ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Freilassungen und Weiterentwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern / Mai 2013

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Kuba:

Calixto Ramón Martínez Arias
Journalist


GB April 2013

Usbekistan:

Mamadali Mahmudov*
auch Manradali Makhmondov
Schriftsteller, Regimekritiker

 

GB Februar 2013
DA März 2013

China: Jigme Gyatso**

Int. VS: 12. 05.09
GB Juni 2009

 

*Der usbekische Schriftsteller Mamadali Mahmudov ist am 19. April nach 14 Jahren unter grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Bedingungen in Haft freigelassen worden. MenschenrechtsverteidigerInnen gehen davon aus, dass die frühzeitige Haftentlassung des Schriftstellers auf den erhöhten internationalen Druck auf die usbekischen Behörden zurückzuführen ist. (Quelle: ai 24.4.2013)

**Der 52-jährige Tibeter Jigme Gyatso wurde nach 17 Jahren Haft freigelassen. (Quelle: OMCT)


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!


Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

VENEZUELA: Intervention des Vorstandes 27. Juni 2012 und Gebetsblatt Sept. 2012:  Die Menschenrechtsverteidigerin Marianela Sánchez Ortíz ist aufgrund ihrer Arbeit für die Menschenrechtsorganisation Observatorio Venezolano de Prisiones (OVP) bedroht worden. Die OVP beobachtet die Haftbedingungen in venezolanischen Gefängnissen. Marianela Sánchez, ihre Familie und ihr Kollege und Leiter der OVP, Humberto Prado, sind in Gefahr. Am 12. April 2013 erhielt Marianela Sánchez Ortíz zum wiederholten Male einen Brief mit der Warnung, sie solle ihre Arbeit mit OVP und Humberto Prado beenden. Außerdem stehe ihre Familie unter Beobachtung. Weiterhin heißt es im Brief, sie solle sich daran erinnern, was ihrem Ehemann geschehen sei, denn das scheine sie vergessen zu haben. Er war 2012 in seinem Wagen von vier Männern mit einer Waffe bedroht worden.        (Quelle: ai 15.04.2013)

BAHRAIN: ACAT-Aktuell Sept. 2012; Dez. 2012; Jan. und April 2013: Die bahrainische Aktivistin Zainab Al-Khawaja ist anscheinend weiterhin in Haft. Seit Mitte März werden Besuche ihrer Familie untersagt, da sie sich weigert, während der Besuche die Gefängnisuniform zu tragen. Zainab Al-Khawaja ist eine gewaltlose politische Gefangene, die nur deshalb inhaftiert ist, weil sie ihre Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit friedlich wahrgenommen hat.   (Quelle: ai 3.4.13)                                                                                             

ISRAEL: Intervention des Vorstandes 31. Juli 2012:  Der palästinensische Verwaltungshäftling Samer al-Barq ist am 27. Februar erneut in den Hungerstreik getreten. Er protestiert damit dagegen, dass seine Verwaltungshaft um weitere drei Monate verlängert wurde, obwohl die israelischen Behörden zuvor seine Freilassung zugesichert hatten. Berichten zufolge wird er derzeit im Hadarim-Gefängnis in Einzelhaft festgehalten. Zwei seiner Familienangehörigen durften ihn am 12. März nicht besuchen, wahrscheinlich will man ihn so für seinen erneuten Hungerstreik bestrafen.  (Quelle: ai 22.3.2013)

IRAN: GB Februar 2013: Die Todesurteile gegen Mohammad Ali Amouri, Sayed Jaber Alboshoka und sein Bruder Saced Mokhtar Alboshoka sowie die Lehrer Hashem Sha'bani Amouri und Hadi Rashidi sind am 9. Januar 2013 vom Obersten Gerichtshofs bestätigt worden. Sie sind Angehörige der Ahwazi, einer arabischen Minderheit im Iran. Jetzt protestieren sie mit einem Hungerstreik gegen diese Entscheidung. Sie protestieren so gleichzeitig auch dagegen, dass man sie im Karoun-Gefängnis foltert und anderweitig misshandelt und dass die Gefängnisbehörden ihnen die medizinische Behandlung verweigern. Einige ihrer Erkrankungen sind möglicherweise die Folge von in der Vergangenheit erlittenen Folterungen und anderen Misshandlungen.    (Quelle: ai 26.3.2013)

PAKISTAN: Am 16. April 2013 wurde zum fünften Mal der Roland Berger Preis für Menschenwürde verliehen. Der Preis ging neben der indischen Frauenrechtsorganisation "Jagori" auch an das "Afghan Women's Network" und an die pakistanische Rechtsanwältin Dr. Asma Jahangir.
Für Frau Dr. Asma Jahangir haben wir uns bereits im Mai und Juli 1999; im November 2007 sowie im Juni 2012 eingesetzt. Ebenso unterstützten wir 1997 den Vorschlag von Misereor und der Deutschen Kommission Justitia et Pax für den Menschenrechtspreis des Deutscher Richterbundes für Frau Dr. Asma Jahangir.
Sie ist eine bekannte pakistanische Anwältin und Menschenrechtlerin, die sich seit mehr als 30 Jahren als unermüdliche Kritikerin des Militärs und des religiösen Extremismus für den Schutz der Menschenwürde in Pakistan engagiert. Sie gilt als eine der bedeutendsten Stimmen für die Rechte der Frauen in ihrer Gesellschaft. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.rolandbergerstiftung.org

 

ACAT-intern

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Wien + 20: Die Menschenrechte sind – und bleiben – unteilbar!
1993, kurz nach der weltpolitischen „Wende“, fand in Wien die Menschenrechtskonferenz statt, die maßgebend wurde für die Zukunft der Politik weltweit. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen, u. a. auch die ACAT, haben damals die Politik unter Druck gesetzt, damit in Zukunft bei jedem politischen Handeln menschenrechtliche Aspekte berücksichtigt werden.
Nach 20 Jahren wurde – veranstaltet vom Forum Menschenrechte und dem deutschen Institut für Menschenrechte – auf einer Konferenz in Berlin Bilanz gezogen.
4 Aspekte wurden dabei besonders in den Blick genommen:

  • Soziale Menschenrechte – unabdingbar für die Menschenwürde
  • Auftrag nicht angenommen – der Einsatz gegen Rassismus seit Wien
  • Flüchtlingsschutz ist Menschenrechtsschutz
  • Frauenrechte sind Menschenrechte: Die besondere Rolle von Frauen in Kriegs- und Krisengebieten.

Außerdem wurden die Generalsekretäre der Bundestagsparteien eingeladen, um über „Menschenrechte als Leitprinzip der Politik“ zu sprechen.
Ein kurzes Fazit: Der Druck der Nichtregierungsorganisationen auf die Politik darf nicht nachlassen. Unser Einsatz, z.B. mit Briefaktionen, bleibt unverzichtbar.
Näheres über die Konferenz unter: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/startseite.html oder http://www.forum-menschenrechte.de/1/aktuelles/aktuelles-start.html    (Wolfgang Bentrup)

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Evangelischer Kirchentag in Hamburg vom 1.-5. Mai 2013: Ein  geselliges  ACAT-Treffen findet am Freitag, 03.05.13, ab 19:30, im Restaurant "Sprinkenhof", Burchardstr. 8 statt. Es liegt in der City südlich des Hauptbahnhofs zwischen den U-Bahn-Stationen 'Steinstraße' und 'Messberg'.  Alle sind dazu - auch mit Anhang - herzlich eingeladen.  (Frank Boungard)

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Die nächtliche Gebetswache zum internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer wird in diesem Jahr in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni unter dem Psalmwort: „Licht ist die Nacht wie der Tag“ (nach Psalm 139 (138) 12) stattfinden. Wir freuen uns, wenn Sie sich durch Gebet, Aktion und Eintragung ins Internet beteiligen können. Die Homepage: http://www.naechtlichegebetswache.com/ wird Anfang Mai zugängig sein. Dort und auf unserer Homepage: http://www.acat-deutschland.de/ können Sie Informationen und Materialien herunterladen. Auch können Sie diese Materialien in der Geschäftsstelle anfordern.

 

Aus der FIACAT:

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Zentralafrikanische Republik (ZAR): FIACAT und ACAT-ZAR verlangen Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung

Im Zuge der Machtübernahme in der ZAR durch die Rebellenbewegung Séléka am 24. März 2013 ist die dortige ACAT Zeuge umfänglicher Plünderungen und Gewalttaten geworden. Mitglieder der Séléka seien von Haus zu Haus gezogen und hätten die Bewohner ihrer Habseligkeiten beraubt. Vielen Opfern der Plünderungen sei mit Vergewaltigung gedroht worden.
Am 6. April versammelten sich in der drittgrößten Stadt des Landes Berberati Menschen zu friedlichen Kundgebungen gegen die Übergriffe. Dabei wurden zahlreiche Menschen getötet. Ebenso sind viele Personen verletzt worden, als die Séléka-Einheiten das Feuer auf die Demonstranten eröffneten.

FIACAT und ACAT-ZAR fordern das sofortige Ende aller Menschenrechtsverletzungen und Plünderungen, die rasche Wiederherstellung der in der Verfassung vorgesehenen Institutionen und den in Friedensvereinbarungen vom Januar 2013 vorgesehenen Ausbau des Rechtsstaats.


Todesstrafe:

arrow32pxAnlässlich der Exekution von sechs Menschen in Taiwan am 19. April 13 erklärt die Europaabgeordnete Barbara Lochbihler, Vorsitzende des Menschenrechtsausschuss des EP:  
"Ich verurteile die derzeitigen Hinrichtungen auf das Schärfste. Sechs Menschen aus vier Gefängnissen in Taiwan, Taipai, Taichung, Tainan und Hualien wurden heute exekutiert. Hinrichtungen sind kein Mittel der Justiz, sondern Vergeltung. Es gibt keine stichhaltigen Beweise dafür, dass die Todesstrafe eine effektivere Abschreckung mit sich bringt, als eine langjährige Gefängnishaft. Länder mit einer gesetzlich festgelegten Todesstrafe haben nachweislich keine geringere Kriminalitäts- bzw. Mordrate als andere Länder. Daher muss die taiwanesische Regierung andere Wege wählen, um Straftäter zur Rechenschaft zu ziehen.
Das Europäische Parlament verurteilt die Todesstrafe. Die Abschaffung der Hinrichtung ist eine unserer Prioritäten in der Menschenrechtspolitik. Ich wiederhole den Aufruf des EP an die taiwanesische Regierung, die Todesstrafe so schnell wie möglich abzuschaffen und schlage die umgehende Einführung eines Hinrichtungsmoratoriums vor."

Am 26.4. erfuhren wir von der Vollstreckung von zwei Todesurteilen in Japan. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning u.a. dazu: „Ich bin bestürzt, dass Japan erneut zwei Menschen hingerichtet hat.“     (Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Meldungen/2013/130426-MRHH_Japan.html )




Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:
Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein.

10. – 12.05.2018 auf der Kirchenmeile (Schlossplatz, Stand-Nr. HW-38). Unser Stand ist leicht über den Eingang Gerichtsstraße zu erreichen, befindet sich im Bereich „Hilfswerke und Globale Verantwortung“, Areal „Süd“ der Kirchenmeile.

11.05.2018 um 8:00 Uhr Morgengebet, Euthymia-Kapelle, Loerstraße, Stadtzentrum
Bei beiden Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich willkommen, wir freuen uns über jeden, der seine Solidarität mit unseren Anliegen auch auf diese Weise und an diesem Ort zum Ausdruck bringt!!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/