ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Dezember 2020

 

Freigelassen:

 

Iran: Nasrin Sotoudeh u.a. VS 29.01.19, DA u.a. 10/20

Venezuela: Gilber Caro

DA 11/19

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 




arrow32pxLiebe Mitglieder und UnterstützerInnen der ACAT,
das zurückliegende Jahr brachte mit der Pandemie ungeahnte Herausforderungen für uns alle.
Im Sommer mussten wir zudem Abschied nehmen von unserer Gründungsvorsitzenden, Frau Magdalena Marx. Der Einsatz für die Menschenwürde war der Mittelpunkt ihres Glaubens. Magdalena Marx hat sich dem Leid der Gefolterten zugewandt. In ihrer Kindheit musste sie selbst die Unmenschlichkeit des Zweiten Weltkriegs erleben. Magdalena Marx ließ sich Zeit ihres Lebens von dem Unrecht erschüttern, das Menschen einander antun. Dennoch blickte sie durch ihr Vertrauen auf Gott mit einer gewissen Gelassenheit und Zuversicht auf die Welt. 
Gerade in Anbetracht der Pandemie und der fortdauernden globalen Krisen hoffen wir, von dieser Zuversicht inspiriert und begleitet zu werden.
Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir gesegnete Weihnachten und einen friedlichen Jahreswechsel. Wir danken für Ihren vielfältigen Einsatz für die Menschenrechte und grüßen Sie herzlich,
der Vorstand und die Geschäftsstelle der ACAT Deutschland

 

Aktuelle Entwicklungen:


arrow32pxVenezuela – Am 31. August kündigten die Behörden in Venezuela eine Begnadigung von 110 Gefangenen an. Viele der unter Auflagen Freigelassenen haben mittlerweile bei ausländischen Botschaften Schutz gesucht oder sind aus dem Land geflüchtet. Unter den 110 Begnadigten befinden sich mehrere gewaltlose politische Gefangene. So zum Beispiel der Gewerkschafter Rubén González, der politische Aktivist Nicmer Evans und die Parlamentarier Gilber Caro und Renzo Prieto. 
Die Freilassung von Maury Carrero haben wir bereits in ACAT Aktuell Oktober gemeldet.
Maury Carrero wurde schon am 2. September, zusammen mit den anderen über 100 Gefangenen, die Präsident Nicolás Maduro begnadigt hatte, bedingungslos freigelassen. Auch wenn der Beginn unserer Briefaktion mit ihrer später bekannt gewordenen Freilassung zusammenfiel, ist zu hoffen, dass unser Appell der Regierung Venezuelas zeigt, dass die Menschenrechtslage im Ausland beobachtet wird.
Die Mutter sowie Bekannte von Maury Carrero haben sich bei Amnesty gemeldet, um sich bei allen UnterstützerInnnen für ihre Aktionen und Solidarität zu bedanken.

 

arrow32pxBurundi – Das Oberste Gericht Burundis hat am 20. Juni 2020 das Urteil des Berufungsgerichts kassiert, welches den Menschenrechtsaktivisten und ehemaligen Buchhalter der ACAT-Burundi Germain Rukuki (zuletzt DA 15/19) zu 32 Jahren Haft verurteilt hatte. Germain Rukuki ist weiter inhaftiert, erhält jedoch ein neues Verfahren von dem Berufungsgericht in anderer Zusammensetzung. Am 22. Juli 2019 hatte das Gericht von Ntahangwa (Bujumbura) in zweiter Instanz die im April 2018 verhängte Gefängnisstrafe bestätigt. Germain Rukuki war wegen seiner Arbeit für ACAT-Burundi unter dem Vorwurf der „Rebellion“, „Gefährdung der nationalen Sicherheit“, „Beteiligung an einer Aufstandsbewegung“ und „Angriff gegen das Staatsoberhaupt“ verurteilt worden. Das Verfahren war von schwerwiegenden Mängeln geprägt. Quellen: FIACAT / ACAT-Burundi

 

arrow32pxBriefrücksendungen aus Venezuela / DA September 2020
Mehrere Mitglieder teilten mit, dass sie Briefe an den Präsidenten von Venezuela zurückerhalten haben. Zum Zeitpunkt der Aktion waren keine Einschränkungen des Postverkehrs bekannt. Auch die Adressangaben waren korrekt. Inzwischen ist der Postverkehr nach Venezuela jedoch unterbrochen. Da die betreffende Gefangene Maury Carrero (s.o.) bereits freigelassen worden ist, sollten keine erneuten Sendungsversuche an die Regierung oder an die Botschaft unternommen werden.

 

arrow32pxTermin Online-Gebet im Dezember
Nachdem der erste Termin zum gemeinsamen Beten online gut angenommen wurde, wollen wir nun versuchen, jeden Monat einen Termin dafür anzubieten. Wir treffen uns online am Donnerstag, 10.12.2020 um 19 Uhr. Für eine Anmeldung bitte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren.

 

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Gefängnisprojekt der FIACAT
Im Frühjahr 2020 haben wir in einem Spendenaufruf das Projekt mehrerer afrikanischer ACATs und der FIACAT gegen missbräuchliche Untersuchungshaft ausführlich vorgestellt. Der Aufruf fand ein überwältigendes Echo.
Die Corona-Pandemie hat auch die Situation von Häftlingen erschwert und sie erheblichen Gefahren ausgesetzt aufgrund der Überbelegung der Gefängnisse und der hygienischen Bedingungen.
Während der Hochphase der Ausbreitung des Corona-Virus mussten die ACATs ihre Gefängnisbesuche unterbrechen. Dies führte jedoch nicht dazu, dass geplante Aktivitäten gänzlich aufgegeben werden mussten. Die Besuche wurden nun in allen Ländern wieder aufgenommen. Positiv ist, dass ACAT-Kongo nun die Erlaubnis für Besuche für ein ganzes Jahr erhalten hat, nachdem sie zuvor diese alle drei Monate erneuern musste.
In drei Ländern haben die ACATs sich mit Behörden, Gefängnisverwaltung und Justiz getroffen, um Präventionsmaßnahmen abzustimmen. Auch wenn der Schwerpunkt nicht auf humanitärer Hilfe liegt, versorgen die ACATs Gefangene in Rücksprache mit der Verwaltung mit Hilfsgütern zum Schutz vor dem Virus.
Während der Pandemie konnten Gerichte nur langsam arbeiten, sodass ein Rückstand an Durchführungen von Verfahren entstanden ist. Die ACATs haben gegenüber den Behörden jedoch kontinuierlich auf die Gefahr hingewiesen, dass sich das Corona-Virus aufgrund der Überbelegung  in Haftanstalten ausbreiten kann. Infolgedessen haben die Behörden zahlreiche Gefangene freigelassen.

Bei Interesse, das FIACAT-Gefängnisprojekt zu unterstützen, können Zuwendungen an die FIACAT weiterhin über folgende Bankverbindung übermittelt werden:
ACAT Deutschland e.V.,    Sparkasse Westmünsterland,    IBAN: DE66 4015 4530 0000 0086 64
BIC: WELADE3WXXX,    Verwendungszweck: „FIACAT Projekt 2020“

 

arrow32pxGespräch mit Auswärtigem Amt über Menschenrechtslage in Vietnam
Der Bundesverband der Vietnamesischen Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland hat gerade wegen der durch die Pandemie noch schwieriger gewordenen Situation für die Gewissensgefangenen in Vietnam darum gebeten, sich bei einem online-Treffen mit einer Mitarbeiterin des Außenministeriums über die Menschenrechtslage in Vietnam auszutauschen. Die teilnehmenden Organisationen waren die Bruderschaft für Demokratie, Viet Tan und ACAT Deutschland.
Zwei ehrenamtlich Aktive der ACAT haben auf die Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Prozess gegen Bewohner von Dong Tam hingewiesen und Fälle von anderen Inhaftierten oder zum Tode Verurteilten dargestellt. Viet Tan-Sprecher Hoang Tu Duy berichtete über den massiven Druck seitens der vietnamesischen Machthaber mithilfe des sogenannten Internetsicherheitsgesetzes auf Blogger.  Der prominente Menschenrechtsanwalt Nguyen Van Dai, Referent beim ACAT-Seminar in Schwerte, benannte drei konkrete Fälle, für die er um öffentliche Aufmerksamkeit und Unterstützung seitens des Außenministeriums warb. Außerdem informierte er darüber, dass der vietnamesische Geheimdienst ihn weiterhin in Deutschland observieren lässt und indirekt Druck auf seine Menschenrechtsaktivitäten im Netz ausübt.

 

arrow32pxVersandtermin im Januar
Die kommende Monatssendung wird am 08.01. versendet werden.

 

 




 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

 Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 25./26. Juni

Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Einen exemplarischen Ablaufplan für die Nächtliche Gebetswache, erstellt von der Essener Gruppe, finden sie hier.