ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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November 2018

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

VIETNAM: Bloggerin Nguyen Ngoc Nhu Quynh („Me Nam“)

DA 09/18
ISRAEL: Menschenrechtsanwalt Salah Hamouri Int.-VS 08.09.17

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!


Magazin welt-sichten

arrow32px„welt-sichten“ 11-2018: Eingebuchtet! Leben im Gefängnis
Ein Gefängnis ohne Wachpersonal und Schusswaffen – dafür mit Gemüsegärten, Haustieren und Gemeinschaftsräumen? So funktionieren tatsächlich die Haftanstalten von APAC in Brasilien. In „normalen“ Gefängnissen sind dort Misshandlungen häufig, vielfach haben kriminelle Banden das Sagen. Dagegen können Straftäter in APAC-Gefängnissen würdig leben und bekommen eine echte Chance auf Resozialisierung, berichtet Sarah Fernandes in der neuen Ausgabe von „welt-sichten“.

Gefängnisse sind das Schwerpunktthema dieses Magazins im November. Es beleuchtet, warum Haftanstalten oft überfüllt sind, wo besonders viele Menschen ohne Urteil einsitzen und wieso im Gefängnis gefoltert wird. Es geht um das Schicksal von Frauen in mexikanischen Haftanstalten und um die unmenschliche Behandlung von Aktivisten in Ägypten. Die werden oft absichtlich mit radikalen Islamisten in eine Zelle gesteckt.

Abonnenten erhalten „welt-sichten“ 11-2018 am 3. November. Die Artikel stehen kurz darauf (teilweise kostenpflichtig außer für Abonnenten) auf www.welt-sichten.org zur Verfügung. Ab dem 7. November ist das Heft in vielen großen Bahnhofsbuchhandlungen erhältlich. Oder Sie können es unter www.welt-sichten.org/bestellen/einzelheft bestellen. Ob eine Bahnhofsbuchhandlung in Ihrer Nähe ist, erfahren Sie hier: www.welt-sichten.org/sites/default/files/bbh_plz.pdf

 

arrow32pxLiebe Mitglieder und Interessierte der ACAT,
wie bereits ACAT Aktuell Juli/August beginnt auch diese Ausgabe mit einem Werbetext für das neueste Heft des Magazins „welt-sichten“. Auf unserem Seminar in Schwerte hatten wir Exemplare der Sommerausgabe ausgelegt, die auf großes Interesse gestoßen waren. Auch die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich auf vielseitige Weise mit Themen, die uns in der ACAT-Arbeit begegnen.
Wir wünschen wieder eine interessante Lektüre.

Herzlich, Ihr ACAT-Vorstand

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxVietnam – Die Bloggerin Nguyen Ngoc Nhu Quynh wurde aus dem Gefängnis entlassen. Ihre Freilassung wurde laut Amnesty International (AI) an die Bedingung geknüpft, dass sie das Land verlässt. Die Bloggerin ist mit ihren Kindern und ihrer Mutter in die USA ausgereist. Am 17. Oktober 2018 kam sie mit ihren Angehörigen in Texas an. Im Juni 2017 war die alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern laut ACAT-Frankreich in einem unfairen Prozess zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Aktuell sind AI zufolge noch mehr als einhundert Menschen im Gefängnis, nur weil sie in der Öffentlichkeit, in Blogs oder auf Facebook friedlich ihre Meinung geäußert haben.


arrow32pxIsrael – Der französisch-palästinensische Menschenrechtsanwalt Salah Hamouri war 13 Monate lang ohne Anklage oder Gerichtsverfahren inhaftiert worden. Er wurde gegen eine Kaution freigelassen. Es wird nicht weiter gegen ihn ermittelt.


arrow32pxBurundi – Der seit Juli 2017 inhaftierte ehemalige ACAT-Mitarbeiter Germain Rukuki (zuletzt DA und Gebetsblatt Juni 2018) hat am 29. Mai 2018 Berufung gegen seine Verurteilung zu 32 Jahren Haft eingelegt. Am 11. Juni 2018 musste sich Germain Rukuki einer Operation im Krankenhaus von Ngozi unterziehen, nachdem er bei einem Sturz im Gefängnis Frakturen eines Fußknöchels und seiner rechten Schulter erlitten hatte. Diese Verletzungen selbst sind zwar nicht das Resultat von Gewaltanwendung gewesen. Allerdings wurde Germain Rukuki bereits am 18. Juni 2018 ins Gefängnis von Ngozi zurückgebracht, als er sich noch in kritischem Gesundheitszustand befand. Er konnte nicht ohne fremde Hilfe gehen. Um eine adäquate medizinische Versorgung zu erhalten, hat er an den Präsidenten des Berufungsgerichts appelliert, aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen zu werden. Bisher wurde ihm dies nicht gewährt, sodass der Gefangene noch immer auf eine Entscheidung wartet. Es besteht die Gefahr, dass die unzureichende medizinische Versorgung langfristige gesundheitliche Folgen haben wird. Im Frühsommer 2018 hatte sich auch die EU-Außenbeauftragte, Federica Mogherini, besorgt über die Lage in Burundi geäußert und in diesem Zusammenhang auf die willkürliche Inhaftierung Germain Rukukis hingewiesen.

arrow32pxWashington schafft Todesstrafe ab
Das oberste Gericht im US-Bundesstaat Washington hat die Todesstrafe als verfassungswidrig eingestuft. Als Reaktion darauf sagte Kristina Roth, leitende Programmverantwortliche bei Amnesty International in den USA: „Dies sind fantastische Neuigkeiten für all diejenigen, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe in Washington einsetzen. Washington ist somit der 20. Bundesstaat der Vereinigten Staaten, der diese grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste aller Strafen abschafft, und andere US-Bundesstaaten sollten sich daran ein Beispiel nehmen. Das oberste Gericht hat entschieden, dass Todesurteile in Washington auf willkürliche und rassistisch diskriminierende Weise verhängt werden und dass die Anwendung der Todesstrafe daher verfassungswidrig ist. Bei der Todesstrafe handelt es sich um die ultimative Verweigerung der Menschenrechte. Sie schreckt weder von Straftaten ab noch verbessert sie die öffentliche Sicherheit. Sie sollte daher ein für allemal abgeschafft werden.“
In den USA wurden 2017 insgesamt 23 Menschen in acht Bundesstaaten hingerichtet: Alabama (3), Arkansas (4), Florida (3), Georgia (1), Missouri (1), Ohio (2), Texas (7) und Virginia (2). Die meisten Todesurteile wurden nach wie vor in Texas vollstreckt – etwa 30 Prozent aller Hinrichtungen in den USA fanden dort statt.

Quelle: Amnesty International



arrow32pxAUFRUF der ACAT zur Aktion „Glockenzeichen“ am 10.12.2018
Nochmals hinweisen möchten wir auf die ACAT-Aktion „Glockenzeichen“ zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Am 10.12.2018, 15.00 Uhr, sollen unter dem Motto „Denkt an die Menschenrechte“ an möglichst vielen Orten in Deutschland eine Minute lang von den Kirchtürmen der christlichen Konfessionen die Glocken läuten.
Da das Glockenläuten von katholischen, wie auch evangelischen Kirchen nur im gottesdienstlichen Kontext möglich ist, stellen wir einen Gebetsvorschlag bzw. liturgischen Impuls für eine damit in Verbindung stehende Gebetszeit zur Verfügung. Der Gebetsvorschlag ist ab 01.11.2018 auf der Homepage www.acat-deutschland.de verfügbar oder kann von der ACAT-Geschäftsstelle bezogen werden.



arrow32pxErzwungene Gnadengesuche in Aserbaidschan
Die aserbaidschanische Exil-Journalistin Tahmina Tagizade hat über den regimekritischen Sender MeydanTV ein Video mit dem Titel „To punish or pardon?“ (Bestrafen oder begnadigen?) veröffentlicht. In dem 4-minütigen Film mit englischen Untertiteln wird das Schicksal politischer Gefangener in Aserbaidschan geschildert. Anhand der Geschichte einer Gruppe junger Aktivisten wird ersichtlich, wie die Behörden Gnadengesuche von Gefangenen einsetzen, um die Unterzeichnenden anschließend zu diskreditieren. Oft wird sogar Druck auf Inhaftierte ausgeübt, ein Gesuch zu stellen und damit „Reue“ und Unterstützung für die Regierung zu zeigen. Wer die Unterzeichnung eines Gnadengesuchs verweigert, muss mit einer härteren Behandlung rechnen. Eindrücklich und erschütternd dargestellt wird dies am Beispiel des Aktivisten Ilkin Rustamzadeh, der seit 6 Jahren inhaftiert ist. Die Journalistin Tahmina Tagizade hatte im Herbst 2017 an unserem Seminar in Münster teilgenommen. Das Video ist unter folgendem Link zu finden:
https://www.meydan.tv/en/site/politics/30677/

Nochmals erinnert sei auch an das Video „Who defends the victims of torture?“ (Wer verteidigt die Opfer der Folter?), auf das wir in ACAT Aktuell September hingewiesen hatten.

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

Zusammenfassung der Vorträge folgender Personen sind jetzt verfügbar:

Professor Dr. Peter G. Kirchschläger
Martin Patzelt MdB

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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