ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Mai 2020

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

 

Freigelassen:

 

Aserbaidschan: Afgan Mukhtarli DA 03/19
Iran: Nazanin Zaghari-Ratcliffe DA 14/18
China: Wang Quanzhang

Int. VS 21.09.17, 25.11.17 und 04.02.19

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 




arrow32pxLiebe Mitglieder und UnterstützerInnen der ACAT,
während die Corona-Krise momentan unseren Alltag bestimmt, prägt sie auch immer mehr Berichte über die Menschenrechtslage in Regionen, die schon vorher Anlass zu Sorge gaben.
In zahlreichen Ländern droht Menschen, die sich zu Covid-19 äußern, Verfolgung. Gleichzeitig fürchten Menschenrechtsorganisationen um die Gesundheit von Inhaftierten in der Pandemie und sehen die Gefahr, dass die Einschränkung der Zivilgesellschaft unter einem Vorwand vorangetrieben wird.

Umso wichtiger ist es, unsere Handlungsmöglichkeiten nicht zu vergessen. Der Spendenaufruf für das FIACAT-Projekt gegen missbräuchliche Untersuchungshaft in Afrika fand eine äußerst positive Resonanz. Wir sind gerührt von Ihrer Solidarität und Unterstützung. Auch im Namen der FIACAT möchten wir schon einmal unseren herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre großzügigen Zuwendungen aussprechen. Die Spendenbescheinigungen wurden bereits verschickt.

Das ACAT-Seminar und die Mitgliederversammlung in Schwerte sollen nach derzeitigem Stand weiterhin vom 25. bis 27.09.2020 stattfinden. Wir hoffen, dass die Eindämmung der Corona-Krise die Durchführung zulässt.

In der Geschäftsstelle erhielten wir die Mitteilung, dass ein Brief zur Bolivien-DA (März 2020) zurückgeschickt wurde, da der Postversand derzeit nicht möglich ist. Dies betrifft mehrere Länder, sodass auch die aktuellen DAs Kongo und Iran jeweils nur mit einem Exemplar beigelegt werden. Die Briefe sollen an die Botschaften nach Berlin geschickt werden.

Wir wünschen Ihnen weiterhin Gottes Segen für die kommenden Wochen und Monate.

der Vorstand und die Geschäftsstelle der ACAT

 

 

Aktuelle Entwicklungen:

 

arrow32pxAserbaidschan – Der Journalist Afgan Mukhtarli ist nach fast drei Jahren im Gefängnis aus der Haft entlassen worden. Ein Gericht in Baku hatte am 17. März 2020 seine Freilassung verfügt. Noch am selben Tag reiste Mukhtarli nach Berlin. Dort erwarteten ihn seine Ehefrau und seine Tochter, die bereits seit 2017 in Berlin leben, sowie Vertreter der Organisation Reporter ohne Grenzen, am Flughafen. Quellen: Reporter ohne Grenzen / Meydan TV / Human Rights Watch

 

arrow32pxIran – Nazanin Zaghari-Ratcliffe (DA 14/2018) wurde vorerst aus der Haft entlassen. Laut SPIEGEL wurde Nazanin Zaghari-Ratcliffe mit einer elektronischen Fußfessel für zwei Wochen freigelassen, darf die Wohnung ihrer Familie in dieser Zeit aber nicht verlassen. Britische Medien berichten, dass ihre Haftentlassung um einen weiteren Monat verlängert wurde.

 

arrow32pxChina – von OMCT kam die Nachricht, dass der Menschenrechtsanwalt Wang Quanzhang in China nach Beendigung seiner viereinhalbjährigen Haftstrafe freigelassen wurde. Er wurde unmittelbar nach seiner Freilassung in seine Heimatstadt Jinan in der Provinz Shandong gebracht, wo er wegen der Covid-19-Pandemie zunächst für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden ist. Dadurch kann er seine Frau und seinen Sohn, die im 400 km entfernten Peking leben, nicht sehen. Es wird befürchtet, dass die Behörden Wang Quanzhangs Quarantäne auf unbegrenzte Zeit verlängern könnten.

 

arrow32px Buchempfehlung: „Drachenjahre – Wie ich 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis überlebte“
Wie kürzlich in ACAT-Aktuell angekündigt, ist am 6. März 2020 Robert Rothers Buch „Drachenjahre“ erschienen, 17,95 EURO, 224 S., EDEL Books.
ACAT hatte sich seit Dezember 2013 immer wieder für den jahrelang in China inhaftierten Unternehmer und Investor Robert Rother eingesetzt. Robert Rother ist allen ACAT-Mitgliedern sehr dankbar für die Unterstützung.
„Robert Rother hatte schon immer einen Riecher fürs Geschäft. So gut war der, dass er bereits mit 14 Jahren sein erstes Aktiendepot eröffnet, in der 13. Klasse die Schule verlässt, um sich dem Business zu widmen, und mit 18 Jahren Teilhaber einer Investmentfirma wird. 2004 geht Rother nach China, wo sich sehr schnell sehr viel Geld verdienen lässt, steigt in die High Society auf und bewegt sich im exklusiven Club der Superreichen. Dann wird alles anders: Eine Klage bringt ihn und seine Partnerin in Untersuchungshaft. Seine Geschäfte hart am Rande der Legalität waren den Mächtigen ein Dorn im Auge.
2770 Tage wird Rother von da an unter unvorstellbaren Bedingungen in Gefängnissen Südchinas verbringen, die ersten drei Jahre in einer Zelle mit 14 Mithäftlingen. „Wofür brauchst du denn einen Anwalt, wenn du unschuldig bist?“, fragt ihn ein Polizist zynisch. Ein anderer droht ihm mit der Todesstrafe. Im Gefängnis sieht er Zwangsarbeit, Demütigungen, Isolationshaft und Folter. Er wird Zeuge, wie aufsässigen Häftlingen Elektroschocker gegen die Schläfe gehalten werden. „Das Gehirn frittieren“, nennen sie es. Jahrelang muss Rother in einer Fabrik Draht auf Spulen wickeln – Tag für Tag. Er überlebt nur dank seiner außergewöhnlichen Willenskraft und extremen Anpassungsfähigkeit. Dass er im Dezember 2018 das Gefängnis verlassen darf und jetzt seine Geschichte erzählen kann, verdankt er vermutlich allein der Tatsache, dass er Deutscher ist – ein Glück, das längst nicht alle Häftlinge haben. So sitzt seine Partnerin – eine Chinesin – bis heute im Knast, mit geringen Aussichten, jemals frei zu kommen.
„Drachenjahre – Wie ich 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis überlebte“ ist der erste Augenzeugenbericht eines Europäers über die Haftbedingungen in chinesischen Gefängnissen – eine persönliche, eine verstörende Geschichte, packend wie ein Thriller und politisch ebenso hochaktuell wie brisant. Ein Buch über ein Land, das längst schon Weltmacht geworden ist und in dem Menschenrechte mit Füßen getreten werden.“
Quelle: Aus der Pressemappe des EDEL-Verlags.
Video zum Buch: https://www.youtube.com/watch?v=9OYN3VXlUMw
Website mit aktuellen Informationen: https://www.robertrother.com
Website mit Infos über Robert Rothers Vision und Mission als Beitrag für eine bessere und nachhaltigere Welt: https://www.rampire.org

 

arrow32pxJemenkrieg: Waffenexporte stoppen, Hunger beenden / Online-Petition
Der Jemenkrieg findet derzeit nur wenig mediale Beachtung. Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger ruft in Erinnerung, was nach 5 Jahren Krieg Realität ist: „(...) Zehntausende Kinder unter 5 Jahren sind bereits an akuter Unterernährung gestorben. 360.000 Jungen und Mädchen droht das gleiche Schicksal, wenn wir nicht umgehend handeln. Deutsche Rüstungstechnologie spielt im Jemenkrieg eine Schlüsselrolle: So fliegt der Eurofighter – mit deutschen Teilen gefertigt – Luftschläge gegen zivile Ziele. (...).“
In der Online-Petition www.aktiongegendenhunger.de/waffenexporte-stoppen-hunger-beenden wird die deutsche Bundesregierung aufgefordert:  Rüstungsexporte an alle Kriegsparteien im Jemen stoppen; Exportstopp für Waffensysteme an Saudi-Arabien verlängern und Schlupflöcher für Lieferungen schließen; Rüstungsstopp an Kriegsparteien auf europäischer Ebene durchsetzen, um Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht gemeinschaftlich sicherzustellen.

 

arrow32pxAmnesty International: Flüchtlinge aus Lagern in Griechenland evakuieren / Online-Petition
Die Bedingungen in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland verschärfen sich ständig. Gerade ist ein sechsjähriges Mädchen bei einem Brand auf Lesbos gestorben. (...) Daher bedroht die Corona-Pandemie das Leben Tausender Kinder, Frauen und Männer.
Online-Petition an Bundeskanzlerin Merkel: https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/jetzt-menschen-aus-den-lagern-griechenland-evakuieren

 

 

 




 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)

Neu: Der Flyer zum Event steht hier zum Download bereit

Die direkte Online-Anmeldung auf der Webseite der Akademie Schwerte ist jetzt verfügbar

 


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 26./27. Juni


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.
 
Den Ablaufplan der ACAT-Gruppe Essen-Byfang zur Nächtlichen Gebetswache am 26.06. um 20.00 Uhr in St. Barbara können Sie sich als Beispiel ab sofort hier herunterladen.
 
Auch steht ein alternatives Plakat zur Verfügung, welches Sie gerne für Ihre eigene Veranstaltung bearbeiten und verwenden dürfen: Zum Download

 


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