ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Juli/August 2022

 

Freigelassen:

 

Ägypten Mohamed Salah DA 20/20, DA 08/21

 


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 


arrow32pxACAT Online-Gebetstreffen
Die nächsten Online-Gebetstreffen finden am 21. Juli und am 22. August - jeweils um 20.00 Uhr statt. Teilnehmende an bisherigen Treffen erhalten eine Benachrichtigung per Email, wenn ein Gebet stattfindet. Wenn Sie grundsätzlich an einer Teilnahme interessiert sind und über anstehende Termine informiert werden möchten, melden Sie sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.



Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxÄgypten – Am 24. April wurde der Journalist Mohamed Salah von den ägyptischen Behörden freigelassen. Er war fast zweieinhalb Jahre willkürlich und ohne Gerichtsverfahren inhaftiert, allein aufgrund der friedlichen Ausübung seiner Menschenrechte festgehalten. In einem Schreiben bedankt sich Mohamed Salah für die Solidarität: „Ich schreibe diese Zeilen als freier Mann, nachdem ich zwei Jahre und fünf Monate im Gefängnis verbringen musste. In dieser Zeit habt ihr euch auf jede erdenkliche Weise für mich eingesetzt; und nicht nur für mich, sondern auch für andere, die aufgrund ihrer Ansichten inhaftiert waren. Ich danke euch allen für die kontinuierliche Unterstützung und die Urgent Actions für meine Freilassung. Ihr habt uns eine Stimme gegeben. Und ihr könnt diese ehrenhafte und ehrliche Arbeit fortführen, indem ihr euch weiterhin für die Freiheit aller Menschen einsetzt, insbesondere für gewaltlose politische Gefangene.“ Quelle: Amnesty International

 

arrow32pxBuchvorstellung „Drachenjahre“ von Robert Rother, in Eisenach
Am 17. Mai 2022 lud die Evangelische Akademie Thüringen zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Stiftung Lutherhaus Eisenach und ACAT zu einer Lesung in die Nikolaikirche in Eisenach ein. Der Autor Robert Rother las aus seinem Buch Drachenjahre – Wie ich 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis überlebte (erschienen im Frühjahr 2020 im Edel Books-Verlag). Er berichtet in seinem Buch von seiner Zeit als Gefangener im chinesischen Gefängnis Dongguan im Süden Chinas, wo er Zwangsarbeit, systematische Demütigung, Folter und Isolation erlebte. Ende 2018 wurde er endlich aus dem Gefängnis entlassen und konnte nach Deutschland zurückkehren. 
Dr. Sebastian Kranich, Direktor der Evangelischen Akademie Thüringen, sowie Magdalena Fleischer, Vorstandsmitglied der ACAT-Deutschland e.V., als Mitveranstalterin dieser Lesung, begrüßten den Autor und die Gäste in der romanischen Nikolaikirche im Herzen Eisenachs. 
Robert Rother gab offen Auskunft über sein „Leben auf der Überholspur“ im Süden Chinas: von 2004 bis Mai 2011 lebte er in Saus und Braus. Mit Finanzgeschäften verdiente er in China sehr viel Geld, stieg in die High Society auf und bewegte sich in den exklusiven Clubs der Reichen.
Eine Klage brachte Rother plötzlich in Untersuchungshaft. In einem Gerichtsprozess wurde er zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt. In dieser Zeit erlebte Rother unmenschliche Haftbedingungen, Zwangsarbeit, Vorenthaltung medizinischer Versorgung, Willkür seitens des Gefängnispersonals sowie Folter bei Widerworten.
Sein Buch ist ein mutiges und lesenswertes Zeugnis über systematische Menschenrechtsverletzungen in chinesischen Gefängnissen. Auf die Frage, inwiefern der Einsatz von ACAT Deutschland etwas bewirkt habe, entgegnete er: „Ich wusste damals nicht, dass ACAT eingeschaltet war. Erst zurück in Deutschland erschloss sich mir die Forderung eines Verantwortlichen, gefälligst dafür zu sorgen, dass das mit diesen dauernden Briefen aufhöre, die nur den Arbeitsalltag durcheinanderbrächten.“
Ist das keine deutliche Bestätigung, liebe Mitstreiter*innen, dass unsere Proteste wirken; sie nicht im Sande verlaufen, sondern Sand im Getriebe sind?  (Bernward Credo und Magdalena Fleischer)

 

 

arrow32pxHäftlinge in Europa: Mehr als ein Fünftel befindet sich in Untersuchungshaft
Laut einer Untersuchung des „european data journalism network“, einem Netzwerk unabhängiger Medien, befand sich mehr als eine von fünf Personen in europäischen Gefängnissen Anfang 2021 in Untersuchungshaft. Diese Gefangenen warteten demnach auf ihren Prozess oder das Ergebnis eines Berufungsverfahrens. Zwischen den einzelnen europäischen Ländern gebe es große Unterschiede.
In den Niederlanden befinde sich fast die Hälfte der Inhaftierten in Untersuchungshaft. Die große Mehrheit habe noch nicht einmal ein erstes Verfahren hinter sich.
In Deutschland haben der Studie zufolge unter Berufung auf den Europarat 20,7% der Häftlinge noch kein rechtskräftiges Urteil, dies seien ca. 12.000 von insgesamt etwa 59.000 Häftlingen.
In Deutschland beispielsweise müsse die Dauer der Untersuchungshaft in einem angemessenen Verhältnis zu der möglichen Strafe bei einer endgültigen Verurteilung stehen. Trotzdem hätten laut Statistik der Bundesanwaltschaft 9 % der in Deutschland Verurteilten mehr Zeit in Untersuchungshaft verbracht, als bei einer endgültigen Verurteilung zu erwarten wäre.
Vanessa Michel, Rechtsexpertin beim Secular Aid Service for Litigants and Victims (SLAJ-V), kommentiert, der plötzliche Eintritt ins Gefängnis sei (in Europa) wie der Eintritt in „ein Paralleluniversum, in dem die Zeit stillsteht. Die Zeit bleibt stehen und alles wird auf den Kopf gestellt“. Für sie ist die Untersuchungshaft „tote Zeit“. In den meisten Fällen gebe es in der Untersuchungshaft keine Pläne zur sozialen Integration, keine Aufgaben zur Beschäftigung mit der Zeit oder psychologische oder psychiatrische Betreuung. Viele Menschen in Untersuchungshaft verbrächten 23 Stunden am Tag in ihrer Zelle und hätten kaum oder gar keinen Kontakt zur Außenwelt. Außerdem seien sie einer enormen Unsicherheit ausgesetzt. Der ausführliche Artikel ist auf Englisch zu lesen unter:
https://www.europeandatajournalism.eu/eng/News/Data-news/One-in-five-people-in-EU-prisons-are-in-pretrial-detention?mc_cid=51f2d8fde8&mc_eid=015490db85

 

arrow32pxVietnamesische Community in Deutschland begeht Nationaltrauertag und trauert mit der Ukraine
Der Bundesverband der vietnamesischen Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland hat am 30.4.2022 den 47. Nationaltrauertag in Berlin veranstaltet. Angesichts des brutalen Angriffskrieges von Putin gegen die Ukraine beschloss der Vorstand, die diesjährige Gedenkfeier auch dazu zu nutzen, andere Nicht-Regierungsorganisationen und Politiker*innen einzuladen, für die Ukraine mitzubeten und zu protestieren. Der Einladung gefolgt sind u.a. die Allianz Ukrainischer Organisationen, die Gesellschaft für bedrohte Völker und ACAT Deutschland. MdB Renate Künast und der ehemalige Berichterstatter zu Südostasien im Menschenrechtsausschuss des Bundestags, Martin Patzelt, hatten Grußworte übermittelt. ACAT, vertreten durch ein Mitglied des Vorstands und weitere Aktive, erinnerte in einem Grußwort daran, dass in Russland tausende Menschen verhaftet wurden, die gegen den Krieg protestiert haben. Nach der Gedenkfeier am Brandenburger Tor, die durch laute Musik und Lärm von Demonstrierenden für die Politik Russlands und Chinas gestört wurde, ging es einige hundert Meter weiter Richtung Bundestag, wo die Allianz Ukrainischer Organisationen eine Großkundgebung abhielt, um auf die dramatische Lage in Mariupol aufmerksam zu machen. Die Teilnehmenden der vietnamesischen Gedenkfeier begaben sich dazu und setzten damit ein Zeichen der Verbundenheit und der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine!

 

arrow32pxACAT Seminar und Mitgliederversammlung
Im Juni wurden Einladungen zum Seminar und zur Mitgliederversammlung in der Katholischen Akadamie Schwerte vom 30.09. bis 02.10.2022 per Post verschickt.

 

arrow32pxVersandtermine und Urlaubszeiten der ACAT Geschäftsstelle
Die aktuelle Sendung ist für die Monate Juli und August 2022
Die Versandtermine für die kommenden Monate sind: 31.08., 30.09., 28.10., 30.11., 06.01.2023
Von Freitag, 01.07., bis einschließlich Freitag, 22.07.2022, ist die ACAT-Geschäftsstelle nicht besetzt. Kontaktaufnahme per Mail ist aber auch während dieser Zeit weiterhin möglich. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass Anfragen ggf. nicht unmittelbar beantwortet werden können.

 

 



Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

 

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Was Sie tun können


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 25./26. Juni

Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Einen exemplarischen Ablaufplan für die Nächtliche Gebetswache, erstellt von der Essener Gruppe, finden sie hier.
 
 

 

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SAVE THE DATE  
Herbst-Tagung
„Menschenwürde im Schatten von Armut und Neoliberalismus – mit Blick auf Lateinamerika“
ACAT-Tagung in der Katholischen Akademie Schwerte vom 30.09. bis 01.10.2022 mit anschließender Mitgliederversammlung am Sonntagvormittag

Weitere Informationen


Drachenjahre - 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis


Buchvorstellung am 17. Mai 2022, 19.00 Uhr, Nikolaikirche Eisenach
Weitere Informationen

 

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Bericht vom Katholikentag
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