ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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April 2020

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

 

Freigelassen:

 

Kuba: Dr. Eduardo Cardet

DA 03/18

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 




arrow32pxLiebe Mitglieder und UnterstützerInnen der ACAT,
In Anbetracht des unvorstellbaren Ausmaßes der Corona-Pandemie wünschen wir Ihnen viel Kraft, Gesundheit und Gottes Segen.
Für uns alle bringt das Virus erhebliche Belastungen und Sorgen – um unsere Angehörigen und Mitmenschen sowie um unser eigenes Wohlergehen.
Auch im Rahmen unseres ACAT-Engagements erleben wir ungeahnte Zumutungen, können wir doch derzeit nicht in gewohnter Weise zusammenkommen, um in Gottesdiensten oder Andachten an die Gefolterten zu denken und für sie zu beten. Soweit die Druckmöglichkeiten für die Monatssendung weiterbestehen, werden wir Ihnen diese auch während der Corona-Krise zukommen lassen.
Zu befürchten ist, dass an den Kar- und Ostertagen noch nicht wieder gemeinsame Gottesdienste gefeiert werden können. Die evangelische und katholische Kirche haben ein digitales Angebot bereitgestellt:

https://www.evangelisch.de/inhalte/167277/18-03-2020/coronavirus-das-bietet-die-digitale-kirche-der-coronakrise?kamp=b-012

https://www.katholisch.de/artikel/24822-kirche-trotz-corona-so-kann-man-weiter-am-glaubensleben-teilnehmen

Zusätzlich hinweisen möchten wir auf Radiogottesdienste des Deutschlandfunks, sonn- und feiertags von 10.05 bis 11.00 Uhr, sowie auf die Morgenandacht / Gedanken zur Woche, montags bis samstags von 6.35 bis 6.40 Uhr und am Sonntagmorgen von 8.35 bis 8.50 Uhr.

Die Präsidenten der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) laden ein, folgendes Gebet zu sprechen:

„Gott Vater, Schöpfer der Welt, du bist allmächtig und barmherzig. Aus Liebe zu uns hast du deinen Sohn zum Heil der Menschen an Leib und Seele in die Welt gesandt. Schau auf deine Kinder, die in dieser schwierigen Zeit der Prüfung und Herausforderung in vielen Regionen Europas und der Welt sich an dich wenden, um Kraft, Erlösung und Trost zu suchen. Befreie uns von Krankheit und Angst, heile unsere Kranken, tröste ihre Familien, gib den Verantwortlichen in den Regierungen Weisheit, den Ärzten, Krankenschwestern und Freiwilligen Energie und Kraft, den Verstorbenen das ewige Leben. Verlasse uns nicht im Moment der Prüfung, sondern erlöse uns von allem Bösen. Darum bitten wir dich, der du mit dem Sohn und dem Heiligen Geist lebst und herrschst bis in alle Ewigkeit. Amen. (...)“

In der Corona-Krise bekommen Mitmenschlichkeit, Zusammenhalt und der Einsatz für unsere Nächsten eine neue Dimension und Sichtbarkeit mitten im Alltag. Soweit möglich, sollten wir versuchen, darüber hinaus den Blick offen zu halten für die Menschen, deren Würde ohnehin schon bedroht ist. Gerade jetzt ist die Gefahr hoch, dass Gefangene in Vergessenheit geraten, Menschenrechtsverletzungen aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwinden und sich skrupellose Herrscher dadurch zu weiteren Verbrechen ermutigt fühlen.
In diesem Sinne erlauben wir uns, Sie auf den beiliegenden Spendenaufruf zu Gunsten eines Projektes der FIACAT hinzuweisen. Mit dem Projekt wird ein Beitrag geleistet zur Folterprävention in afrikanischen Gefängnissen.

In der Hoffnung, dass die österliche Botschaft Ihnen und uns allen in dieser schwierigen Zeit neue Zuversicht geben kann und uns nicht einsam sein lässt, grüßen wir Sie herzlich

der Vorstand und die Geschäftsstelle der ACAT


arrow32pxCorona-Telefonseelsorge
In der Corona-Krise bietet die Telefonseelsorge der katholischen und evangelischen Kirche weiterhin ihre Hilfe an. Sie ist unter den Rufnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 täglich rund um die Uhr erreichbar. Sie berät kostenfrei und anonym.

 

Aktuelle Entwicklungen:

 

arrow32pxKuba – Bereits am 4.5.2019 soll Dr. Eduardo Cardet auf Bewährung freigelassen worden sein. Erika Guevara-Rosas, Amerika-Direktorin von Amnesty International, hatte dazu erklärt, dass die Organisation die Freilassung des Menschenrechtsverteidigers begrüße. So lange diese jedoch unter Vorbehalten stehe, müsse Eduardo Cardet weiter als gewaltloser politischer Gefangener gelten. Er hätte niemals inhaftiert werden dürfen. Dr. Eduardo Cardet ist der Leiter der Christlichen Befreiungsbewegung (Movimiento Cristiano Liberación – MCL), die sich für Demokratie einsetzt. Der Regierungskritiker war am 30.11.2016 inhaftiert worden und im März 2017 zu drei Jahren Haft verurteilt worden.
Quelle: https://www.amnesty.org/en/latest/news/2019/05/cuba-eduardo-cardet-sigue-siendo-prisionero-de-consciencia/


arrow32pxÄgypten – Die Organisation Front Line Defenders berichtet, dass das Strafgericht von Kairo am 27.2.2020 ein Rechtsmittel des Menschenrechtsverteidigers Ramy Kamil abgewiesen hat und leider erneut seine Haft um 15 Tage verlängert hat.
ACAT hat das Auswärtige Amt auf seine Inhaftierung hingewiesen.

 

arrow32pxHonduras – Mitglieder der Indigenenorganisation COPINH haben sich mit der Regierung von Honduras auf neue Schutzmaßnahmen geeinigt, die unter anderem den Schutz von Rosalina Dominguez (DA 14/19) betreffen. Im September 2019 trafen sich Mitglieder von COPINH und VertreterInnen der honduranischen Schutzbehörde und sprachen über Schutzmaßnahmen.
Dies geschah in Übereinstimmung mit den Vorsichtsmaßnahmen der Interamerikanischen Menschenrechtskommission. Die Schutzbehörde und COPINH überprüften diese Maßnahmen und einigten sich auf weitere, wobei sie die jüngsten Angriffe auf Angehörige der Gemeinschaft von Río Blanco berücksichtigten. Aus Sicherheitsgründen kann nicht mitgeteilt werden, welche Schutzmaßnahmen bereits ergriffen wurden und welche noch ausstehen. Amnesty International geht davon aus, dass die Kampagnenarbeit zur Unterstützung von COPINH zu diesen positiven Entwicklungen beigetragen hat – einschließlich der Appellschreiben.

 

arrow32px ACAT Kampagne zum 10.12.2019
Die ACAT-Petition zum Tag der Menschenrechte 2019 wurde von 817 Personen unterschrieben. Vielen Dank für die Beteiligung und für das Sammeln von Unterschriften. ACAT hat Bundesjustizministerin Lambrecht und Bundesinnenminister Seehofer den Petitionstext weitergeleitet und das Anliegen der Kampagne nochmals bekräftigt. In Anbetracht eines Falles von unmenschlicher Behandlung während eines Abschiebeflugs nach Afghanistan bitten wir um die Umsetzung von Empfehlungen des Antifolterkomitees des Europarats und der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter mit Sitz in Wiesbaden.
Über die Petition in Kenntnis gesetzt wurden auch die Vorsitzenden und Obfrauen bzw. Obmänner der Fraktionen in den Bundestagsausschüssen für Recht, für Inneres und für Menschenrechte.

 

arrow32pxAtlas der Zivilgesellschaft von Brot für die Welt und CIVICUS
Zivilgesellschaftliche Akteure haben weltweit alarmierend wenig Handlungsspielraum. Nur drei Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern mit offener Zivilgesellschaft. In den anderen Ländern ist die Zivilgesellschaft beeinträchtigt, beschränkt, unterdrückt oder geschlossen. Der Report von Brot für die Welt und CIVICUS zeigt die Lage weltweit. Als inhaltlichen Schwerpunkt setzt der Atlas der Zivilgesellschaft in diesem Jahr, wie gerade Frauen und Bewegungen für Frauenrechte vom Trend des Shrinking Civil Society Space, von Diffamierung, Bedrohung und Einschränkungen in ihrem Engagement betroffen sind. Neben den Ländern Armenien, Brasilien, Indonesien, Sudan und Uganda blicken wir nach Mittelamerika und berichten von der Arbeit eines regionalen Frauennetzwerks. 

Weitere Infos unter: https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/atlas-der-zivilgesellschaft/

und https://www.brot-fuer-die-welt.de/fileadmin/mediapool/2_Downloads/Fachinformationen/Atlas_d_zivilgesellschaft/2020/Atlas_der_Zivilgesellschaft_2020.pdf

 

 

 




 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)

Neu: Der Flyer zum Event steht hier zum Download bereit

Die direkte Online-Anmeldung auf der Webseite der Akademie Schwerte ist jetzt verfügbar

 


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 26./27. Juni


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.
 
Den Ablaufplan der ACAT-Gruppe Essen-Byfang zur Nächtlichen Gebetswache am 26.06. um 20.00 Uhr in St. Barbara können Sie sich als Beispiel ab sofort hier herunterladen.
 
Auch steht ein alternatives Plakat zur Verfügung, welches Sie gerne für Ihre eigene Veranstaltung bearbeiten und verwenden dürfen: Zum Download

 


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