ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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März 2021

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

 

Freigelassen:

 

Kasachstan Maks Bokaev

u.a. Int. VS 20.02.17, DA 04/17, DA 04/19
Türkei Dr. Şeyhmus Gökalp Int. VS 11.12.20

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 




arrow32pxOnline-Gebetstreffen der ACAT-Deutschland
Am 11. März 2021 um 20 Uhr findet das nächste Online-Gebetstreffen statt. Wenn Sie gerne teilnehmen möchten und bisher nicht dabei waren, melden Sie sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.  

 

 

Aktuelle Entwicklungen:


arrow32pxKasachstan – Am 4. Februar 2021 wurde der Anwalt und Leiter der Menschenrechtsorganisation “Arlan” Max Bokaev nach Beendigung seiner fünfjährigen  Haftstrafe in einer Strafkolonie freigelassen. Die Freilassung ist jedoch mit Auflagen verbunden. Max Bokaev darf unter anderem sein Haus an den Wochenenden und an Wochentagen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nicht verlassen, bei Verstößen gegen die Auflagen könnte er erneut inhaftiert werden. ACAT hatte sich mit vier Vorstandsinterventionen und zwei Dringlichkeitsaktionen für Maks Bokaev eingesetzt.

 

arrow32pxTürkei – Am 10. Februar 2021 wurde der Arzt und Menschenrechtler Dr. Şeyhmus Gökalp, ein Mitglied der Türkischen Ärztekammer, vorläufig freigelassen. Er war seit November 2020 wegen der angeblichen Behandlung von Mitgliedern einer terroristischen Organisation und der Teilnahme an einer von den öffentlichen Behörden als illegal angesehenen Veranstaltung in Untersuchungshaft, obwohl es für beide Anklagepunkte keinerlei Beweise gab. Der nächste Verhandlungstermin in seinem Gerichtsverfahren wurde für den 25. Juni 2021 festgelegt. Dr. Gökalp darf bis dahin das Land nicht verlassen. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von 7 bis 15 Jahren.

 

arrow32pxACAT organisiert Online-Gespräch über Menschenrechte in Vietnam / MdB Patzelt bekundet Solidarität
Vertreter der ACAT, des Bundesverbands der vietnamesischen Flüchtlinge und der Organisationen Viet Tan und Bruderschaft für Demokratie haben am 19.02.2021 ein Online-Gespräch mit MdB Martin Patzelt geführt anlässlich des Jahrestags der brutalen Razzia gegen BewohnerInnen in Dong-Tam im Großraum der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Die Polizeiübergriffe waren Teil der gewaltsamen Enteignung von Land.
In einer gemeinsamen Schweigeminute wurde der getöteten bzw. zum Tode verurteilten sowie der inhaftierten und gefolterten Opfer der Polizeiaktion vom 09.01.2020 gedacht und für sie gebetet.
Der prominente Exil-Blogger Nguyen Van Dai, Menschenrechtspreisträger des Deutschen Richterbunds 2017 und Vorsitzender der Bruderschaft für Demokratie, berichtete detailliert über die Repression gegen die Menschen in Dong-Tam.
Martin Patzelt zeigte sich betroffen von der andauernden Verfolgung in Vietnam. Er erklärte, das Land verliere auch wichtiges Potential für die Zukunft, wenn engagierte, unschuldige Menschen inhaftiert werden. Der Bundestagsabgeordnete bekräftigte seine Unterstützung für die Anliegen der NGOs, die er u.a. bereits durch die Unterzeichnung eines offenen Briefes im Oktober 2020 und die Beteiligung an Briefaktionen der ACAT zum Ausdruck gebracht hatte.
Patzelt versicherte, mit den NGOs im Austausch zu bleiben.

 

arrow32pxTreffen des FORUM MENSCHENRECHTE mit Außenminister Maas und Menschenrechtsbeauftragter Kofler
Am 3.2.2021 hat ACAT an einem Online Treffen des FORUM MENSCHENRECHTE (FMR) mit Außenminister Heiko Maas und der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Bärbel Kofler, teilgenommen. Das FMR begrüßte die Fortführung der Initiative von Außenminister Heiko Maas für mehr Multilateralismus. Vertreter*innen des Netzwerkes von über 50 Menschenrechtsorganisationen betonten aber, der Schutz von Menschenrechten müsse Kernbestandteil multilateralen Handelns Deutschlands etwa im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ebenso wie in der bilateralen Außenpolitik sein.
Vertreter*innen des FMR schilderten Menschenrechtsverletzungen: „In vielen Ländern wurden unter dem Deckmantel von Covid-19 Maßnahmen die Repression gegen Zivilgesellschaft und Menschenrechtsverteidiger*innen weiter verstärkt“ so Silke Pfeiffer, Mitglied des Koordinationskreises. „Die Bundesregierung sollte sich in der EU dafür einsetzen, dass Staaten und Personen, die für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, konsequent sanktioniert werden.“
Ausdrücklich begrüßte das FMR die neue Elisabeth-Selbert-Initiative des AA zum Schutz von bedrohten Menschenrechtsverteidiger*innen. „Wir erwarten, dass diese Initiative unbürokratisch und schnell bedrohten Personen Schutz und Sicherheit bietet, etwa durch Ausreise nach Deutschland oder auch andere Länder in den jeweiligen Regionen“, so Jochen Motte, Mitglied des Koordinationskreises. „Botschaften in Staaten mit prekärer Menschenrechtslage müssen mit ausreichend Personal ausgestattet sein, damit sie die Politik zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen auch umsetzen können.“
Die Situation der Flüchtlinge insbesondere in Lagern wie in Lipa in Bosnien-Herzegowina und auf Lesbos und anderen griechischen Inseln kritisierte das FMR als inakzeptabel. „Die ‚push backs‘ von Flüchtlingen, zu Land oder über das Meer, sind unmenschlich und rechtswidrig“, so Günter Burkhardt, Mitglied des Koordinierungskreises. „Die Glaubwürdigkeit der Menschenrechtspolitik der EU wird durch die politisch nicht nur geduldeten, sondern offenbar gewollten Zustände in Frage gestellt. Menschenrechte müssen auch an der EU-Außengrenze glaubwürdig verteidigt werden.“ ACAT Deutschland hat für das Treffen einen Bericht über Folter in russischen Gefängnissen und Strafkolonien eingereicht. Fotos der Konferenz sind über unseren Twitter-Account (Beiträge vom 3.2.2021, keine Anmeldung erforderlich) zu finden:  https://twitter.com/ACATDeutschland

 

arrow32pxMeditation zur Karfreitagskampagne
Wir betrachten das «Antlitz Christi, Dornenkrone», gemalt im Jahr 1918 von Alexej Jawlensky, das Gesicht eines über alle Maßen gequälten Menschen, in Schmerz versunken. Die Dornenkrone verweist auf die zweifache Marter: zu dem körperlichen Schmerz tritt die Erfahrung von Verachtung und Verhöhnung. Das «Lichtzeichen» auf der Stirn des Gemarterten ist bereits ein Hinweis auf die Überwindung des Leidens. Wenn wir uns also diesem Bild des Schmerzes voll und ganz aussetzen, tun wir das in der Hoffnung und dem Glauben, dass Tod und Gewalt nicht das letzte Wort haben werden.
Die Evangelien erzählen vom Leiden und Sterben Jesu. Unmittelbar davor ist bei Matthäus (25,40) das letzte Vermächtnis Jesu überliefert: «Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.» Wer sind die geringsten Brüder und Schwestern? Oder «Wer ist mein Nächster?» Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10,29-36) gibt Jesus eine sehr klare Antwort auf diese Frage: Der Mensch, der gerade aktuell Hilfe braucht, ist unser Nächster, und zwar unabhängig von Religion, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, sozialem Stand. Diesem Menschen sollen wir Nächster werden, indem wir uns selbstverständlich und mit aller Hingabe für ihn einsetzen.
Und so tauchen in diesem Jahr hinter dem Gesicht des Schmerzensmannes die Gesichter der Männer, Frauen und Kinder der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Autonomen Republik Xinjiang auf, denen sich die diesjährige Karfreitagskampagne widmet. Sie dürfen ihre Sprache, ihre Kultur, ihre Religion nicht mehr leben. Sie stehen unter permanenter Beobachtung und Kontrolle durch den chinesischen Staat. In Masseninternierungslagern erleiden unzählige von ihnen Misshandlung und Folter und sehen dem kulturellen Genozid entgegen, hinter dornigem, scharfem Stacheldraht weggeschlossen – vor den Augen der Weltöffentlichkeit.
Ein uigurisches Sprichwort sagt: «Nicht ohne Grund gab Allah zwei Ohren, aber nur eine Zunge.» Wir beten zu Gott, er möge uns helfen, die Gequälten zu hören und mit einer Zunge gemeinsam für unsere Schwestern und Brüder einzutreten. Mit dem Psalmisten beten wir: «Mein Herz denkt an dich: Suchet mein Antlitz! Dein Antlitz, Herr, will ich suchen!» (Ps 27,8) und wissen dabei: «Gott spricht zu mir im Gesicht des Anderen» (E. Levinas) – im Antlitz des verwundbaren, verwundeten Menschen.


 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 26./27. Juni


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.
 

 

 


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