ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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April 2019

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

ASERBAIDSCHAN: Mehman Huseynov
DA 02/19

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxAserbaidschan – Am 2. März wurde der bekannte aserbaidschanische Blogger Mehman Huseynov nach Ablauf seiner Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen. Er verbüßte eine zweijährige Haftstrafe, der eine konstruierte Anklage vorausgegangen war. Mehman Huseynov hatte zu Korruptionsvorwürfen gegen hohe aserbaidschanische Amtsträger recherchiert. 2017 wurde er von einem Gericht in Baku wegen „Verleumdung“ einer ganzen Polizeiwache zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er seine dort erlittene Folter in einer Stellungnahme vor Gericht geschildert hatte. Vor dem regulären Ende seiner Haftstrafe brachten die Behörden am 26. Dezember 2018 neue Anklagepunkte gegen ihn vor. Damit wollten sie die Verlängerung seiner Haft erreichen. Dieses Vorgehen löste jedoch Proteste im In- und Ausland aus, sodass die Behörden im Januar dem Druck nachgeben und die neuen Anklagen zurückzogen. Es bleibt zu hoffen, dass Mehman Huseynov dauerhaft vor Festnahmen und Repressalien geschützt wird und die Behörden auch die anderen in unserem Appellbrief erwähnten Gefangenen endlich freilassen.


arrow32pxVietnam: Hoffnung auf Umwandlung eines Todesurteils
Der Oberste Volksgerichtshofs von Vietnam befasst sich mit den Mängeln im Verfahren gegen Dang Van Hien, mehr als sechs Monate, nachdem sein Todesurteil bestätigt worden war. Am 12. Juli 2018 war dieses im Berufungsverfahren durch den Obersten Volksgerichtshof bekräftigt worden. Weder das Tribunal in erster Instanz noch das Berufungsgericht hatten die Existenz mildernder Umstände anerkannt. Dies entsprach einer Rechtsweigerung. Am 18.02.2019 haben die Anwälte des Gefangenen eine offizielle Mitteilung des Obersten Volksgerichtshofs von Hanoi erhalten. Darin werden sie aufgefordert, weitere (entlastende) Beweise vorzulegen. Nun besteht Hoffnung, dass das Todesurteil umgewandelt werden könnte. ACAT hat sich im September 2018 mit einer Dringlichkeitsaktion für Dang Van Hien eingesetzt.


arrow32pxIran: Gerichtsurteil – 38 Jahre Haft und 148 Stockhiebe
Am 9. Februar 2019 erfuhr Nasrin Sotoudeh von der Vollstreckungsbehörde des Teheraner Evin-Gefängnisses, dass in ihrem jüngsten Gerichtsverfahren ein Urteil gegen sie ergangen war. Ihr wurde die Urteilsschrift vorgelegt, in der es hieß, dass sie in sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen worden war. Das Urteil lautet auf 33 Jahre Haft und 148 Stockhiebe. Die Verhandlung hatte am 30. Dezember 2018 vor der Abteilung 28 des Teheraner Revolutionsgerichtes in ihrer Abwesenheit stattgefunden. Im September 2016 war sie in einem separaten Fall bereits zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, womit ihre Gefängnisstrafe nun insgesamt 38 Jahre beträgt.
ACAT-Deutschland hat Nasrin Sotoudeh für den Menschenrechtspreis des Richterbunds 2020 vorgeschlagen. Im November 2018 haben wir eine Briefaktion für sie und ihren Ehemann, der inzwischen auf Kaution freigelassen wurde, durchgeführt. Es wurde in den vergangenen Jahren mehrfach für sie interveniert. Eindrückliches Video über Nasrin Sotoudeh zum Martin-Ennals-Preis 2012:   

www.martinennalsaward.org/hrd/nasrin-sotoudeh-2-2/


arrow32pxKalifornien setzt die Todesstrafe aus
Die Weltkoalition gegen die Todesstrafe begrüßt, dass der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, ein Moratorium beschlossen hat, durch das vorerst keine weiteren Hinrichtungen durchgeführt werden. In Kalifornien befinden sich 737 Menschen im Todestrakt, etwa 25% aller Todestraktinsassen der USA. Die Weltkoalition gratuliert den 40 Millionen Einwohnern des größten US-Bundesstaates zu diesem Moratorium und hofft auf weitere Schritte zu einer vollständigen Abschaffung der Todesstrafe.


arrow32px7. Weltkongress gegen die Todesstrafe
Vom 26. Februar bis zum 1. März 2019 fand in Brüssel der 7. Weltkongress gegen die Todesstrafe statt.
ACAT-Deutschland wurde von unserem Vorstandsmitglied Cécile Auriol vertreten. Das Treffen diente dem Austausch von Erfahrungen im Kampf gegen die Todesstrafe und der globalen Vernetzung verschiedener Akteure, insbesondere der Zivilgesellschaft. Es fand ein intensiver Austausch insbesondere mit Aktivisten aus Afrika und Asien statt. Die Abschlusserklärung des Kongresses würdigt einige Erfolge: u.a. die Abschaffung der Todesstrafe in Burkina Faso und Guatemala sowie die klare Ablehnung der Todesstrafe im katholischen Weltkatechismus in 2017.
Sorge bereitet weiterhin, dass 56 Staaten und Territorien an der Todesstrafe festhalten, auch Minderjährige und Menschen mit geistigen Behinderungen betroffen sind und dass die Haftbedingungen im Todestrakt unmenschlich sind.


arrow32px66. Sitzung des UN-Komitees gegen Folter / Bericht der ACAT-Deutschland
Zur 66. Sitzung des UN-Komitees gegen Folter im April in Genf legt ACAT-Deutschland mit der FIACAT einen Schattenbericht vor. Anknüpfend an das Thema unserer Unterschriftenkampagne zum 10. Dezember 2016 wird darin der teilweise eingeschränkte Zugang von heroinabhängigen Gefangenen zu einer Substitutionstherapie dargestellt.


arrow32pxKarfreitagskampagne der ACAT-Schweiz 2019: Todesstrafe in den USA / Appell an den Nestlé-Konzern
Die diesjährige Karfreitagskampagne der ACAT-Schweiz richtet sich an den Nestlé-Konzern, damit dieser sich gegen die Todesstrafe in den USA engagiert. ACAT-Deutschland unterstützt die Kampagne mit einer Briefaktion im April. Weitere Informationen unter www.acat-deutschland.de

 

arrow32pxFilmhinweis „Beale Street“
„Die 19-jährige Tish und ihr Verlobter Fonny sind ein junges Paar im ärmlichen Viertel Harlem. Fonny wird fälschlicherweise der Vergewaltigung an einer Puerto-Ricanerin beschuldigt und kommt ohne Prozess unschuldig ins Gefängnis. Kurze Zeit später erfährt Tish, dass sie von Fonny ein Kind erwartet. Mit Zuversicht versichert sie ihm, ihn noch vor der Geburt aus dem Gefängnis zu holen. Mit Hilfe der Familie versucht sie mit allen Mitteln, seine Unschuld zu beweisen. ...“ (Quelle: EPD) Weitere Informationen, Fotos und Film-Trailer unter:

www.epd-film.de/filme/beale-street

www.epd-film.de/filmkritiken/beale-street

 

arrow32pxFilmhinweis „Fairtraders“: Erfolg, ethisch und fair
Diesen Hinweis möchten wir nicht zuletzt hinsichtlich der verbreiteten Zwangsarbeit in der Baumwollernte (s. DA Turkmenistan, März 2019) und hinsichtlich der unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der weltweiten Kleidungsproduktion verbreiten:
„Wirtschaften muss auch fair gehen! Das dachten sich die drei Persönlichkeiten dieses Films und begannen sich neu zu orientieren. Sina Trinkwalder, früher Leiterin einer Marketing-Agentur, fertigt heute Zero-Waste-Kleidung mit Angestellten, die auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance hätten. Der Textilingenieur Patrick Hohmann leitet zwei Großprojekte in Indien und Tansania für die Herstellung von Biobaumwolle, die er direkt vor Ort betreut und unterstützt. Und die ehemalige Pädagogin Claudia Zimmermann betreibt jetzt einen Biohof mit angeschlossenem Dorfladen in der Schweiz und engagiert sich gegen Food Waste. (...) Im inspirierenden Film FAIR TRADERS zeigt der renommierte Regisseur Nino Jacusso die Philosophie und Arbeit dieser drei Akteure des freien Markts und macht sie emotional miterlebbar – engagiertes Kino mit starken Bildern, das Mut macht, aktiv an der fairen Gestaltung unserer Zukunft teilzunehmen.“ Weitere Informationen, Fotos, Film-Trailer sowie teilnehmende Kinos unter:  

www.realfictionfilme.de/filme/fair-traders/index.php?id=138

www.fairtraders.ch/

 

arrow32pxACAT auf dem Kirchentag vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund – HelferInnen gesucht!
Der ACAT-Stand ist von Donnerstag bis Samstag jeweils von 10.30 bis 20.00 Uhr besetzt (s. ACAT Aktuell März 2019). Politisches Nachtgebet: Donnerstag, 20. Juni, um 21.00 Uhr, Lutherkirche in Dortmund Hörde. Wir freuen uns, vielen ACAT-Mitgliedern und Interessierten zu begegnen. Für Donnerstag, 20.6., und Freitag, 21.6., werden noch von jeweils 10.30 bis 13 Uhr HelferInnen für den Standdienst gesucht. Bitte melden Sie sich bei Interesse im Büro.


 

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Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Herbst-Tagung

seminar2019

Quelle: Franz-Hitze-Haus Münster


"Kinderrechte - Menschenrechte" im Franz-Hitze-Haus Münster am 6. & 7. September 2019...(weiterlesen)

Der Flyer zur Veranstaltung kann ab sofort hier heruntergeladen werden.


Kirchentag2019

Wie in den Vorjahren ist die ACAT Deutschland wieder mit einem Stand und am Politischen Nachtgebet vertreten.

Lesen Sie einen ausführlichen Bericht über die ACAT-Aktivitäten auf dem Kirchentag in ACAT Aktuell 07/2019 (Link)


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Informationen zur Kampagne in Deutschland:

1. Der folgende Ablauf für eine Nächtliche Gebetswache (geplant für
Essen-Ruhrhalbinsel in der kath. Kirche St. Suitbert in Überruhr,
Klapperstraße, am 26.6. um 20 Uhr) möchte Vorschlag oder Hilfestellung 
für die eigene Vorbereitung sein.
 
Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen

2. Weitere Veranstaltungen:

Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu
Friedrich-Wilhelm-Str. 70-71
12103 Berlin/ Tempelhof
Juni um 18.30 Uhr

 


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