ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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März 2020

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

 

Freigelassen:

 

Ägypten: Ahmed Abdel Fattah

Int.VS 27.12.19

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxÄgypten – Der Menschenrechtler Ahmed Abdel Fattah, ein Vorstandsmitglied der „Egyptian Commission for Rights and Freedoms“ wurde am 11. Februar 2020 bis zum Abschluss der Ermittlungen gegen Kaution freigelassen. Er war am 10. Dezember 2019 bei einer Polizeikontrolle in Kairo festgenommen und unter Folter verhört worden. Quelle: OMCT


arrow32pxRobert Rother veröffentlicht Buch „Drachenjahre“ über seine Haft in China
„Drachenjahre – Wie ich 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis überlebte“
Im Dezember 2013 unternahm ACAT Deutschland eine Briefaktion für den im Mai 2011 in China festgenommenen Unternehmer und Investor Robert Rother. Wir berichteten über seine unmenschlichen Haftbedingungen ebenso wie über den unfairen Prozess gegen ihn.
In den Monaten und Jahren darauf verfolgten wir sein Schicksal, appellierten an die Bundesregierung und weitere Institutionen in Deutschland, sich für eine menschenwürdige Behandlung und für ein faires Verfahren einzusetzen. Robert Rothers Situation in China wurde mehrfach im ACAT-Gebetsblatt thematisiert. Ende 2018 wurde er endlich aus dem Gefängnis entlassen und konnte nach Deutschland zurückkehren. Robert Rother ist allen ACAT-Mitgliedern sehr dankbar für die Unterstützung.

Am 6.3.2020 erscheint nun sein Buch „Drachenjahre“, 17,95 EURO, 224 S., EDEL Books:
„Als Robert Rother im Dezember 2018 aus dem Gefängnis Dongguan im Süden Chinas entlassen wird, hat er fast acht Jahre hinter Gittern verbracht. Damit ist er einer der wenigen Deutschen, die in China eine Haftstrafe abgesessen haben - und der erste Europäer, der den Mut hat, darüber zu berichten. Dabei begann es wie im Märchen: Das Investment-Wunderkind aus Unna bleibt nach einer Reise im Land und verdient mit Finanzgeschäften schnell sehr viel Geld, steigt in die High Society auf und bewegt sich in den exklusiven Clubs der Reichen. Dann die plötzliche Wende: eine Klage bringt Rother in Untersuchungshaft, wo er unvorstellbare drei Jahre mit fünfzehn Häftlingen in einer Zelle verbringt. Irgendwann der Prozess - das Urteil: acht Jahre Gefängnis. Dort erwarten ihn Zwangsarbeit, systematische Demütigung, Folter und Isolation. Rother überlebt dank außergewöhnlicher Willenskraft und extremer Anpassungsfähigkeit. Aber auch dank des Umstandes, dass er Deutscher ist, was ihn vor den Schlimmsten Sanktionen bewahrt. Ein Glück, das nicht alle haben. Für die hat Robert Rother dieses Buch geschrieben. Das ist er ihnen schuldig, so der Autor.“

Mit dem Kauf des Buches, in dem auch der Einsatz der ACAT erwähnt wird, tragen wir dazu bei, dass Robert Rother die Öffentlichkeit über das in China in der Haft erlittene Unrecht informieren kann.
Video zum Buch: https://www.youtube.com/watch?v=9OYN3VXlUMw
Website mit aktuellen Informationen: https://www.robertrother.com
Website mit Infos über Robert Rothers Vision und Mission als Beitrag für eine bessere und nachhaltigere Welt: https://www.rampire.org

 

arrow32pxSeenotrettung: EKD-Ratsvorsitzender tauft Rettungsschiff in Kiel
Am 20.02.2020 wurde in Kiel das Rettungsschiff des Bündnisses United4Rescue getauft. Es soll unter deutscher Flagge vor der Küste Libyens Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten. Der neue Name war lange geheim gehalten worden: Das ehemalige Forschungsschiff „Poseidon“ heißt jetzt „Sea-Watch 4“ (mit dem Zusatz „powered by United4Rescue”). Mit der Taufe wurde das Schiff offiziell an die Seenotrettungsorganisation „Sea-Watch“ übergeben. Den kirchlichen Segen erhielt das neue Schiff vom EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm. Mit dem Flüchtlingsschiff werde die Flüchtlingspolitik der EU nicht gelöst, sagte der bayerische Landesbischof. Nach einem Aufruf des Kirchentags hatte die EKD im Herbst die Initiative für den Erwerb eines Rettungsschiffes und für die Gründung des Trägervereins Gemeinsam Retten e.V. ergriffen.
Der Einsatz des Schiffes sei eine akute Nothilfe, sagte Bedford-Strohm. „Man kann Menschen nicht ertrinken lassen. Punkt!“ Bleibende Aufgabe von Kirche und Diakonie sei es, Menschen in ihren afrikanischen Heimatländern eine Perspektive zu erarbeiten. Für viele Menschen sei die „Sea-Watch 4“ ein „Schiff ihres Herzens“, sagte Bedford-Strohm. Die Unterstützung für das Projekt komme aus der Mitte der Gesellschaft. ACAT Deutschland ist dem Bündnis zur Seenotrettung beigetreten und hat für den Kauf des Schiffes 1.500 € zur Verfügung gestellt.
Das Schiff sei zuverlässig und in einem „hervorragenden Zustand“, hatte Michael Schwickart von der Hilfsorganisation Sea-Watch bescheinigt. Es habe zudem viel Platz und könne mehrere hundert Flüchtlinge aufnehmen. Nach einigen Umbauten könnte voraussichtlich im April 2020 der Einsatz zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer beginnen. Die neue „Sea-Watch 4“ ist wesentlich größer als die „Sea-Watch 3“, die derzeit im Mittelmeer kreuzt. Etwa 300 Flüchtlinge könne das Schiff im Normalfall unterbringen. Bei akuten Notfällen könnten es für kurze Zeit aber auch bis zu 900 sein. 26 feste und ehrenamtliche Mitarbeiter aus mehreren europäischen Ländern sind auf den jeweils vierwöchigen Einsätzen dabei. 
Das Schiff wurde 1976 gebaut, ist über 60 Meter lang und 11 Meter breit.  Die moderne Krankenstation an Bord stellt die medizinische Erstversorgung sicher und bietet dem medizinischen Personal alle Möglichkeiten, um verletzte und geschwächte Gerettete behandeln zu können. Die „Sea-Watch 4“ besitzt zwei schnelle Beiboote für die Bergung der Menschen auf sinkenden Booten. Bei Seenotfällen geht es oft um Minuten, die zwischen Leben und Tod entscheiden. Das Achterdeck bietet mit 135 m² ausreichend Platz für die sichere Unterbringung der Geretteten, die oftmals mehrere Tage oder gar Wochen an Bord verbringen müssen.

Quelle: https://www.ekd.de/schiffstaufe-sea-watch-4-53416.htm

 

 

arrow32px Jemen: Menschenrechtspreis für Huda Al-Sarari
Die jemenitische Anwältin Huda Al-Sarari ist mit dem renommierten Martin-Ennals-Menschenrechtspreis ausgezeichnet worden. Die Jury der als „Nobelpreis für Menschenrechte“ geltenden Auszeichnung würdigte die 42-Jährige in Genf für den besonderen Mut, mit dem sie die Existenz geheimer Gefängnisse im Bürgerkriegsland Jemen aufgedeckt habe. Tausende von Männern und Jungen seien in Haftanstalten eingesperrt, gefoltert und ermordet worden.
Diese Haftanstalten wurden ganz wesentlich von ausländischen Regierungen eingerichtet. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und verbündete Milizen sind für eine hohe Zahl an Fällen von willkürlicher Inhaftierung und Folter verantwortlich, wenngleich sich alle Kriegsparteien dieser Verbrechen schuldig machen.
ACAT hatte speziell zu dieser Problematik im Juli 2017 eine Briefaktion an die VAE durchgeführt und in Berichten an das Auswärtige Amt auf die Geheimgefängnisse hingewiesen, zuletzt im Rahmen von Gesprächen mit dem Forum Menschenrechte im vergangenen November.
Am 12. Februar 2020 war Huda Al-Sarari in Berlin zu Gast bei einer von Brot für die Welt und vom Deutschen Institut für Menschenrechte organisierten Veranstaltung, die von einem Vorstandsmitglied der ACAT besucht wurde.
Weitere Informationen zu Huda Al-Sarari:
https://www.berlinertageszeitung.de/politik/59368-jemenitische-anwaeltin-mit-renommiertem-menschenrechtspreis-geehrt.html

https://www.youtube.com/watch?v=pobYGaECALs

 


arrow32pxVersandtermine der ACAT-Monatssendung
Für März: 28.02., für April: 27.03., für Mai: 29.04., für Juni: 29.05., für Juli / August: 01.07.

 

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Ab sofort steht die Bescheinigung über die Gemeinnützigkeit der ACAT für das Finanzamt auf der Webseite bereit: Zum Download


 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
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Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)

Neu: Der Flyer zum Event steht hier zum Download bereit

Die direkte Online-Anmeldung auf der Webseite der Akademie Schwerte ist jetzt verfügbar

 


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 26./27. Juni


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.
 
Den Ablaufplan der ACAT-Gruppe Essen-Byfang zur Nächtlichen Gebetswache am 26.06. um 20.00 Uhr in St. Barbara können Sie sich als Beispiel ab sofort hier herunterladen.
 
Auch steht ein alternatives Plakat zur Verfügung, welches Sie gerne für Ihre eigene Veranstaltung bearbeiten und verwenden dürfen: Zum Download

 


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