ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Freilassungen und Weiterentwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern / Februar 2013

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Ägypten:

Alber Saber Sayad
Blogger

GB Dezember 2012

Bahrain: Sayed Y. AlMuhafdhah
kommissarischer Vizepräsident des 'Bahrain Centre for Human Rights'

Int. VS 13.11.2012 und 27.12.2012
Sudan: Jalila Khamis Koko
Lehrerin und Aktivistin
DA 07/12 und GB April 2012

 


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

SAUDI-ARABIEN: GB Aug. 07 und Juli/Aug. 2012; Int. VS Nov. 10, ACAT-Aktuell März 2011 und Juli 2011: Am 9. Jan. 2013 wurde Frau Rizana Nafeek, zum angeblichen Tatzeitraum minderjährige Hausangestellte aus Sri Lanka, durch Enthauptung hingerichtet.  (Quelle: ai)

IRAN: Die Menschenrechtlerin, Frau Mansoureh Behkish, deren Freilassung wir in ACAT-Aktuell Aug. 2011 vermeldeten, wurde zu einer 6-monatigen Haft verurteilt. Sie soll diese bis zum 29. Jan. im Evin-Gefängnis antreten.

IRAN: Die iranische Anwältin Nasrin Sotoudeh beendete am 4.12. nach einer Intervention iranischer Parlamentarier ihren 49 Tage dauernden Hungerstreik. Zwar soll das ihrer 13-jährigen Tochter auferlegte Reiseverbot aufgehoben, sie selbst bleibt aber weiterhin in Haft und durfte von ihrem Mann und ihren Kindern besucht werden. Ihr Gesundheitszustand hat sich während ihres Hungerstreiks stark verschlechtert. (DA 10/2010 Int. VS 8.9. / 9.11. / 21.12.2010 und 12.1.2011 und ACAT-Aktuell Febr. 2011, Nov. und Dez. 2012)

DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO: ACAT-Aktuell März und Sept. 2009 und GB Okt. 09: Der kongolesische Menschenrechtsverteidiger Golden Misabiko soll sich seit Mitte November 2012 in Haft befinden. Er wurde bereits in den letzten Jahren mehrmals verhaftet und inhaftiert. Er war zudem Zielscheibe von Drohungen. (Quelle: ACAT-Schweiz)

CHINA: Nach Monaten der Ungewissheit gibt es wieder ein Lebenszeichen des Menschenrechtsanwalts Gao Zhisheng. Sein Bruder und sein Schwiegervater konnten ihn am 12. Januar 2013 für eine halbe Stunde im Gefängnis besuchen. Sie durften aber keine Fragen zu den Haftbedingungen stellen. Gaos Familie war Ende 2012 erneut in großer Sorge um sein Leben, da sie einen gefälscht erscheinenden Brief erhalten hatte, in dem er gebeten haben soll, ihn nicht zu besuchen. (zuletzt DA Jan 2012 und ACAT-Aktuell Febr.und Dez 2012):

Briefe schreiben - Hoffnung schenken - Vorstandsinterventionen im Jahre 2012

Im Namen des Vorstandes schrieben Frau Katja Opitz, Hattingen und Frau Anne Silkenat-Grahe, Essen
160 Interventionen in 37 Länder.

In diesem Zeitraum erfuhren wir von  56 Freilassungen aus 2012

und von 6 weiteren Freilassungen, die Vorstandsinterventionen aus den Vorjahren betrafen.

Aserbaidschan

3

 

Kambodscha

6

 

Philippinen

8

Bahrain

7

 

Kamerun

1

 

Republik Moldau

1

Bangladesch

5

 

Kirgisistan

2

 

Russische Föderation

9

Belarus

5

 

Kolumbien

18

 

Simbabwe

4

Chile

1

 

Kuba

4

 

Sri Lanka

5

China

9

 

Malaysia

1

 

Sudan

3

Ecuador

1

 

Malediven

1

 

Syrien

4

Gambia

2

 

Mauretanien

1

 

Tadschikistan

2

Guatemala

1

 

Mexiko

17

 

Thailand

1

Honduras

4

 

Nepal

3

 

Türkei

5

Indien

5

 

Pakistan

2

 

Venezuela

2

Iran

7

 

Peru

2

 

Vietnam

3

Israel

5

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen von 22 Dringlichkeitsaktionen in 16 Ländern im Jahre 2012

erfuhren wir von  12 Freilassungen aus: Ägypten – Kuba – Mauretanien – Sudan – Usbekistan und

5 weiteren Freilassungen, die Dringlichkeitsaktionen aus den Vorjahren betrafen.

 

ACAT-intern

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Bisher geplante Veranstaltungen der ACAT im Jahr 2013:
- Evangelischer Kirchentag in Hamburg vom 1.-5. Mai 2013: ACAT wird mit einem Stand vertreten sein und das Politische Nachtgebet, zusammen mit Amnesty International, am Samstag, 4.05., 21.00 – 22.30 Uhr in
der Hauptkirche St. Trinitatis, Hamburg-Altona gestalten. Hauptredner werden Pierre Stutz aus der Schweiz und ein Flüchtling aus Ägypten, Maikel Nabil Sanad, sein.
- Tag der Folteropfer: 26. Juni 2013
- Friedensgebet in der Nikolaikirche Leipzig: 8 Juli 2013
- Tagung im Franz-Hitze-Haus, Münster, zum Thema: Ein Gott der Gerechtigkeit und des Rechts - Im Spannungsfeld von Mystik und Politik am 6./7. Sept. 2013
Von Dietrich Bonhoeffer ist das Wort überliefert: „Nur wer für die Juden schreit, darf gregorianisch singen“. Gruppen und Gemeinden die sich für  Gerechtigkeit, Menschenwürde und Frieden einsetzen, stehen nicht selten in der Auseinandersetzung  und Spannung von Mystik und Politik, Kontemplation und – oder  Aktion. Das Evangelium spricht eindeutig  und entschieden für die Befreiung und Befriedung des ganzen Menschen. Es gibt Antwort  auf die Sehnsucht des Menschen nach Freiheit, Friede und Gerechtigkeit. Wie politisch darf oder muss dann Theologie sein?

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In der nächsten Vorstandssitzung beschäftigen wir uns mit dem Thema: „Gebetsblatt“.
In unseren monatlichen Gebetsblättern stellen wir das Schicksal von Menschen vor, die aktuell von Verfolgung und Folter bzw. durch die Todesstrafe bedroht sind. Die vorgeschlagenen Gebete werden nach unseren Informationen auf unterschiedliche Art und Weise genutzt.

  • So wissen wir, dass einzelne Mitglieder jeweils einen Gebetsvorschlag in ihr tägliches Gebet integrieren.
  • In manchen Gemeinden findet ein regelmäßiges ACAT-Monatsgebet statt.
  • Klösterliche Gemeinschaften nehmen die Gebete in ihren täglichen Rhythmus auf.
  • Ein Vorstandsmitglied gestaltet Gebetskärtchen, auf denen jeweils ein Schicksal dargestellt wird und in Gemeinden zur Mitnahme ausgelegt wird.
  • In einer (fusionierten) Gemeinde wurde erreicht, dass seit einem Jahr in jedem Sonntagsgottesdienst ein Schicksal des Gebetsblattes in den Fürbittkanon aufgenommen wird.
  • In einigen Kirchen werden die Gebetsvorschläge auf einer Plakatwand veröffentlicht.

Wir interessieren uns dafür, wie Sie das Gebetsblatt nutzen und sind auch dankbar für Anregungen, Kritik und Änderungsvorschläge.      

 

Aus der FIACAT
Die auch von der deutschen ACAT und vom deutschen Auswärtigen Amt unterstützte Aktion der FIACAT zur Ab­schaffung der Todesstrafe in Afrika ist sehr gut angelaufen:
Vom 12. bis zum 14. November 2012 veranstaltete die Internationale Föderation der Christen zur Abschaffung der Folter (FIACAT), in Partnerschaft mit ACAT-Senegal, ein regionales Seminar zur Abschaffung der Todesstrafe im westlichen Afrika. Diese Veranstaltung innerhalb eines dreijährigen Projektes von FIACAT wurde im Wesentlichen vom deutschen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten finanziert.
Im ausführlichen Bericht über das Seminar, der in der Geschäftsstelle angefordert werden kann, heißt es u.a.:
19 Mitglieder der ACAT-Organisationen westliches Afrika haben nationale Aktionspläne ausgearbeitet, die es ihnen ermöglichen, eine Abschaffung der Todesstrafe in ihrem jeweiligen Land anzustreben.
Die Aktionen betreffen in erster Linie die Sensibilisierung der religiösen und traditionellen Anführer, sowie der Medien, das Eintreten bei den politischen Entscheidungsträgern und die Sensibilisierung der Bevölkerung, vor allem in den Schulen. Letzteres ist besonders wichtig, weil die öffentliche Meinung oft für die Beibehaltung bzw. sogar für die Einführung der Todesstrafe ist.


NEIN gegen den Freibrief zur Inhaftierung von Flüchtlingen!
Seit vielen Monaten kämpft PRO ASYL gegen die neue EU-Aufnahmerichtlinie für Asylsuchende, bei der es sich in Wahrheit um ein europaweites Programm zur massenhaften Inhaftierung von Flüchtlingen handelt.  Auch die Haft für geflohene minderjährige Kinder und Jugendliche wird in diesem Richtlinienentwurf ausdrücklich erlaubt. Die für den 16. Januar angesetzte Abstimmung über die Aufnahmerichtlinie im Europäischen Parlament wurde, auf Wunsch Deutschlands und sieben anderer Staaten, verschoben.
Nach dem Willen des EU-Rats soll nun die Richtlinie zusammen mit der Dublin-III-Verordnung, der Asylverfahrensrichtlinie und der Eurodac-Verordnung im Paket beschlossen werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage von Pro Asyl: http://www.proasyl.de/

Appellieren Sie an das EU-Parlament, mit NEIN gegen den Freibrief zur Inhaftierung von Flüchtlingen zu stimmen! http://flucht-ist-kein-verbrechen.de/index.php?id=1696

 

 

 

 

 

 

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier


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ACAT auf dem Katholikentag 2018 in Münster:
Wie schon sehr häufig, wird die ACAT auch in diesem Jahr wieder auf dem Katholikentag in Münster vertreten sein.

10. – 12.05.2018 auf der Kirchenmeile (Schlossplatz, Stand-Nr. HW-38). Unser Stand ist leicht über den Eingang Gerichtsstraße zu erreichen, befindet sich im Bereich „Hilfswerke und Globale Verantwortung“, Areal „Süd“ der Kirchenmeile.

11.05.2018 um 8:00 Uhr Morgengebet, Euthymia-Kapelle, Loerstraße, Stadtzentrum
Bei beiden Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich willkommen, wir freuen uns über jeden, der seine Solidarität mit unseren Anliegen auch auf diese Weise und an diesem Ort zum Ausdruck bringt!!

Der Katholikentag findet statt vom 09. - 13.05.2018 in Münster, mehr Informationen dazu unter https://www.katholikentag.de/