ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Nächtliche Gebetswache 2017

Auch in diesem Jahr fand in unserer Pfarrei am 26. Juni die Nächtliche Gebetswache (NGW) der ACAT (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter e.V.) statt, diesmal in Burgaltendorf. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde die Aktion von den ACAT-Gruppen Essen-Ruhrhalbinsel und Hattingen-Niederwenigern gemeinsam vorbereitet und durchgeführt, diesmal in ganz eigener Verantwortung, auch deshalb, weil in diesem Jahr der Internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer auf einen Montag fiel – und an diesem Wochentag hat die Pastorale nun einmal ihren freien Tag. Begonnen wurde die NGW um 20:00h in der katholischen Kirche Herz-Jesu, wo die 15 Teilnehmer bei stimmungsvoller Beleuchtung im Altarraum ihren Platz fanden. Das Thema der NGW lautete in diesem Jahr „Hoffnung – wider jede Hoffnung“. Angesichts der verzweifelten Situation von Menschen, die, oft zu Unrecht, gefangen genommen, gefoltert, isoliert und gedemütigt werden, erscheint es zuweilen schwierig, den Begriff Hoffnung in den Mund zu nehmen – zumindest dann, wenn man Hoffnung mit Optimismus gleichsetzt. Nur - was ist Hoffnung sonst? Vielleicht eine Haltung, die man erlernen kann, die die Verzweiflung nicht ausblendet, sondern sich ihr entgegenstemmt. Die das Mögliche tut, und das Unmögliche Gott zutraut. Eine verwegene Hoffnung, wie sie auch der sterbende Jesus am Kreuz verkörpert, der mit seinen Worten „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ seine Verzweiflung hinausschreit, damit aber zugleich die ersten Worte des 22. Psalms zitiert, der nicht bei dieser Verzweiflung stehenbleibt, sondern in einem Triumphgesang auf das Leben endet. Das Mögliche tun: An diesem Abend hieß das, für insgesamt 10 namentlich bekannte Folteropfer in der Welt Fürbitte zu halten, und einem dieser Gefolterten, einem 66-jährigen mexikanischen Bauern, kurze Unterstützerbriefe in seiner Sprache zu senden. Nach dem Sprechen der ersten fünf Fürbitten, des Vater-Unser und eines Segensgebets wechselten die Teilnehmer hinüber zur evangelischen Jesus-Lebt-Kirche, in welcher die NGW in diesem Jahr erstmals zu Gast war. Beleuchtet wurde hier das Thema u.a. unter dem Aspekt, dass die Menschen, die mit der ACAT für die Gefolterten eintreten, indem sie insbesondere Petitionen an die jeweils betroffenen Regierungen schreiben, nicht nur den Opfern neue Hoffnung schenken, sondern mit ihrem Einsatz auch tatsächliche Veränderungen bewirken können: „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“ (Hermann Hesse). Die weiteren fünf Fürbitten folgten, wobei auch hier, ebenso wie in der Kirche Herz-Jesu, für jedes Opfer ein Teelicht an der ACAT-Kerze entzündet wurde. Abschließend unterschrieben die Teilnehmer die schon erwähnten Briefe an das mexikanische Folteropfer, welche diesem über eine Unterstützerorganisation zugeleitet werden und, wenn alles klappt, neue Hoffnung schenken sollen.

Der Dank der ACAT gilt allen, die an der NGW 2017 teilgenommen und sich damit der vielfach aussichtslosen Lage der Gefolterten entgegengestellt haben. Indem sie gezeigt haben, dass die Opfer nicht vergessen sind, haben sie ein Zeichen der Hoffnung gesetzt, ein Zeichen für das Leben.

Anne Silkenat- Grahe, ACAT-Gruppe Essen-Ruhrhalbinsel

 

Gebetswache01

Gebetswache02

Geebstwache03


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:
Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein.

10. – 12.05.2018 auf der Kirchenmeile (Schlossplatz, Stand-Nr. HW-38). Unser Stand ist leicht über den Eingang Gerichtsstraße zu erreichen, befindet sich im Bereich „Hilfswerke und Globale Verantwortung“, Areal „Süd“ der Kirchenmeile.

11.05.2018 um 8:00 Uhr Morgengebet, Euthymia-Kapelle, Loerstraße, Stadtzentrum
Bei beiden Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich willkommen, wir freuen uns über jeden, der seine Solidarität mit unseren Anliegen auch auf diese Weise und an diesem Ort zum Ausdruck bringt!!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/