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Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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ACAT-News Januar 2013

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Freilassungen und Weiterentwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern / Januar 2013

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Kuba: 

Antonio Rodiles
Journalist

 

DA Dezember 2012

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

Kuba: Antonio Rodiles – DA Dez. 2012: Der Regierungskritiker ist bereits am 26.11.2012 nach 19 Tagen Untersuchungshaft freigelassen worden. Die Vorwürfe wegen „Widerstand gegen Staatsbedienstete“ wurden fallen gelassen. Man hat ihn jedoch gezwungen, eine „Verwaltungsgebühr“ von 800 Kubanischen Pesos (umgerechnet ca. 27 €) zu zahlen, was zwei durchschnittlichen Monatsgehältern entspricht. Der Journalist erhielt eine formale schriftliche Notiz mit dem Hinweis, dass ihm Haft und Strafverfolgung drohen, sollte er seinen Aktivismus fortsetzen. Er hat sich geweigert, das Dokument zu unterschreiben. Antonio Rodiles berichtet, dass bei seiner Festnahme etwa zehn Männer auf ihn losgegangen waren. Er wurde am Boden festgehalten und geschlagen und ebenfalls unter Schlägen zu einem Polizeifahrzeug gebracht. Er gab an, eine schwere Prellung am linken Auge und weitere Verletzungen am ganzen Körper erlitten zu haben.

BAHRAIN: Sayed Yousif  AlMuhafdhah, Stellvertretender Vorsitzender des Menschenrechtszentrums von Bahrain, dessen Freilassung wir in ACAT-Aktuell Dez. 2012 vermeldeten, wurde am 17. Dezember erneut verhaftet. Seine Tochter, Zainab Al-Khawaja, wurde am 9. Dezember inhaftiert, ihre Untersuchungshaft ist bereits zweimal verlängert worden. Sie wurde zudem in Zusammenhang mit früheren Vorwürfen wegen "Betreten eines Sperrgebiets" und der "Teilnahme an einer nicht genehmigten Versammlung" zu einem Monat Haft verurteilt. Dies ist ihre fünfte Inhaftierung seit Dezember 2011.

BAHRAIN: DA Juni 2012 und ACAT-Aktuell Juli/August und Sept. 2012: Die im August in erster Instanz gegen Nabeel Rajab, den Leiter des Menschenrechtszentrums von Bahrain, verhängte Freiheitsstrafe wurde im Berufungsverfahren von drei auf zwei Jahre verkürzt.

SYRIEN: Int.VS: 9.12.11 und 1.5.12; GB: Sept. 12; ACAT-Aktuell Juni und Sept. 12: Reporter ohne Grenzen ehrt den verschleppten syrischen Journalisten Mazen Darwish als Journalist des Jahres 2012. „Darwish hat sein Leben riskiert, um Menschenrechtsverletzungen in Syrien zu dokumentieren“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr in Berlin. Der Journalist wird seit Februar an einem unbekannten Ort gefangen gehalten. (Quelle:Pressemitteilung - Reporter-ohne-grenzen)

ASERBAIDSCHAN: Für 79 aserbaidschanische Häftlinge, darunter auch 12 politische Gefangene, öffneten sich kurz vor dem Jahreswechsel vorzeitig die Gefängnistore. Sie waren nach einem Erlass des aserbaidschanischen Präsidenten Ilcham Alijew vorzeitig begnadigt worden. Aserbaidschanische Menschenrechtler begrüßten die Freilassungen. Diese seien allerdings bei weitem nicht ausreichend. Insbesondere bedauern sie, dass Hilal Mammadov, (GB Okt. 2012) Menschenrechtler und Chefredakteur einer Zeitung der iranischsprachigen Minderheit der Talyshen, nach wie vor in Haft sei. (Quelle: Taz 3.1.2013)

 

ACAT-intern

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Wir danken allen, die die Arbeit der ACAT durch Briefe schreiben, Gebet und finanzielle Zuwendungen unterstützt haben. Die Spendenbescheinigungen werden Anfang Februar zum Versand kommen.

arrow32px Der ACAT-Flyer wurde neu aufgelegt und kann in der Geschäftsstelle angefordert werden. Es wäre sehr schön, wenn Sie mit diesem Flyer in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis oder in Gemeinden auf uns aufmerksam machen würden.

 

Aus der FIACAT
Die auch von der deutschen ACAT und vom deutschen Auswärtigen Amt unterstützte Aktion der FIACAT zur Abschaffung der Todesstrafe in Afrika ist sehr gut angelaufen. Ein erster Zwischenbericht ist uns auf französisch zugesandt worden und wird z.Zt. übersetzt. Wir hoffen, im Februar näheres darüber berichten zu können.

Weniger Todesurteile und Hinrichtungen in den USA

In den USA ist die Zahl der Todesurteile und Hinrichtungen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.
2012 seien 80 Menschen zum Tod verurteilt worden, 144 weniger als im Jahr 2000, heißt es in einem am 18.12.12 vorgelegten Bericht des Todesstrafen-Informationszentrums in Washington. Den Angaben zufolge wurden in diesem Jahr 43 Menschen hingerichtet, vor zwölf Jahren waren es noch 85 Häftlinge. Die höchste Zahl von Hinrichtungen verzeichnete in diesem Jahr Texas mit 13. Derzeit gibt es in 33 der 50 Bundesstaaten die Todesstrafe für Morde mit besonders schwerer Schuld, vor zwölf Jahren waren es noch 48 Staaten. Connecticut hat 2012 die Todesstrafe abgeschafft.
Im Bundesstaat Kalifornien scheiterte ein Volksbegehren zur Abschaffung nur knapp. 52 Prozent der Wähler hatten sich im November für eine Beibehaltung ausgesprochen. Das sei ein "dramatischer" Unterschied zu einem Referendum im Jahr 1978 in Kalifornien, hieß es. Damals hatten 71 Prozent für die Todesstrafe gestimmt.
Derzeit befürworten laut einer Umfrage 46 Prozent der US-Bürger die Todesstrafe bei besonders schweren Verbrechen. 47 Prozent plädieren für eine lebenslängliche Haft ohne Bewährungsmöglichkeiten als Höchststrafe. Latinos, Afro-Amerikaner, Frauen und junge Menschen lehnen die Todesstrafe mehrheitlich ab.

Quelle: 18.12.2012 | epd

 

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Freilassungen 2017

Die Zusammenstellung der Freilassungen 2017 erfüllt uns wieder mit großer Dankbarkeit und zeigt uns andererseits wie wichtig es ist, in unserer Arbeit und im Gebet nicht nachzulassen.


ACAT Jugendflyer

Der neue ACAT-Jugendflyer ist ab sofort zum Download verfügbar.