ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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PRO ASYL und ACAT fordern: Menschenrechtswidrige Kooperation beenden, aus Seenot Gerettete nach Europa ausschiffen, Evakuierung der Schutzsuchenden beschleunigen

 

PRO ASYL, ACAT (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter), Brot für die Welt, Misereor, medico international und 13 weitere Organisationen* appellieren an die Abgeordneten des Menschenrechts- und des Auswärtigen Ausschusses: Es muss Schluss sein mit der Kooperation zwischen der EU und der »libyschen Küstenwache«! Der deutsche Bundestag und die deutsche Bundesregierung dürfen nicht mehr dabei zusehen, wie Menschen in Folterlager zurückgeschleppt werden. Die unterzeichnenden Organisationen appellieren mit Nachdruck an den Bundestag sowie an die Bundesregierung, sich für eine sofortige Schließung der Flüchtlingshaftlager einzusetzen. Gleichzeitig muss der quälend langsame Prozess der Evakuierung der in Libyen festsitzenden Flüchtlinge beschleunigt werden.

Im den letzten zwei Jahren hat die sogenannte »libysche Küstenwache« über 30.000 Flüchtlinge und MigrantInnen auf dem Meer aufgegriffen, zurückgeführt in die libysche Hölle. Ein Großteil wurde umgehend inhaftiert. In Libyen werden Menschen unter grausamsten und unwürdigsten Bedingungen in Lagern und Gefängnissen festgehalten. Die neuesten Berichte von UNHCR und Human Rights Watch dokumentieren Folter, Vergewaltigungen und außergerichtliche Hinrichtungen. Ebenso werden Schutzsuchende Opfer von Menschenhandel, Sklaverei und Zwangsarbeit.

Die »libysche Küstenwache« wendet im Rahmen ihrer Patrouillen und ihrer »Rettungseinsätze« vielfach Gewalt gegen Männer, Frauen und Kinder an, zwingt die Betroffenen mit Drohungen auf ihre Schiffe und bringt sie unter Zwang zurück nach Libyen. Libyen beansprucht seerechtswidrig eine Hoheitsgewalt in internationalen Gewässern und hat ausdrücklich Gewalt gegen Hilfsorganisationen angekündigt. Wiederholt haben libysche Einheiten auch die SeenotretterInnen mit dem Tode bedroht und deren Schiffe beschossen. Ungeachtet all dieser Verbrechen wird die libysche Küstenwache weiterhin von der EU finanziell unterstützt und militärisch ausgerüstet.

Weder Deutschland noch die EU dürfen Libyen als »sicheren Ort« anerkennen, an den Gerettete zurückgebracht werden könnten. Das Non-Refoulement-Prinzip ist zwingend von allen Akteuren zu achten und auf dem Meer gerettete Menschen dürfen nicht nach Libyen zurückgeschleppt werden, sondern müssen in einen europäischen Hafen gebracht werden! Die Kriminalisierung von Seenotrettung muss aufhören.

 

 

*Mitunterzeichner-Organisationen sind:

Adivasi-Koordination e.V.

Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V.

Brot für die Welt – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V.

Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer – BafF e.V.

FIAN-Deutschland e.V.

Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit

Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. - IPPNW

KOK – Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.

Lesben- und Schwulenverband – LSVD e.V.

medico international e.V.

Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V.

Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ e.V.

pax christi – Deutsche Sektion e.V.

Verband binationaler Familien und Partnerschaften – iav e.V.

 Westpapua-Netzwerk


 

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Was Sie tun können


Kirchentag2019

Wie in den Vorjahren ist die ACAT Deutschland wieder mit einem Stand und am Politischen Nachtgebet vertreten.
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Weitere Informationen zum Kirchentag: www.kirchentag.de

Friedensgang mit Gebeten

Die Karfreitagskampagne 2019 wird in Essen-Byfang im Rahmen eines Friedensgangs mit Gebeten für den Frieden in Europa und die Opfer politischer Gewalt nach der Karfreitagsliturgie zusammen mit der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (Kfd) und der ACAT-Gruppe durchgeführt.

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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer


Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Informationen zur Kampagne in Deutschland:

1. Der folgende Ablauf für eine Nächtliche Gebetswache (geplant für
Essen-Ruhrhalbinsel in der kath. Kirche St. Suitbert in Überruhr,
Klapperstraße, am 26.6. um 20 Uhr) möchte Vorschlag oder Hilfestellung 
für die eigene Vorbereitung sein.
 
Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen

2. Weitere Veranstaltungen:

Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu
Friedrich-Wilhelm-Str. 70-71
12103 Berlin/ Tempelhof
Juni um 18.30 Uhr

 


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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