ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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September 2021

 

Freigelassen:

 

Burundi Germain Rukuki
u.a. GB Mai 2019, Int.VS 4.9.17, DA 15/19

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 




arrow32pxACAT Online-Gebetstreffen
Das Online-Gebetstreffen im September findet am Donnerstag, 23. September 2021, um 20 Uhr statt.
Wenn Sie grundsätzlich an einer Teilnahme interessiert sind und über anstehende Termine informiert werden möchten, melden Sie sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

 

 

Aktuelle Entwicklungen:


arrow32pxDie erschütternden Ereignisse in Afghanistan lösen Angst und Entsetzen aus, sie machen ohnmächtig und sprachlos. Für die Menschen in dem geschundenen Land herrscht neben der humanitären Notlage nun die Furcht vor der erbarmungslosen Gewalt, insbesondere vor Folter – permanent und allgegenwärtig.
Selten werden uns die Grenzen des eigenen Handelns, unseres Einsatzes für die Menschenrechte, so drastisch vor Augen geführt wie heute. Dass die neuen Machthaber sich wirklich um ihr Ansehen im Ausland sorgen und deswegen die Menschenrechte mehr achten als früher, ist zu bezweifeln.
In diesem Moment bleiben wir umso mehr aufgerufen, die Stimme der gefolterten und erniedrigten Frauen, Kinder und Männer wahrzunehmen und im Gebet vor Gott zu tragen – ganz gleich, welcher Religion, Konfession oder Weltanschauung die Opfer angehören.
Der Theologe Fulbert Stefffensky schrieb 2008 einen Text zur Nächtlichen Gebetswache der ACAT, in dem er uns als ChristInnen eine Haltung hinsichtlich der Folter aufzeigte.
Rufen wir uns daher ein Zitat in Erinnerung (Hervorhebungen durch ACAT):
Die Folterung Christi ist noch nicht zu ihrem Ende gekommen. Sein Gesicht wird zerschlagen in jedem Schlag in die Gesichter von Menschen. Sein Rücken krümmt sich in jedem von Hieben gekrümmten Rücken. Darum sind die Arbeit und der Protest gegen die Folter nicht nur eine moralische Aufgabe. Es ist eine Sache des Glaubens. Höre ich den Schrei Christi im Schrei der vergewaltigten Frau? Sehe ich die Erniedrigung Christi in der Erniedrigung des Mannes (...)?“

 

arrow32pxACAT-Burundi: Germain Rukuki frei
Burundi – Am 30. Juni 2021 wurde ACAT-Menschenrechtsverteidiger Germain Rukuki nach fast 4 Jahren Gefangenschaft freigelassen. Das ACAT-Netzwerk hat diese Nachricht mit unendlicher Erleichterung vernommen.
Zuvor war Germain Rukukis Haftstrafe von 32 Jahren auf ein Jahr reduziert worden. Auch wenn seine Inhaftierung von Anfang an willkürlich war, der Gerichtsprozess durchgängig den Kriterien für ein faires Verfahren widersprach und ein vollständiger Freispruch angebracht gewesen wäre, ist die Freilassung ein Grund zur Freude. Die UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechtsverteidiger, Mary Lawlor, begrüßte die Freilassung. Sie verwies in einer Stellungnahme darauf, dass sie sich bei der Ständigen Vertretung Burundis bei den Vereinten Nationen für Germain Rukuki eingesetzt hatte. Auch würdigte sie sein Engagement: „Seine Arbeit fokussiert die Prävention von Folter, die Abschaffung der Todesstrafe und das Recht auf Gesundheit“.

Herzlichen Dank allen, die Germain Rukuki und ACAT Burundi in dieser schweren Zeit durch Gebete oder durch die Beteiligung an Briefaktionen unterstützt haben.

Eindrückliches Video von Amnesty International über Germain Rukuki vom Dezember 2020:
https://www.youtube.com/watch?v=yLgB3UhjaqA

 

 

arrow32pxACAT Seminar Neudietendorf (Nähe Erfurt) am 11. / 12. September 2021
„Menschenrechte unter Druck. Nur Vergangenheit in (ex-)sozialistischen Staaten?“
Aus der Programmbeschreibung der Evangelischen Akademie Neudietendorf:
Die „Militäroperation „Enduring Freedom“ in Afghanistan ist vorbei. Die Taliban haben wieder das Sagen. Und was ist jetzt mit den Menschenrechten?
Selten bekommen Tagungen solch eine Aktualität. Diese beginnt auf den Tag genau 20 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und thematisiert u.a. die Folter im „global war on terror“.
Sie beleuchtet aber auch die prinzipielle Frage nach ‚kollektiven‘ oder ‚individuellen‘ Menschenrechten und spannt den Bogen von der Menschenrechtslage im sozialistischen und heutigen Tschechien über die Nachwirkungen staatlicher Verfolgung und Entsolidarisierung in der DDR bis hin zu den Menschenrechten in Vietnam gestern und heute.
Abgerundet wird das Programm mit einem Abendkonzert des Arztes, Psychotherapeuten und Liedermachers Karl-Heinz Bomberg: „In mir steckt ein Schrei. Über Gefangensein und Befreiendes“.
Am Sonntag findet zudem ein ökumenischer Gottesdienst im Kirchensaal der Brüdergemeine Neudietendorf statt.“
Seien Sie herzlich zu dieser 24-Stunden-Tagung vom 11. bis 12. September 2021 ins Zinzendorfhaus Neudietendorf eingeladen.

Die Tagung kann unter den gegenwärtigen Hygiene-Bedingungen stattfinden. Beim Bewegen im Saal, im Haus, insbesondere bei geringen Abständen sollen Masken getragen werden. Am Platz besteht keine Maskenpflicht. Die Teilnehmenden erhalten über die aktuellen Bestimmungen kurz vor der Tagung noch einmal aktuelle Informationen.
Es sind noch Plätze frei.

Weitere Informationen lagen der Sendung Juli / August bei. Das Programm ist auch zu finden unter:
http://www.ev-akademie-thueringen.de/veranstaltungen/094-2021/

Die Akademie ist telefonisch erreichbar unter: 036202 / 984-19 


arrow32pxWelttag gegen die Todesstrafe / Gottesdienstablauf
Der diesjährige Welttag gegen die Todesstrafe am 10.10.2021 steht unter dem Motto „Zum Tode verurteilte Frauen – eine unsichtbare Wirklichkeit“.
Eine ACAT-Gruppe in Essen hat einen (katholischen) Gottesdienstablauf erstellt. Dieser kann in Kürze von unserer Website heruntergeladen oder über die Geschäftsstelle angefordert werden.

Weitere Hintergrundinformationen zum Welttag bei der Weltkoalition gegen die Todesstrafe unter www.worldcoalition.org/

 

Vietnam-Reise von US-Vizepräsidentin Kamala Harris / Offener Brief
Ende August hat US-Vizepräsidentin Kamala Harris Vietnam besucht. Anlässlich dieser Reise hat ACAT u.a. mit den Organisationen Viet Tan, Bruderschaft für Demokratie und Reporter ohne Grenzen einen offenen Brief an Harris unterzeichnet. Darin wurde die Vizepräsidentin gebeten, die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Einige Gefangene wurden im Brief namentlich erwähnt. Harris erklärte gegenüber Journalisten, dass sie die Menschenrechtslage angesprochen habe.

Der Appell auf Englisch ist nachzulesen unter: https://viettan.org/en/10-international-organizations-urge-the-us-vice-president-to-address-human-rights-issues-in-vietnam/amp/

Bericht über die Reise bei Radio Free Asia: https://www.rfa.org/english/news/vietnam/rights-08262021175445.html

 


 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

 Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 25./26. Juni

Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Einen exemplarischen Ablaufplan für die Nächtliche Gebetswache, erstellt von der Essener Gruppe, finden sie hier.