ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Juli/August 2021

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

 

Freigelassen:

 

Saudi-Arabien Samar Badawi
Frauenrechtlerin
GB 03/18, 02/19,
Int. VS 15.08.18

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 




arrow32pxACAT Online-Gebetstreffen
Der Termin für das Online-Gebetstreffen im August steht noch nicht fest. TeilnehmerInnen an bisherigen Treffen erhalten eine Benachrichtigung per Email, wenn ein Gebet stattfindet. Wenn Sie grundsätzlich an einer Teilnahme interessiert sind und über anstehende Termine informiert werden möchten, melden Sie sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an. 

 

 

Aktuelle Entwicklungen:


arrow32pxBelarus – Auch wenn derzeit aus Belarus nahezu keine guten Nachrichten gemeldet werden, gibt es ein Hoffnungszeichen. Es ist zu erwarten, dass die Brüder Stanislau Kostseu und Illia Kostseu nach einer Zeit in Quarantäne in ein reguläres Gefängnis verlegt werden. Seit Januar 2020 wurden sie wegen des Mordes an ihrem ehemaligen Lehrer im Todestrakt inhaftiert. Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme waren sie 18 und 20 Jahre alt. Am 30. April 2021 wollte ihre Mutter im Todestrakt des Gefängnisses von Minsk ein Paket für ihre Söhne abgeben. Doch da erklärte ihr ein Vollzugsbeamter, dass Stanislau und Illia Kostseu sich nicht mehr dort befänden. In Belarus gilt eine solche Nachricht oft als Hinweis darauf, dass ein Todesurteil vollstreckt wurde.
Im Fall von Stanislau und Illia Kostseu wurde der Mutter jedoch mitgeteilt, dass in einem Präsidialerlass ihrem Gnadengesuch stattgegeben wurde.
Quelle: Amnesty International, 24.06.2021,
https://www.amnesty.de/mitmachen/erfolg/belarus-brueder-Illia-und-Stanislav-Kostseu-begnadigt-2021-06-24

 

arrow32pxVietnam – Am 5. Mai 2021 hat das Provinzgericht von Hoa Binh die Menschenrechtsverteidigerin Can Thi Theu und ihren Sohn, den Menschenrechtsverteidiger Trinh Ba Tu, zu acht Jahren Haft und drei weiteren Jahren Bewährung verurteilt. Das Gericht bezog sich laut Front Line Defenders auf Artikel 117 des Strafgesetzbuchs unter dem Vorwurf, Propaganda gegen den Staat betrieben zu haben. 
Unser Appellbrief wurde dankenswerterweise, wie bei vorherigen Briefaktionen zu Vietnam, von Herrn MdB Martin Patzelt, Mitglied im Bundestagsausschuss für Menschenrechte, und von seinem Kollegen im Ausschuss MdB Frank Heinrich unterstützt.

 

arrow32pxACAT Seminar Neudietendorf
Nochmals hinweisen möchten wir auf unser Seminar am 11. und 12. September 2021 in der Evangelischen Akademie Neudietendorf (Nähe Erfurt): „Menschenrechte unter Druck. Nur Vergangenheit in (ex-)sozialistischen Staaten?“
Weitere Informationen liegen dieser Sendung bei. Das Programm ist auch zu finden unter:
http://www.ev-akademie-thueringen.de/veranstaltungen/094-2021/
Die Akademie ist telefonisch erreichbar unter: 036202 / 984-19
Da die Plätze nach Erfahrung der Akademie rasch vergeben sein dürften, empfiehlt es sich, eine Anmeldung zeitnah vorzunehmen.


arrow32pxTV-Werbung in Belarus / ACAT unterstützt Appell von NGOs an Nestlé
Kein anderes ausländisches Unternehmen schaltet so viele Werbespots im staatlichen belarusischen Fernsehen wie Nestlé. In einem Offenen Brief wenden sich über 50 Nichtregierungsorganisationen aus 18 Ländern an die Leitung des Nestlé-Konzerns und fordern das Unternehmen dazu auf, seine Produktwerbung in allen staatlich kontrollierten belarusischen Medien zu stoppen. Initiiert wurde der Offene Brief von der deutsch-schweizerischen Menschenrechtsorganisation Libereco. Die ACATs von Belgien, Deutschland, der Schweiz und Italien haben sich beteiligt.
Insgesamt werden ca. 60 Prozent der Werbespots im belarusischen Staatsfernsehen von westlichen Konzernen aus der EU, den USA und der Schweiz geschaltet – darunter Marken wie Mars, Maggi, Schwarzkopf oder L’Oréal. Doch etwa jeder dritte dortige Werbespot wird vom Schweizer Konzern Nestlé geschaltet.
„Wir sind schockiert über die regelmäßige Ausstrahlung von erzwungenen Schuldeingeständnissen von Regimegegnern und politischen Gefangenen im staatlichen belarusischen Fernsehen. (...) Es ist unerträglich, dass Nestlé im Umfeld dieser erschreckenden Zurschaustellung verängstigter und misshandelter Regimegegner Werbung ausstrahlt. (...)“, erklärt Lars Bünger, Präsident von Libereco, anlässlich der Veröffentlichung des Offenen Briefes. Im Wortlaut ist der Appell zu finden unter:

https://www.lphr.org/nestle-finanzierung-staatliches-fernsehen-belarus/


arrow32pxJahresbericht der FIACAT 2020
Einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten, Herausforderungen, aber auch Erfolge des ACAT-Netzwerks gibt der FIACAT-Jahresbericht 2020.
Paul Angaman, Präsident der FIACAT und ehemaliger Vorsitzender der ACAT Elfenbeinküste, schreibt im Vorwort: „Trotz der Gesundheitskrise setzte die FIACAT ihre Begleitung der ACATs vor internationalen und regionalen Gremien fort.“ So konnten alternative Berichte zur Menschenrechtslage in Belgien, Burkina Faso, Burundi, Italien, Kamerun, Niger, Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik eingereicht werden.
Die ACATs in der Republik Kongo und in Madagaskar haben mit Unterstützung der FIACAT Treffen mit Vertretern der Justiz und des Strafvollzugs durchgeführt, um über Schutzmaßnahmen für Gefangene vor Covid-19 zu beraten. Im Tschad konnte das Projekt gegen missbräuchliche Untersuchungshaft zu Ende geführt werden. Die FIACAT hat die bisherigen Projektdurchführungen von externer Stelle evaluieren lassen. Die Ergebnisse bestätigen das Engagement.

Der Jahresbericht ist auf der Website der FIACAT zu finden.

Englisch:
http://fiacat.org/attachments/article/2967/FIACAT_rapport%20d'activit%C3%A9_2021_UK_mailing.pdf

Französisch:

http://fiacat.org/attachments/article/2966/FIACAT_rapport%20d'activit%C3%A9_2021_FR%20planche%20mailing.pdf

 

arrow32pxIn Memoriam – Magdalena Marx und Bernard Hervy
Am 28. Juni jährte sich der Todestag von Magdalena Marx, der Gründungsvorsitzenden der ACAT Deutschland, zum ersten Mal. In diesen Tagen bedauern wir auch den Tod von Bernard Hervy, Mitbegründer der ACAT Brasilien, der am 5. Juni 2021 starb. 1929 in Frankreich geboren, kam er 1966 als Priester nach Brasilien. Bernard Hervy engagierte sich für (christliche) Arbeiterbewegungen, u.a. in einer Favela in São Paulo. Während der Militärdiktatur wurde er zweimal verhaftet und mit Ausweisung bedroht. In São Paulo wirkte er an der Gründung der Nationalen Bewegung für Menschenrechte (MNDH) und der ACAT Brasilien mit. Bernard Hervy engagierte sich auch für die Zusammenarbeit mit der FIACAT und insbesondere mit den ACATs in Frankreich und Kanada. Wie Magdalena Marx hat auch Bernard Hervy noch in hohem Alter an den Aktivitäten der ACAT Anteil genommen. Gedenken wir der Verstorbenen im Gebet.

 

arrow32pxVersandtermine und Urlaubszeiten der ACAT Geschäftsstelle
Die aktuelle Monatssendung ist für Juli / August 2021.
Die Versandtermine für die kommenden Monate sind:
03.09., 01.10., 29.10., 01.12., 07.01.
Von Mittwoch, 04.08., bis Freitag, 20.08., ist die ACAT-Geschäftsstelle urlaubsbedingt nicht besetzt.



 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 25./26. Juni

Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Einen exemplarischen Ablaufplan für die Nächtliche Gebetswache, erstellt von der Essener Gruppe, finden sie hier.