ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Juni 2019

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

MYANMAR Wa Lone und Kyaw Soe Oo DA 12/18

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxMyanmar – Die beiden Reuters-Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo sind nach über 500 Tagen Haft im Zuge einer Amnestie des Präsidenten von Myanmar am 7. Mai 2019 freigelassen worden. Sie waren 2018 zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Dies ist nach Einschätzung von Amnesty International (AI) ein wichtiges Signal im Ringen um die Pressefreiheit in Myanmar.
Erst zwei Wochen vor ihrer Freilassung hatte der Oberste Gerichtshof von Myanmar ihre Rechtsmittel abgelehnt. Wa Lone sagte zu Journalist_innen vor dem Insein-Gefängnis: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die uns im Gefängnis unterstützt haben, und bei den Menschen in der ganzen Welt, die unsere Freilassung gefordert haben. Ich kann es nicht erwarten, in die Redaktion zurückzukehren.“ Wa Lone und Kyaw Soe Oo hätten laut AI gar nicht inhaftiert werden dürfen. Daher müssen ihre Schuldsprüche aufgehoben und ihre Einträge im Strafregister gelöscht werden.
Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme hatten die beiden Journalisten zu einem Massaker an zehn Jungen und Männern der Rohingya-Minderheit durch myanmarische Sicherheitskräfte recherchiert. Sieben Militärangehörige wurden später von einem Militärgericht zu zehnjährigen Haftstrafen verurteilt.


arrow32pxVereinigte Arabische Emirate: Ahmed Mansoor soll Hungerstreik beendet haben
Unsere Dringlichkeitsaktion (DA Mai 2019) für den Menschenrechtsverteidiger Ahmed Mansoor wurde auch von ACAT-Belgien und ACAT-Schweiz aufgegriffen. Mansoors Organisation GCHR (Gulf Centre for Human Rights) berichtet, dass er seinen Hungerstreik inzwischen beendet hat, nachdem die Behörden angekündigt haben, auf seine Forderungen einzugehen. Ein kürzlich entlassener und ausgereister Häftling bestätigte, dass die Haftbedingungen sehr hart sind. Während Inhaftierte üblicherweise in die Gefängniskantine gehen dürfen, blieb dies Mansoor verwehrt. Seit seiner Inhaftierung im Al-Sadr-Gefängnis wurde der Menschenrechtsverteidiger in weitgehender Isolation gehalten. Er konnte die Zelle nur für wenige Familienbesuche verlassen. Offenbar durfte er zuletzt einmal nach draußen gehen, als sein Hungerstreik international Aufmerksamkeit erhielt. In den V.A. Emiraten wurden anlässlich des Fastenmonats Ramadan 3.000 Gefangene freigelassen, nicht jedoch inhaftierte Menschenrechtsverteidiger.


arrow32pxACAT Monatssendung, Versand
Beim Versand der Monatssendung per Mail gibt es ab Juni eine Änderung. Um eine bessere Übersichtlichkeit zu erreichen, wird es künftig lediglich vier Anhänge geben:
AA.pdf (ACAT Aktuell), DA.pdf (DA-Informationen und Briefe), GB.pdf (Gebetsblatt als Faltblatt) sowie GB_Briefe.docx (Gebetsblatt in A4 sowie die Briefe als WORD-Dateien).
Diese Variante ist hoffentlich für alle EmpfängerInnen gut handhabbar und bietet gleichzeitig mehr Übersichtlichkeit.



arrow32pxACAT-Tagung zum Thema „Kinderrechte als Menschenrechte“, 6. / 7. September 2019 in Münster
In bewährter Zusammenarbeit mit der Akademie „Franz-Hitze-Haus“ in Münster/Westfalen lädt die ACAT zu diesem Seminar am 6. und 7. September 2019 ein.
Eine Vertreterin des Deutschen Instituts für Menschenrechte wird eine Übersicht über das Verhältnis von Menschenrechten und Kinderrechten geben und vor allem die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen erklären.
Aus den Erfahrungen der Mitarbeiterinnen der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer - BAfF e.V. wird zum Thema „Traumatisierung bei Kindern im Kontext menschenrechtlicher Fragen“ berichtet. Auch die Problematik der „Kindersoldaten“ wird thematisiert werden. Außerdem soll die Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen dargestellt werden. Einladungen mit weiteren Informationen folgen.


arrow32pxAbschiebungen: CPT fordert Verzicht auf „unverhältnismäßige und unangemessene“ Gewaltanwendung
Anfang Mai berichteten mehrere Zeitungen über eine Stellungnahme des CPT (Antifolterkomitee des Europarats). Darin wird kritisiert, dass Abschiebungen oft sehr kurzfristig angekündigt werden.
Das CPT hatte Deutschland vom 13. bis 15. August 2018 besucht. Mitglieder des CPT hatten währenddessen an einem Abschiebeflug von München nach Kabul teilgenommen.
Laut SPIEGEL online und anderen Medien forderte der Europarat Deutschland auf, bei der Abschiebung von Migranten „unverhältnismäßige und unangemessene“ Gewaltanwendung zu unterlassen. Das CPT bezieht sich auf einen Vorfall, bei dem ein Mann von sechs Polizisten festgehalten wurde. Ein Beamter habe ihm einen Arm gegen den Hals gedrückt und somit seine Atemfähigkeit eingeschränkt. Ein anderer Polizist habe dem am ganzen Körper mit Klebeband Gefesselten mehrmals für längere Zeit die Genitalien gequetscht. Diese Methode ziele eindeutig darauf ab, durch Zufügung starker Schmerzen kooperatives Verhalten zu erreichen. Das CPT fordert Maßnahmen von Deutschland, um die Anwendung dieser Techniken zu unterbinden. Der Ausführliche Bericht des CPT kann nachgelesen werden unter: http://docs.dpaq.de/14814-cpt-bericht.pdf


arrow32pxNächtliche Gebetswache am 26. Juni, UN-Tag des Folteropfers
Die diesjährige Nächtliche Gebetswache der ACAT findet unter dem Motto „Sondern erlöse uns von dem Bösen“ statt. Wie in den vergangenen Jahren, rufen wir die Christen dazu auf, in der Nacht des 26. Juni 2019 der Opfer der Folter zu gedenken. Dazu stellen wir anlässlich des UN-Tags zur Unterstützung des Folteropfers das Schicksal von 10 Gefangenen vor. 
Nähere Informationen finden Sie auf der Kampagnenwebsitehttps://nuitdesveilleurs.fr/de/

Auch Sie können zu einer Gebetswache einladen oder sich daran beteiligen. So schließen Sie sich den Tausenden von Christinnen und Christen weltweit an, welche die Opfer von Folter unterstützen und für sie beten.

Bisher sind folgende Termine und Orte für die Gebetswache bereits bekannt:

26. Juni um 18.30 Uhr in der Herz Jesu Kirche Tempelhof: Gebetswache der Berliner ACAT-Gruppe mit der dortigen Taizé-Gruppe, Friedrich-Wilhelm-Str. 70-71, 12103 Berlin

26. Juni, 21.00 Uhr in der Hildesheimer Heilig Kreuz-Kirche (Kreuzstraße): Nächtliche Gebetswache mit Gebeten, Taizé-Liedern, Meditationen, Zeiten der Stille an mehreren Stationen der Kirche 

26. Juni, 20.30 bis 01.00 Uhr, Ökumenisches Zentrum Neckarelz, Neuburgstraße 10, 74821 Mosbach:
Taizé-Nachtgebet für Folteropfer mit Taizégesängen, Bibelworten, Briefaktionen und Gebet

Wenn Sie zum Tag des Folteropfers am 26. Juni einen Gebetsanlass organisieren, können Sie diesen eintragen unter: https://nuitdesveilleurs.fr/de/anlaesse/
Wir bitten auch um Mitteilung an die ACAT Geschäftsstelle.

Eine Meditation zum Thema der Gebetswache findet sich unter:
https://nuitdesveilleurs.fr/content/uploads/2019/05/ALL1.-Thema-2019.pdf

 
arrow32pxReminder – Kirchentag Dortmund / ACAT-Empfang am 21. Juni 2019
ACAT ist mit einem Stand auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund vertreten, Außenfläche A3, nahe Biomarkt der Köstlichkeiten, neben dem Amnesty-Bus. Der ACAT-Stand ist von Donnerstag bis Samstag von 10.30 bis 20 Uhr besetzt. Politisches Nachtgebet: 20. Juni, um 21.00 Uhr, Lutherkirche in Dortmund Hörde (s. u.a. ACAT Aktuell April).
Am Freitag, 21. Juni, findet um 19.30 Uhr ein Empfang zum 35-jährigen Bestehen von ACAT Deutschland statt. Wir freuen uns, diesen Anlass mit Mitgliedern und Interessierten zu begehen.

 


 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Herbst-Tagung

seminar2019

Quelle: Franz-Hitze-Haus Münster


"Kinderrechte - Menschenrechte" im Franz-Hitze-Haus Münster am 6. & 7. September 2019...(weiterlesen)

Der Flyer zur Veranstaltung kann ab sofort hier heruntergeladen werden.


Kirchentag2019

Wie in den Vorjahren ist die ACAT Deutschland wieder mit einem Stand und am Politischen Nachtgebet vertreten.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht über die ACAT-Aktivitäten auf dem Kirchentag in ACAT Aktuell 07/2019 (Link)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Informationen zur Kampagne in Deutschland:

1. Der folgende Ablauf für eine Nächtliche Gebetswache (geplant für
Essen-Ruhrhalbinsel in der kath. Kirche St. Suitbert in Überruhr,
Klapperstraße, am 26.6. um 20 Uhr) möchte Vorschlag oder Hilfestellung 
für die eigene Vorbereitung sein.
 
Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen

2. Weitere Veranstaltungen:

Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu
Friedrich-Wilhelm-Str. 70-71
12103 Berlin/ Tempelhof
Juni um 18.30 Uhr

 


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