ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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März 2018

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

ÄTHIOPIEN: Journalist Eskinder Nega
Ehemalige Parlamentsabgeordnete
Bekele Gerba
DA 02/2014
GB 05/2014, DA 02/2016
DR KONGO: Menschenrechtler Timothée Mbuya (vorzeitig entlassen); Jean Pierre Tshibitshabu, Patrick Mbuya Kwecha und Jean Mulenda (frei nach Verbüßung ihrer Haftstrafe)

Int.-VS. 10.11.17, 20.11.17 & 09.12.17
KAMBODSCHA: Umweltschützer Hun Vannak und
Doem Kundy
Int.-VS. 12.09.17 & 04.02.18


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

Aktuelle Entwicklungen


arrow32pxÄthiopien - Die äthiopische Regierung hat 746 Häftlinge begnadigt und freigelassen. Darunter befinden sich auch der Journalist Eskinder Nega und die ehemalige Parlamentsabgeordnete Bekele Gerba.
Bei aller Freude über die Freilassungen dürfen die vielen tausend Gefangenen nicht vergessen werden, die nach wie vor in Äthiopien unter zum Teil schlechtesten Bedingungen inhaftiert sind.
Quelle: Amnesty International


arrow32pxKambodscha - Die beiden Umweltschützer und gewaltlosen politischen Gefangenen Hun Vannak und Doem Kundy wurden nach fünf Monaten Haft freigelassen. Die restliche Haftzeit von sieben Monaten wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zuvor waren sie aufgrund konstruierter Anklagen, die sich auf ihren friedlichen Aktivismus stützten, zu je einem Jahr Haft verurteilt worden.
Quelle: Amnesty International

arrow32pxIran - Im Alter von 17 Jahren kam Saman Naseem im Iran in Haft und sollte hingerichtet werden. Sein Todesurteil ist nun endgültig aufgehoben. (ACAT Gebetsblatt 10/2014 & 04/2015)
Saman Naseem gehört zur kurdischen Minderheit im Iran. Mit 17 Jahren kam er in Haft und entging mehrere Male nur knapp einer Hinrichtung wegen Blasphemie unter dem Vorwurf der "Feindschaft zu Gott". Sein Rechtsanwalt bestätigte, dass Saman Naseem von dem Vorwurf der "Feindschaft zu Gott“ freigesprochen wurde. Stattdessen ist er nun zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden wegen der "Mitgliedschaft in einer Gruppe, deren Ziel die Gefährdung der nationalen Sicherheit ist".
Damit bezieht sich die Anklage auf die "Partei für ein Freies Leben in Kurdistan" (PJAK). Saman Naseem erhielt am 25. Januar 2018 im Oroumieh-Gefängnis im Nordwesten des Irans die formelle Bestätigung für das neue Strafmaß. Sein Anwalt geht davon aus, dass Saman Naseem bald entlassen werden müsste, da er sich schon seit 2011 in Haft befindet.
Quelle: Amnesty International


arrow32px Bahrain - Der Menschenrechtsverteidiger Nabeel Rajab wurde am 21.02.2018 von einem Gericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil bezieht sich auf seine Äußerungen bei Twitter, mit denen er Folter im Jaw-Gefängnis und den Jemen-Krieg kritisiert hatte. Bahrain gehört der von Saudi-Arabien geführten Kriegskoalition im Jemen an, die für die dortige humanitäre Katastrophe und ca. 10.000 Tote ganz wesentlich verantwortlich ist. Nabeel Rajab befindet sich seit Juni 2016 in Haft.
Am 15.01.2018 entschied das Kassationsgericht von Bahrain, das die Verteidigung angerufen hatte, eine 2016 verhängte Haftstrafe von zwei Jahren aufrechtzuerhalten. Es handelt sich dabei um einen ähnlichen Hintergrund. Nabeel Rajab war wegen Äußerungen in Interviews verurteilt worden.
ACAT hat für den Gefangenen vielfach interveniert, sein Schicksal im Gebetsblatt thematisier und sich im Dezember 2017 mit einer DA für ihn eingesetzt.
Quelle: Front Line Defenders

 

arrow32pxACAT Kampagne zum Tag der Menschenrechte 2017
In unserer Kampagne zum 10.12.2017 haben wir an den Bundestag appelliert, die Aussetzung des Familiennachzugs von subsidiär schutzberechtigten Flüchtlingen aufzuheben und insbesondere für minderjährige Geschwister von Flüchtlingen den Familiennachzug zu ermöglichen. Die Petition wurde von 1.119 Personen unterzeichnet – vielen Dank allen, die das Anliegen durch ihre Unterschrift oder durch das Sammeln von weiteren Unterschriften unterstützt haben!
Der Vorstand der ACAT hat den Partei- und Fraktionsvorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien Kopien des Petitionstextes zugesandt und sie über die Unterschriftenzahl informiert.



arrow32pxDringlichkeitsaktion Iran November 2017
Mehrere Mitglieder teilten der Geschäftsstelle mit, dass ihre Briefe an den iranischen Generalstaatsanwalt Mohammad Jafar Montazeri für die DA zu Gunsten von Zeynab Jalalian, November 2017, aus dem Iran ungeöffnet zurückkamen. Auf den Briefen befand sich ein Stempel in persischer Sprache. Wir haben die Anschrift nochmals überprüft, aber keine Änderungen oder Abweichungen festgestellt. Sofern eine Kopie an die Botschaft in Berlin geschickt wurde, gehen wir davon aus, dass die Behörde in Teheran dennoch über unseren Appell in Kenntnis gesetzt wurde.


arrow32pxAmnesty International Report 2017/2018
Der neue Amnesty International Report 2017/18 legt offen, wie in vielen Ländern der Welt spaltende Rhetorik und systematische Ausgrenzung in schwere Menschenrechtsverletzungen mündeten. Beispiele gibt es unter anderem aus Ungarn, den Philippinen, Ägypten oder den USA. Gezielte Ausgrenzung von Bevölkerungsgruppen und Minderheiten ist dort zum Alltag geworden. Dem müssen sich Regierungen entgegenstellen. Darüber hinaus beschreibt er detailliert die Menschenrechtslage in 159 Ländern. Die englische Ausgabe liegt ab dem 22. Februar vor, die deutsche Übersetzung erscheint Mitte Mai im Fischer-Verlag. Weitere Informationen unter
https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/deutschland-amnesty-report-201718-regierungen-muessen-sich-politik-der
Quelle: Amnesty International

 

arrow32pxEinschränkung der Zivilgesellschaft in Ungarn – Solidaritätsbrief von 200 NGOs inklusive ACAT
Am 13. Februar legte die ungarische Regierung dem Parlament den Entwurf für ein neues Gesetzespaket vor. Die vorgeschlagenen Gesetze würden ungarische zivilgesellschaftliche Organisationen noch stärker als bisher in ihrer Arbeit behindern. Die ungarische Regierung will NGOs zu einer Registrierung zwingen und öffentlich als „illegal“ anprangern, wenn sie finanzielle Mittel aus dem Ausland erhalten und sich für die Rechte von MigrantInnen und Geflüchteten einsetzen. Die geplanten Änderungen würden die freie Zivilgesellschaft in Ungarn gefährden. 200 NGOs, darunter ACAT-Deutschland und andere europäische ACATs, haben einen Appell der ungarischen Sektion von Amnesty International und weiterer ungarischer NGOs unterzeichnet. Sie fordern die Regierung auf, das Gesetzesvorhaben zurückzunehmen, und bitten das Parlament, die Zustimmung zu verweigern: „(...) Oftmals sind Menschenrechtler die letzte Bastion, wenn es um die Verteidigung einer freien und gerechten Gesellschaft geht (...) Wir bekunden unsere Solidarität mit der Zivilgesellschaft und allen Menschenrechtsverteidigern in Ungarn – mutige Menschen, die sich für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen. (...)“ Der vollständige Wortlaut unter:
https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/ungarn-mehr-als-200-europaeische-organisationen-solidarisieren-sich-mit-der

 

arrow32px16 Jahre Guantanamo: Schließung nicht in Sicht
Ende Januar 2018 kündigte US-Präsident Donald Trump in seiner Rede zur Lage der Nation an, das umstrittene Gefangenenlager in Guantánamo auf Kuba offen zu halten. Er erklärte vor dem Kongress, dass Terroristen keine regulären Kriegsgefangenen seien, sondern „ungesetzliche feindliche Kombattanten“. Weiter sagte er: „Wenn möglich, löschen wir sie aus. Wenn notwendig, müssen wir sie einsperren und befragen können.“ Quelle: http://www.zeit.de

 

arrow32pxACAT auf dem Katholikentag in Münster
10. – 12.05.2018 Kirchenmeile (Schlossplatz)
11.05.2018 um 8:00 Uhr Morgengebet, Euthymia-Kapelle, Loerstraße, Stadtzentrum
Weitere Informationen zum Katholikentag: https://www.katholikentag.de/

 

arrow32pxSave the date
14. – 16.09.2018 Seminar & Mitgliederversammlung des ACAT Deutschland e. V. in Schwerte

 

 





Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

Zusammenfassung der Vorträge folgender Personen sind jetzt verfügbar:

Professor Dr. Peter G. Kirchschläger
Martin Patzelt MdB

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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