ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Februar 2019

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

JEMEN: Awad Kashmeem


DA 07/18
KASACHSTAN: Talgat Ayan


DA 04/17
MAURETANIEN: Biram Dah Abeid und Abdellahi el Housein Mesoud DA 20/18

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxJemen – Der jemenitische Journalist Awad Kashmeem war am 21.02.2018 festgenommen worden. Erst kürzlich wurde bekannt, dass er bereits am 18.03.2018 freigelassen wurde. ACAT hatte im April 2018 eine Briefaktion für ihn unternommen und auch generell eine Beendigung der Praxis des „Verschwindenlassens“ gefordert.

arrow32pxKasachstan – Talgat Ayans Urteil wurde im April 2018 in eine bedingte Haftstrafe umgewandelt, sodass er daraufhin freigelassen wurde (s. auch aktuelle DA Kasachstan).


arrow32pxMauretanienBiram Dah Abeid und Abdellahi el Housein Mesoud sind zum Jahreswechsel freigelassen worden. Ein Gericht verurteilte die beiden Männer zu je sechs Monaten Haft, von denen zwei Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Da sie bereits mehr als vier Monate im Gefängnis verbracht hatten, sind beide Sklavereikritiker nach der Urteilsverkündung freigekommen.
Anlass der Festnahmen war die Beschwerde eines Journalisten, der Biram Dah Abeid beschuldigte, ihn aufgrund einer Fernsehdokumentation bedroht zu haben. Abdellahi el Housein Mesoud wurde Mittäterschaft vorgeworfen. Obwohl der Journalist seine Beschwerde zu einem späteren Zeitpunkt zurückzog, verfolgte die Staatsanwaltschaft den Fall gegen die beiden Aktivisten weiter. Biram Dah Abeid bedankte sich gegenüber Amnesty International für die Unterstützung.


arrow32pxMyanmar – Am 11. Januar hat ein Gericht in Myanmar die Berufungsgesuche der Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo abgewiesen. Damit sind sie in großer Gefahr, tatsächlich 7 Jahre in Haft bleiben und dabei harte Zwangsarbeit verrichten zu müssen. Ein endgültiges Urteil wird der Oberste Gerichtshof verkünden. Im Dezember 2018 haben wir uns mit einer DA für sie eingesetzt. Die beiden Journalisten arbeiteten für die Nachrichtenagentur Reuters. Sie hatten Menschenrechtsverletzungen im Zuge militärischer Operationen im nördlichen Staat Rakhine untersucht. Das Militär beging Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die sich gegen die muslimische Rohingya-Bevölkerung richteten und eine massive Fluchtwelle der Rohingya nach Bangladesch auslösten.


arrow32pxVietnam – Zusätzlich zur DA September haben wir Unterschriftenlisten angeboten, um uns für den von der Todesstrafe bedrohten Gefangenen Dang Van Hien einzusetzen. Es wurden 433 Unterschriften auf Petitionslisten gesammelt. Diese wurden von der Geschäftsstelle an die vietnamesische Botschaft geschickt. ACAT Frankreich wird die Angehörigen des Gefangenen über die Unterschriftenzahl informieren.


arrow32pxLibyen: Fortsetzung der ACAT-Unterschriftenkampagne
Die Unterschriftenkampagne zum Tag der Menschenrechte am 10.12.2018 wird verlängert.
Wir möchten herzlich danken für die bereits eingereichten Briefe und Petitionslisten. Danke auch an alle, die in ihrem Umfeld Unterschriften gesammelt haben. Weitere Petitionsbögen sind auf unserer Website www.acat-deutschland.de zu finden oder über die ACAT-Geschäftsstelle erhältlich. Wir werden die nächste Rücksendefrist über ACAT-Aktuell bekannt geben.
Mit der Kampagne fordern wir insbesondere die Beendigung der Unterstützung der libyschen Küstenwache, da diese für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich ist.


arrow32pxBahrain / Vereinigte Arabische Emirate: Urteile gegen Menschenrechtsverteidiger
Am 31.12.2018 bestätigte das Kassationsgericht von Bahrain die Haftstrafe von fünf Jahren, die gegen den Menschenrechtsverteidiger Nabeel Rajab verhängt worden war. Ihm drohen bis zu 14 weitere Anklagen. In den VA Emiraten wurde das Urteil gegen Ahmed Mansoor ebenfalls am 31.12.2018 bestätigt. Neben einer Haftstrafe von 10 Jahren war er zu einer Geldstrafe von ca. 270.000 US-Dollar verurteilt worden. Im Dezember fanden mehrere Gerichtstermine statt, bei denen er sich teilweise selbst verteidigte. Gegen das Urteil kann keine Berufung eingelegt werden. ACAT hat für beide Gefangenen mehrere Briefaktionen und Vorstandsinterventionen durchgeführt und wird ihr Schicksal weiterhin verfolgen.

 

arrow32pxKlausurtagung Forum Menschenrechte
Die Klausurtagung des Forum Menschenrechte im Januar 2019 befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Menschenrechte in unsicheren Zeiten“ und hat damit das ACAT-Thema vom Seminar im September 2018 aufgenommen. Zunächst berichtete Frau Prof. Rudolf von Deutschen Institut für Menschenrechte über die „Krise des Multilateralismus“, in dem sie deutlich machte, dass es leider nicht mehr selbstverständlich ist, dass die Menschenrechte für jedes Individuum gelten. Eine „regelbasierte Ordnung“ sei zunehmend in Gefahr. Das sei auch im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen erfahrbar, ergänzte Dr. Rathgeber vom Forum Menschenrechte.
Gerade in diesen Zeiten sei es wichtig, sich bei den kommenden Wahlen zum europäischen Parlament dafür einzusetzen, dass Abgeordnete aus Parteien gewählt werden, die sich ausdrücklich für die Menschenrechte einsetzen. Das Forum Menschenrechte wird sich mit ihren mehr als 50 Mitgliedsorganisationen dafür stark machen. Organisationen wie Amnesty International oder die ACAT, die grenzübergreifend tätig sind, werden aufgefordert, ihre Kontakte zu nutzen, um die Demokratie europaweit zu stärken.
Das sei derzeit besonders angesagt, ergänzte G. Burkhardt von Pro Asyl, weil schleichend bisher unbestrittene Gesetzmäßigkeiten infrage gestellt werden. So wird durch die Einschränkungen bei der Seenotrettung nicht mehr das Menschenrecht auf Leben an die erste Stelle gesetzt, sondern die Abwehr von Flüchtlingen. Eine Prioritätenverschiebung mit tödlichen Folgen.
Ein von ACAT mit Pro Asyl initiierter Appellbrief an die Bundestagsabgeordneten in den Ausschüssen für Menschenrechte und Auswärtiges wurde von 16 weiteren Menschenrechtsorganisationen mitunterzeichnet, s.u.
Als weitere Themen der Forums-Klausur wurden besprochen: *Digitalisierung als Problem vor allem für die Pressefreiheit, *Umweltzerstörung und Klimawandel, die das Recht auf Leben einschränken, *Rassismus in der Einwanderungsgesellschaft, der die Menschenwürde (Art 1 GG) bedroht.




arrow32pxACAT, Pro Asyl und weitere NGOs fordern Ende der Kooperation mit der libyschen Küstenwache
ACAT und PRO ASYL fordern: Menschenrechtswidrige Kooperation beenden, aus Seenot Gerettete nach Europa ausschiffen, Evakuierung der Schutzsuchenden beschleunigen
ACAT, PRO ASYL und 16 weitere Organisationen* appellieren in einem gemeinsamen Brief an die Abgeordneten des Menschenrechts- und des Auswärtigen Ausschusses: Es muss Schluss sein mit der Kooperation zwischen der EU und der »libyschen Küstenwache«!
Der Bundestag und die Bundesregierung dürfen nicht mehr dabei zusehen, wie Menschen in Folterlager zurückgeschleppt werden. Die unterzeichnenden Organisationen appellieren mit Nachdruck an den Bundestag sowie an die Bundesregierung, sich für eine sofortige Schließung der Flüchtlingshaftlager einzusetzen. Gleichzeitig muss der quälend langsame Prozess der Evakuierung der in Libyen festsitzenden Flüchtlinge beschleunigt werden.
*Mitunterzeichner: Adivasi-Koordination, Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR, Brot für die Welt – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung, Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer – BafF, FIAN-Deutschland, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung - IPPNW, KOK – Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel, Lesben- und Schwulenverband – LSVD, medico international, Nürnberger Menschenrechtszentrum, Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“, pax christi – Deutsche Sektion, Verband binationaler Familien und Partnerschaften – iav, Westpapua-Netzwerk


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Kirchentag2019

Wie in den Vorjahren ist die ACAT Deutschland wieder mit einem Stand und am Politischen Nachtgebet vertreten.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und über Ihre Unterstützung. Weiterlesen...

Weitere Informationen zum Kirchentag: www.kirchentag.de

Friedensgang mit Gebeten

Die Karfreitagskampagne 2019 wird in Essen-Byfang im Rahmen eines Friedensgangs mit Gebeten für den Frieden in Europa und die Opfer politischer Gewalt nach der Karfreitagsliturgie zusammen mit der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (Kfd) und der ACAT-Gruppe durchgeführt.

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gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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