ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Juni 2020

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)


arrow32pxDankesschreiben des FIACAT-Vorsitzenden Paul Angaman aus der Elfenbeinküste
Nach der starken Resonanz auf unseren Spendenaufruf konnten wir der FIACAT erfreulicherweise eine Zuwendung in Höhe von 7.735 EURO weiterleiten. Der ACAT-Vorstand ist zutiefst dankbar und beeindruckt von diesem besonderen Zeichen der Solidarität.

Paul Angaman richtet als Vorsitzender der FIACAT seinen Dank an die Mitglieder und FreundInnen der ACAT Deutschland für die großzügige Unterstützung des Projektes gegen missbräuchliche Untersuchungshaft in afrikanischen Gefängnissen. Bereits als ehemaliger Vorsitzender der ACAT-Elfenbeinküste hat Paul Angaman selbst die Umsetzung dieses Projekts in seinem Heimatland wesentlich ermöglicht. In seinem Schreiben erklärt der FIACAT-Vorsitzende:

„Mit großer Freude habe ich diese sehr schöne Nachricht vernommen. Es ist besonders dieser Ausdruck von Solidarität der ACAT Deutschland, der mich berührt und mich ausfüllt auf dem schwierigen, aber spannenden Weg der Menschenrechte und Menschenwürde.
In Anbetracht der Unsicherheit, die COVID-19 uns auferlegt, ist es Nächstenliebe im theologischen Sinne, die auf diese Weise zum Ausdruck kommt: Freiwillige mobilisieren sich für andere menschliche Brüder, die willkürlich in Gefängnissen unter Lebensbedingungen inhaftiert sind, die mehr an ‚Rache als an Gerechtigkeit‘ grenzen.
Ob es in diesem Zusammenhang auch Frauen und Männer gibt, die beschließen, selbst auf finanzielle Güter zu verzichten und sie anderen Töchtern und Söhnen Gottes zu schenken – wir erfahren hier eine Solidarität mit einem menschlichen Antlitz fernab der Gaben des guten Gewissens.
Deshalb kann ich Ihnen nur von ganzem Herzen danken, ACAT Deutschland, ihren Freiwilligen und vor allem den SpenderInnen, die uns zweifellos lehren, dass der Mensch nur durch seine Würde würdig wird.
Ich schließe damit, Ihnen zu sagen, dass ich derzeit an einem Plädoyer für einen Inhaftierten arbeite, der in einem Gefängnis inhaftiert ist, das außerhalb des durch ACAT-Elfenbeinküste betreuten Projektes liegt. Dieser hat inzwischen 65 Monate in Untersuchungshaft verbracht, obwohl die neue Strafprozessordnung der Elfenbeinküste in Artikel 167 höchstens 24 Monate für Untersuchungshaft bei kriminellen Vergehen erlaubt.
Dies ist die traurige Realität in den afrikanischen Gefängnissen. Es ist ein Beweis für die Bedeutsamkeit Ihrer Spende, die Sie den am Projekt beteiligten afrikanischen ACATs zur Verfügung gestellt haben.
Vereint im Gebet

Paul Angaman, Vorsitzender der FIACAT

 


arrow32px Mitgliederversammlung in Schwerte / Seminar mit vietnamesischem Exil-Blogger Nguyen Van Dai
Derzeit sind wir optimistisch, dass die ACAT Mitgliederversammlung und das Seminar am Wochenende vom 25. bis zum 27. September 2020 stattfinden können. Sollte es aufgrund der weiteren Entwicklung der Pandemie bzw. behördlicher Vorgaben nicht möglich sein, teilen wir dies baldmöglichst mit.
Zunächst hatten wir für ein Referat den im Exil lebenden Blogger Dang Xuan Dieu (Vietnam DA Juli 2016) eingeladen. Da der Termin für ihn jedoch nicht einzurichten war, hat er einen Vertreter vermittelt: Wir freuen uns, dass der vietnamesische Exil-Blogger Nguyen Van Dai zugesagt hat, in Schwerte über seine Tätigkeit als christlicher Menschenrechtsverteidiger zu berichten. Im Namen des ACAT-Vorstands wurde im Jahr 2016 für Nguyen Van Dai interveniert. Als er sich 2017 noch in Haft befand, erhielt er den Menschenrechtspreis des Deutschen Richterbunds. 2018 durfte Van Dai nach Deutschland ausreisen. Als Rechtsanwalt hatte er sich in Vietnam insbesondere für andere verfolgte Christen engagiert. Ausführlichere Informationen zu Van Dai unter:
https://www.faz.net/aktuell/politik/vietnam-laesst-buergerrechtler-nach-deutschland-ausreisen-15629623.html

Bericht über Verurteilung des Bloggers in 2018: https://www.dw.com/de/lange-haftstrafen-f%C3%BCr-sechs-vietnamesische-regimekritiker/a-43268319

 

arrow32pxNächtliche Gebetswache am 26. / 27. Juni 2020
Der 26. Juni ist der Internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer. Für die weltweite ACAT-Bewegung ist der 26. Juni ein Schlüsseldatum. 2006 hat ACAT-Frankreich die Nächtliche Gebetswache ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative soll eine Kette von Menschen auf der ganzen Welt geschaffen werden, die in dieser Nacht der Folteropfer gedenken. Wir laden dazu ein, an der 15. Gebetswache mitzuwirken – individuell oder durch ein Gebetstreffen. Lassen Sie uns gemeinsam die Flamme der Hoffnung tragen! Ausführliche Informationen unter: https://nuitdesveilleurs.fr/de/
Wenn Sie einen Gebetsanlass / eine Andacht planen, können Sie diese eintragen unter:
https://nuitdesveilleurs.fr/de/anlaesse/
Bitte informieren Sie zusätzlich auch die Geschäftsstelle der ACAT Deutschland.
Die vietnamesische Menschenrechtsverteidigerin Tran Thi Nga, für die im vergangenen Jahr gebetet wurde, dankt den UnterstützerInnen in der ACAT für ihre Solidarität: „Dank Ihres Mitgefühls und Ihrer Unterstützung habe ich meine Freiheit wiedererlangt und ich danke Ihnen allen aufrichtig. Aber bitte hören Sie nicht auf, denen zu helfen, die sich in Vietnam immer noch im Gefängnis befinden (...) Sie haben brauchen Ihre Hilfe. Kämpfen Sie weiter mit uns. (...)“

 

 

arrow32pxTschad: Abschaffung der Todesstrafe
Am 28. April 2020 hat die Nationalversammlung des Tschad einstimmig die vollständige Abschaffung der Todesstrafe beschlossen. Das ist ein großer Sieg für die Zivilgesellschaft im Tschad, insbesondere für ACAT Tschad. Diese hat über Jahre hinweg kontinuierlich darauf hingearbeitet, die Behörden zu diesem Schritt zu ermutigen.
Salomon Nodjitoloum, Vorsitzender der ACAT Tschad, erklärte: „Die Abschaffung der Todesstrafe für Terrorismus-Verbrechen ist der Höhepunkt der Anstrengungen der ACAT Tschad (...). Mit dieser mutigen Entscheidung hat sich der Tschad trotz des Wiederaufkommens terroristischer Akte dem weltweiten Trend angeschlossen. Gleichwohl bleibt der Einsatz für die Respektierung der Menschenrechte unser Ziel.”
2017 erlange im Tschad ein neues Strafgesetzbuch Gültigkeit, das die Todesstrafe weitgehend aufhob – mit Ausnahme von Terror-Straftaten. Während in 2019 keine Exekutionen oder Todesurteile zu verzeichnen waren, wurden in 2018 vier Personen zum Tode verurteilt. Diese befinden sich weiterhin unter unwürdigen Bedingungen im Todestrakt, an einem geheimen Ort, isoliert von den anderen Gefangenen.
Nach 12 Jahren Unterbrechung hatte der Tschad zuletzt 2015 zehn Terror-Verdächtige hingerichtet. Anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe im Jahr 2016 hatte ACAT Deutschland einen Appell der FIACAT und ACAT-Tschad unterstützt und das tschadische Parlament dazu aufgerufen, die Todesstrafe für alle Verbrechen abzuschaffen.
Dieses Anliegen war auch Ende 2017 in einem Gespräch von FIACAT und ACAT Tschad mit dem Premierminister des Landes thematisiert worden.

 

arrow32pxJemen: 150 Organisationen fordern Freilassung inhaftierter Journalisten
In einem gemeinsamen Appell fordern über 150 NGOs die Freilassung von 10 Journalisten und die Aufhebung von Todesurteilen, die gegen 4 von ihnen verhängt worden sind. Die Todesurteile wurden in der von den pro-iranischen Houthi-Milizen kontrollierten Hauptstadt Sana‘a gefällt. Ebenfalls verurteilte der Richter die anderen 6 Journalisten zu bereits absolvierten Haftstrafen oder weiteren 5 Jahren Gefängnis. Die 10 Journalisten waren bereits 2015 festgenommen worden. Nur einer von ihnen kam inzwischen frei. ACAT Deutschland hat den offenen Brief des Gulf Centre for Human Rights (GCHR) mitunterzeichnet: https://www.gc4hr.org/news/view/2386
In dem Appell werden verschiedene UNO-Gremien um Einsatz für die Gefangenen gebeten.
Ebenso werden alle Konfliktparteien aufgefordert, Medienschaffende nicht länger zu verfolgen. Dies erscheint umso wichtiger, als GCHR Ende Mai die Entführung von Journalisten durch Milizen, die den Vereinigten Arabischen Emiraten nahestehen, beklagte.



 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 26./27. Juni


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.
 
Den Ablaufplan der ACAT-Gruppe Essen-Byfang zur Nächtlichen Gebetswache am 26.06. um 20.00 Uhr in St. Barbara können Sie sich als Beispiel ab sofort hier herunterladen.
 
Auch steht ein alternatives Plakat zur Verfügung, welches Sie gerne für Ihre eigene Veranstaltung bearbeiten und verwenden dürfen: Zum Download

 


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