs die gesetzliche Grundlage für ihre Tätigkeit entzogen. So wurde auch ihr Vermögen eingefroren. Angesichts der zunehmenden Brutalisierung des politischen Klimas in Burundi mit Morden an Demonstranten, aber auch an Vertretern der Behörden und des Regimes hat Armel Niyongere in Ruanda die Initiative SOS-Torture Burundi gegründet. Die NGO veröffentlicht permanent Berichte über Folter, willkürliche Inhaftierungen und außergerichtliche Hinrichtungen in Burundi. Die Dokumentation soll die internationale Gemeinschaft über den drohenden Bürgerkrieg informieren. Ebenso vertritt die Initiative Opfer bei ihren Bemühungen, Klagen beim Internationalen Strafgerichtshof anzustrengen. Armel Niyongere ist entschlossen, einen Beitrag zu leisten, um der Bevölkerung zu helfen, die Stummen zu schützen und sie vor Gericht zu vertreten.


DAs, Porto & Versandinformationen

arrow32pxDringlichkeitsaktionen: keine Porto-Erhöhung, Infos zum Versand
Die Kosten für Porto wurden zum Jahreswechsel von der Post nicht erhöht. Wie im vergangenen Jahr kostet ein Brief ins Ausland weiterhin 90 Cent. Standardbriefe im Inland, z.B. an eine Botschaft in Berlin, kosten unverändert 70 Cent.
Bitte beachten Sie für künftige Kampagnen: Wenn Briefe auf unseren Hinweis hin zunächst in der ACAT-Geschäftsstelle gesammelt werden, können z.B. Appellbriefe an ausländische Behörden mit den Kopien für die Botschaft auch in einem Umschlag an uns verschickt werden, um Porto zu sparen.
Bei der Kampagne zum Tschad hatten einige UnterzeichnerInnen die Briefe an den Parlamentspräsidenten und an den Botschafter in separaten Umschlägen an die Geschäftsstelle nach Lüdinghausen gesendet.
Bei den üblichen Briefaktionen sind weiterhin separate Schreiben nötig, sodass ein Brief direkt an die Behörden, meist ins Ausland, und ein Brief an die jeweilige Botschaft geschickt werden müssen.


Stellenausschreibung für die ACAT Geschäftsstelle

arrow32pxBisher konnte niemand für die Arbeit in der ACAT Geschäftsstelle gefunden werden, wir suchen also weiter und bieten die Möglichkeit, diese Arbeit auch von einem anderen Ort als Lüdinghausen aus zu machen, was durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten wie Internet problemlos realisierbar ist. Informieren Sie sich über Einzelheiten unter
http://www.acat-deutschland.de/downloads/2017/ACAT_Stellenausschreibung_Januar_2017.pdf


Gedanken zum Gebet

arrow32pxIm Gebet sich und die Welt verändern
Kann Beten die Welt verändern? Müssen wir Gott daran erinnern, was zu tun wäre, damit Krieg und Gewalt nicht das letzte Wort haben? Beten verändert die Welt. Aber nicht so, als ob wir Gott bewegen könnten, nach unseren Vorstellungen einzugreifen. Unser Lob und Dank, Bitten und Klagen vor Gott sind vor allem deshalb nicht wirkungslos, weil sie zuerst uns selbst verändern. Hin zu den richtigen Perspektiven, zu mehr Vertrauen in uns selbst, in die weltweite Gemeinschaft der Gläubigen und in Gottes Gegenwart unter uns. Zu Mut und Solidarität, hin zum Bewusstsein, dass jeder Mensch ein mitverantwortlicher Teil eines kosmischen Lebenskreises ist, der sich durch Gottes Liebe getragen weiß. In diesem Geist, in dem auch Jesus selber gebetet hat, verändern Menschen die Welt.
Pater Dr. Hermann Schalück ofm

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Karfreitagsaktion 2017

- Essen-Byfang: Friedensgang mit Erfahrungsbericht
- Recke, St. Dionysius: Gründonnerstagsgebet mit Erfahrungsbericht

 

gebetswache2015
gebetswache web

In diesem Jahr wird zum 20. Mal die Nächtliche Gebetswache anläßlich des Internationalen Tags der Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni durchgeführt.

Vorschlag der Gruppen Essen Byfang und Hattingen Niederwenigern, auch gern als Vorlage für eigene Gebetswachen verwendbar:
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Dritter Ökumenischer Kirchentag 2021

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Was machen Sie vom 12. bis 16. Mai 2021?
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