ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Spendenaufruf: FIACAT-Projekt gegen missbräuchliche Untersuchungshaft in Afrika

 
Liebe Mitglieder und UnterstützerInnen der ACAT,

seit mehreren Jahren führt die FIACAT, die internationale Föderation der ACATs,
in Afrika zusammen mit engagierten ACAT-AktivistInnen Projekte zur Verbesserung von Haftbedingungen durch.

Durch Ihre großzügige Beteiligung an Spendensammlungen, insbesondere anlässlich des Karfreitags im Jahr 2016, konnte ACAT Deutschland zur Finanzierung dieses wichtigen Einsatzes für Gefangene beitragen.

In Afrika werden zahlreiche Gefangene Opfer missbräuchlicher Untersuchungshaft, indem sie über eine gesetzliche Frist hinaus – nicht selten über Monate oder Jahre – ohne Gerichtsurteil festgehalten werden. Diese Willkür und Ungewissheit sind für die Betroffenen, darunter Minderjährige, und ihre Familien unerträglich. Die unbegrenzte Inhaftierung kann jede festgenommene Person treffen, unabhängig davon, wie schwerwiegend ein Delikt ist oder ob überhaupt eine Straftat begangen wurde. Die Unschuldsvermutung wird dabei generell nicht mehr berücksichtigt.
Zugleich führt die exzessive Untersuchungshaft zu starker Überbelegung in den Gefängnissen und damit zu unmenschlichen Haftbedingungen. Krankheiten breiten sich aufgrund fehlender Hygiene aus, die Versorgung mit Nahrung ist mangelhaft und kann teilweise allenfalls durch die Angehörigen der Insassen oder Nichtregierungsorganisationen aufrechterhalten werden.
Gefangene können in den überfüllten Zellen nur schlafen, wenn sie sich abwechselnd auf den Fußboden legen. Die Überbelegung begünstigt Folter durch Gefängnispersonal und auch Gewalt unter Häftlingen. Nicht zuletzt stürzen die unbefristeten Inhaftierungen die Familien in den finanziellen Ruin, indem ein/e Ernährer/in für lange Zeit nicht mehr arbeiten kann.

Die Anstrengungen afrikanischer ACATs und der FIACAT gegen diese unhaltbaren Zustände haben im Tschad, in der Republik Kongo, der Demokratischen Republik Kongo, in Madagaskar und in der Elfenbeinküste große Erfolge erzielt:
Über 5.830 Gefangene in missbräuchlicher Untersuchungshaft konnten identifiziert werden. Ohne den Einsatz von Organisationen wie ACAT werden Inhaftierte oft nicht einmal namentlich registriert. Es besteht die Gefahr, dass sie von der Justiz vergessen werden.
Bisher wurden 2.492 vorläufige oder endgültige Freilassungen erreicht. 247 Gefangene konnten ein Gerichtsurteil erhalten.
MenschenrechtsverteidigerInnen der afrikanischen ACATs haben 445 Gefängnis-Besuche in 14 verschiedenen Haftanstalten in den oben genannten 5 Ländern durchgeführt.

1.293 Fälle wurden den zuständigen Gerichten vorgelegt.
1.798 Akten werden derzeit noch von Anwälten überprüft.
163 Personen aus Justiz und Gefängnisverwaltung und 135 VertreterInnen der Zivilgesellschaft haben eine Schulung über internationale und regionale Standards und über die Strafprozessordnung erhalten, damit der Anwendung oder Duldung von Folter vorgebeugt werden kann.
Die Projekte haben in afrikanischen Medien breite Resonanz gefunden. Dadurch gelingt es den ACATs, die Bevölkerung in ihren Ländern für die Achtung der Menschenwürde zu sensibilisieren.
Um diese lebenswichtige Arbeit fortsetzen zu können, bitten wir um Spenden für die FIACAT.

Eine Spende in Höhe von

  • 10 €  ermöglicht einer/einem Angehörigen der afrikanischen ACATs die Durchführung eines monatlichen Gefängnis-Besuchs zur Identifizierung von Fällen missbräuchlicher Untersuchungshaft
  • 20 €  trägt die Kosten eines Rechtsbeistands für 8 Gefangene durch einen Rechtsanwalt
  • 50 €  reicht für die Versorgung von 500 Gefangenen mit Hygiene-Artikeln für 2 Wochen
  • 100 €  gewährleistet die Versorgung von 500 Gefangenen mit Lebensmitteln für einen Monat

 

Wenn es Ihnen möglich ist, überweisen Sie gern eine Zuwendung auf folgendes Konto:

ACAT Deutschland e.V.
Sparkasse Westmünsterland 
IBAN: DE66 4015 4530 0000 0086 64
BIC: WELADE3WXXX
Verwendungszweck: „FIACAT Projekt 2020“

 

Wir werden die eingegangenen Beträge an die FIACAT weiterleiten und entsprechende Spendenbescheinigungen von der ACAT Deutschland ausstellen.

Auch im Namen der FIACAT danken wir Ihnen für jede Unterstützung und für Ihr Vertrauen.
Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit besten Wünschen und herzlichen Grüßen

für den Vorstand der ACAT Deutschland

Hildesheim, im März / April 2020,    Sabine Aldenhoven, Frank Boungard, Christoph Schürhaus

 

Weitere Informationen zu der Gefängnis-Arbeit der FIACAT auf Englisch und Französisch:

http://www.fiacat.org/en/our-actions/fighting-against-pre-trial-detention

http://www.fiacat.org/nos-actions/lutte-contre-la-detention-preventive-abusive

 

Ein französischsprachiges Video illustriert die Gefängnisarbeit in der Elfenbeinküste.
Die Bilder veranschaulichen den Zustand in afrikanischen Gefängnissen und den Einsatz der ACAT.

Achtung: Wir weisen darauf hin, dass zu Beginn des Videos eine Folterszene akustisch simuliert wird (ggf. empfiehlt es sich, ab 0:28 zu beginnen).

https://www.youtube.com/watch?v=_SqdcBcKob0

Video-Zeugnisse von Freigelassenen / Videos über die Arbeit der ACATs und FIACAT (Französisch):

https://www.youtube.com/channel/UCAU5b4X9fCqccZlRPufIMNA


 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 26./27. Juni


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.
 

 

 


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