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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News Februar 2014

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FREI:

ISRAEL:

Samer Issawi
Blogger

GB März 2013

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

brieftaubeBriefe schreiben – Hoffnung schenken
… Herr, ich habe gerade einen Brief geschrieben
Ich habe wegen eines Menschen geschrieben,
den man verhaftet und eingesperrt hat; wegen eines Menschen,
den ich nie gesehen habe und den ich wohl nie sehen werde … es sei denn eines Tages …
Ich habe wegen eines Menschen geschrieben, von dessen Existenz ich bis gestern nichts wusste,
dessen vollen Namen ich aber jetzt kenne.
Ich habe wegen eines Menschen geschrieben,
dessen ganze Welt jetzt nur noch aus dem Gefängnis und den endlosen Verhören unter Folter besteht.
Ich habe wegen eines Menschen geschrieben, den man in Geheimhaft hält, so als ob man ihn aus dem Verzeichnis der Lebenden tilgen, ihn der Vergessenheit preisgeben und seine Existenz leugnen wolle.
Ja Herr, ich habe einen Brief geschrieben wie schon viele Schwestern und Brüder vor mir, damit dieser Mensch nicht länger ignoriert, als „verschwunden“ angesehen oder für tot gehalten, sondern damit er bekannt und als ein Lebender erachtet wird.
 Ich habe für einen Menschen geschrieben, der nicht nur ein Name geblieben ist, sondern für mich zu einer mit Leben erfüllten Gestalt wurde; für den ich zu dir bete, damit er - auch wenn ich es nie erfahre – durch das einzigartige Geschenk deiner Gnade nicht mehr ganz so allein in seiner Zelle und nicht mehr ganz so isoliert in seinem Leiden ist …
Aus einem Text der ACAT-Frankreich   Übersetzung: Gerta Klotz

Veröffentlicht in unserer Broschüre: Spiritualität in der ACAT

Zu 22 Dringlichkeitsaktionen in 17 Länder rief  ACAT-Deutschland im Jahre 2013 auf.Wir erfuhren wir von 4 Freilassungen aus: Bahrain – Gambia – Usbekistan und 7 weiteren Freilassungen, die Dringlichkeitsaktionen aus den Vorjahren betrafen.Neben diesen Briefaktionen der Mitglieder schrieben Frau Katja Opitz, Hattingen und Frau Anne Silkenat-Grahe, Essen im Auftrage des Vorstandes im Jahre 2013 131 Vorstandsinterventionen in 33 Länder In diesem Zeitraum erfuhren wir von  6 Freilassungen aus 2013 und von 8 weiteren Freilassungen, die Vorstandsinterventionen aus den Vorjahren betrafen.

 

Ägypten

4

 Indien

5

 Myanmar

6

Aserbaidschan

4

 Indonesien

2

 Nepal

7

Bahrain

4

 Irak

1

 Pakistan

3

Bangladesch

4

 Iran

2

 Philippinen

3

Belarus

5

 Israel

3

 Russische Föderation

8

China

6

 Kambodscha

2

 Saudi-Arabien

1

Ecuador

1

 Kamerun

1

 Simbabwe

2

Gambia

2

 Katar

1

 Sri Lanka

3

Griechenland

1

 Kolumbien

15

 Sudan

1

Guatemala

2

 Malaysia

6

 Syrien

3

Honduras

3

 Mexiko

9

 Vietnam

1

 

Materialien

 

Folgende Materialien zur Information und  zur Werbung für ACAT können in der Geschäftsstelle angefordert werden:

  • Broschüre Spiritualität in der ACAT
  • Neuauflage: Meditation zum ACAT-Logo
  • ACAT-Flyer und Plakate

 

Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

 MEXIKO: DA Juni 2011: Die beiden Frauen Fernández Ortega und Valentina Rosendo wurden 2002 vergewaltigt. ACAT-France berichtet nun, dass die Täter nach langen Verfahren endlich verurteilt wurden. 

CHINA: GB: Okt. 2013:  Der Rechtswissen­schaft­ler und politische Aktivist Xu Zhiyong wurde nun im Januar wegen "Organisation einer Menschenmenge, mit dem Ziel der Störung öffentliche Ord­nung“ zu 4 Jahren Haft verurteilt. Die EU rief China in einer Erklärung auf, Xu und die anderen Bürgerrechtler freizulassen. "Wir sind tief besorgt wegen der Festnahmen von weiteren Bürgerrechtlern in China", hieß es in dem Statement. „Auf der einen Seite wolle Chinas Führung Korruption bekämpfen, auf der anderen Seite mache der Staat jedoch Aktivisten den Prozess, die sich gegen Korruption einsetzten. Das sei ein deutlicher Widerspruch.“   (Quelle: verschiedene Zeitungen vom 27.1.2014)

CHINA: DA 24/12 Dez. 2013 Robert Rother: Seine Mutter, Elfi Rother, teilte uns zwischenzeitlich mit, dass sie am Heiligabend 2013 um 12.00Uhr unerwartet die Nachricht erhielt, dass die Urteilsverkündung am 30.12.2013 sei. Sie flog zur Verhandlung und berichtete: „Mein Sohn wurde mit Handschellen in den Gerichtssaal geführt, ich hatte mich erschrocken, wie dick und aufgedunsen er ausgesehen hatte. Sein Blutdruck, die Allergie und auch sein Augenlicht sind sehr schlecht, er bekommt Tabletten und wird von Gefängnisärzten untersucht. Das Urteil wurde, ohne Beweise, verkündet. Er wurde zu 8 Jahre Haft verurteilt, die Untersuchungshaft wird angerechnet. Der Anwalt ist von seiner Unschuld überzeugt und hat sofort Berufung eingelegt. Die Berufung könnte ein Jahr dauern. …“ Nach aktuellen Informationen befindet er sich nun im Gefängniskrankenhaus.Wenn Sie Herrn Rothers Briefe und Ermutigungen zukommen lassen möchten, können sie diese über unsere Geschäftsstelle an Elfi Rother senden. Sie wird die Briefe über den Rechtsanwalt an ihren Sohn weiterleiten. Frau Rothers bedankt sich bei Mitgliedern, die ihr bereits geschrieben haben. ACAT hat sich mit dem Auswärtigen Amt und der Stadt Nürnberg (Partnerstadt von Shenzhen) in Verbindung gesetzt.

 

ACAT unterstützt die Herausgabe der deutschen Übersetzung der Autobiografie von: Pater Michael Lapsley

arrow32pxDer südafrikanische Menschenrechtsaktivist Father Michael Lapsley erzählt die Geschichte seines Kampfes gegen die Apartheid, von den Folgen des gegen ihn gerichteten Briefbombenattentats von 1990 und wie er daraufhin das Institut für die Heilung der Erinnerungen gründete. In seiner Traumaarbeit legt Michael Lapsley großen Wert darauf, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte erzählt.
Die Autobiografie von Michael Lapsley „Redeeming the Past: My Journey from Freedom Fighter to Healer” erscheint im März 2014 in deutscher Übersetzung "Mit den Narben der Apartheid" im Verlag Barbara Budrich.
Father Michael Lapsley wird sein mit ACAT-Unterstützung auf Deutsch übersetztes Buch im März vorstellen.
Vorgesehene Termine:
11. März 18 Uhr 30, Hannover:
Kreuzkirche (Veranstalter: Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) und Landeskirche)
12. März 19 Uhr, Hamburg: Tagungsraum Ökumenisches Forum HafenCity (18 Uhr Andacht in der Kapelle im Ökumenischen Forum HafenCity)
13. März 17 Uhr, Köln: Domforum
ACAT-Mitglieder und Interessierte sind zu den Veranstaltungen herzlich eingeladen.
Für mich ist die in diesem Buch niedergeschriebene Lebensgeschichte ein tiefes christliches Zeugnis“.M. Käsmann
Einen Film über die Geschichte von Michael Lapsley (mit deutschen UT) finden Sie unter:
http://www.acat.lu/informer/textes-de-reference/article/die-geschichte-von-michael-lapsley

Näheres auch unter: http://www.budrich-academic.de/de/aktuelles/michael-lapsley/

 

arrow32pxDie diesjährige Klausurtagung des Forum Menschenrechte, zu dem sich ca. 50 Nichtregierungsorganisationen zusammengeschlossen haben, stand ganz unter dem Zeichen „Europa“. Vor allem wurde diskutiert, wie im Europarat und bei den Behörden in Brüssel und Straßburg Menschenrechtsfragen deutlicher zum Ausdruck gebracht werden können. Erfreulicherweise hat die FIACAT mit Lionel Grassy einen hauptberuflichen Vertreter in Brüssel, der sich mit anderen NGOs dafür einsetzt, dass menschenrechtliche Fragen bei den Beschlüssen Berücksichtigung finden.

Neuer Menschenrechtsbeauftragter:

arrow32pxDie neue Bundesregierung will nach Medienberichten als Nachfolger von Markus Löning (FDP) den Münsteraner Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer (SPD) zum Menschenrechtsbeauftragten ernennen. Mit Markus Löning haben wir sehr gut zusammen gearbeitet. Christoph Strässer kennt die ACAT aus gemeinsamen Veranstaltungen. So hoffen wir, dass auch weiterhin eine gute Kooperation mit der Bundesregierung stattfindet.

 

 

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Freilassungen 2017

Die Zusammenstellung der Freilassungen 2017 erfüllt uns wieder mit großer Dankbarkeit und zeigt uns andererseits wie wichtig es ist, in unserer Arbeit und im Gebet nicht nachzulassen.


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.