ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Dezember 2021

 

Freigelassen:

 

Kambodscha Long Kunthea, Phuon Keoraksmey, Thun Ratha, Sun Ratha, Ly Chandaravuth und Yim Leanghy
Umweltaktivist(inn)en
DA 15/21

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 

 

Liebe Mitglieder und UnterstützerInnen der ACAT,
das zweite Jahr der Pandemie geht zu Ende und es steht fest, dass die Covid-Krise auch die nächsten Monate prägen wird. Im Schatten dieser Entwicklung gab es in 2021 schwere Rückschläge für die Menschenrechte. Die Pandemie macht Menschenrechtsarbeit dort, wo sie am nötigsten ist, oft noch schwieriger.
Und doch sahen wir Zeichen der Hoffnung, Zeichen, dass Gefangene die Freiheit zurückerlangen können.
Ein besonderer Moment der Freude war im Sommer die Freilassung von Germain Rukuki (ACAT Burundi). Viermal musste er Weihnachten in Gefangenschaft verbringen. Möge die positive Wendung seines Schicksals uns allen Zuversicht und Kraft für die kommende Zeit und für unser weiteres Engagement geben.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben eine segensreiche Advents- und Weihnachtzeit und einen guten Beginn des neuen Jahres.

In Dankbarkeit für Ihre Unterstützung grüßen Sie
der Vorstand und die Geschäftsstelle der ACAT Deutschland



arrow32pxACAT Online-Gebetstreffen
Die nächsten Online-Gebetstreffen finden am 29. November und am 16. Dezember 2021 um 20 Uhr statt. TeilnehmerInnen an bisherigen Treffen erhalten eine Benachrichtigung per Email, wenn ein Gebet stattfindet. Wenn Sie grundsätzlich an einer Teilnahme interessiert sind und über anstehende Termine informiert werden möchten, melden Sie sich bitte unter   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   an.

 

arrow32pxVietnam: ACAT unterstützt Aufruf zu Sanktionen gegen Regime-Vertreter / Online Petition
Die demokratische Organisation Viet Tan (Neues Vietnam) hat kürzlich einen Bericht veröffentlicht, der von ACAT Deutschland, ACAT Frankreich, Reporter ohne Grenzen und anderen NGOs mitgetragen wird. In dem Bericht wird die direkte Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen durch zwei Mitglieder des Politbüros der kommunistischen Partei in Vietnam dargestellt. Es handelt sich dabei um Herrn To Lam, Minister für Öffentliche Sicherheit, und Herrn Nguyen Hoa Binh, Oberster Richter am Obersten Volksgerichtshof. Die Dokumentation beinhaltet Empfehlungen, individuelle Sanktionen gegen diese Regimevertreter zu verhängen. Der Bericht auf Englisch kann nachgelesen werden unter:
https://viettan.org/en/wp-content/uploads/sites/2/2021/10/Magnitsky-Report-2021.pdf

Es ist möglich, eine Online Petition (auf Englisch) an den Rat der Europäischen Union, den US-Kongress, das kanadische und das britische Parlament zu unterzeichnen. In der Petition heißt es u.a.:
„Die beiden Verantwortlichen (...) haben schwere Menschenrechtsverletzungen seit Jahren verübt. Sie haben mehr als 300 Gewissensgefangene verfolgt, geschlagen und inhaftiert. Es gibt mehr als 2000 Fälle von Dissidenten, die schikaniert worden sind, und mindestens 500 Fälle von Prügel durch Sicherheitskräfte.“

Die Online Petition auf change.org kann über diesen abgekürzten Link aufgerufen werden:  chng.it/yLmvCjq4dS

 

arrow32pxFortsetzung des Interviews mit dem Vorsitzenden der ACAT Republik Kongo

ACAT Deutschland hat mit Christian Loubassou, dem Vorsitzenden der ACAT Republik Kongo (Kongo Brazzaville) ein Interview geführt. Ein erster Teil ist in ACAT Aktuell November 2021 erschienen.

ACAT-D: Wie reagieren Gefängnisdirektoren auf die Besuche der ACAT? Hat sich dies seit der behördlichen Erweiterung der Erlaubnis der Gefängnisbesuche für ACAT Kongo verändert?
C.L.: Die Gefängniswärterdirektoren empfangen uns mit einer gewissen Achtung, weil wir uns als Experten in unserer Arbeit durchgesetzt haben und das Ergebnis zahlreicher Advocacy-Missionen sind, die bei ihrer Generaldirektion durchgeführt wurden.
Ja, das hat unsere Glaubwürdigkeit nur noch erhöht, weil wir zu diesem Zeitpunkt die einzige Organisation waren, die eine Besuchserlaubnis erhalten hatte.
ACAT-D: Wie reagieren Gefängniswärter? Sehen sie die Besuche als Möglichkeit, auch ihren Arbeitsalltag zu verbessern?
C.L.: Sie sind sehr kooperativ und unterstützen uns sehr bei der Erfüllung unserer Mission. Ja, aus dem einfachen Grund, dass sie uns ihre zahlreichen Anliegen mitteilen, in der Hoffnung, dass wir sie an ihre Vorgesetzten weiterleiten oder auch Partner finden, die die ACAT Kongo bei der Umsetzung der Aktionspläne in Bezug auf ihre Anliegen unterstützen. Heute wollen sie einen Sonderstatus für Gefängnispersonal und sprechen mit der ACAT Kongo darüber.
ACAT-D: Haben die Angestellten eine - wenn auch nur minimale - Ausbildung in der Achtung der Menschenrechte erhalten?
C.L.: Im Allgemeinen nicht. Mit Ausnahme der wenigen Schulungen, die von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie der ACAT Kongo organisiert werden. Im Kongo gibt es auch keine Schule, die Gefängnisbeamte ausbildet, um ihnen unter anderem dieses Minimum an Menschenrechten beizubringen.
ACAT-D: Wie können wir uns den Alltag einer / eines Gefangenen vorstellen?
C.L.: Um ehrlich zu sein, findet das tägliche Leben eines Gefangenen in völliger Untätigkeit statt. Das liegt daran, dass es keine Sport- und Freizeitaktivitäten gibt, keine Berufsausbildung oder Alphabetisierungskurse, keine oder nur spärlich ausgestattete Bibliotheken etc. Daher ist sein Alltag geprägt von Gesprächen zwischen den Häftlingen und der Teilnahme am Gottesdienst für diejenigen, die an Gott glauben.


arrow32pxTrauer um Prof. Gerd Morgenschweis
Uns erreichte die traurige Nachricht, dass Gerd Morgenschweis, ein engagiertes Mitglied der ACAT, am 28. Oktober 2021 verstorben ist.
Seine Profession als Hydrologe in Lehre und Praxis verband er mit seinem Engagement für die Bewahrung der Schöpfung und die Menschenrechte.
Wir denken dankbar an sein sehr fundiertes Referat „Wassermangel als Fluchtursache“ auf der ACAT-Tagung „Menschen auf der Flucht“ 2016 in der Katholischen Akademie Schwerte zurück.
Häufig hat er gemeinsam mit seiner Frau Marlise Morgenschweis an ACAT-Tagungen mit großem Interesse teilgenommen. Er hat seine Frau, die lange Zeit Mitglied des ACAT-Vorstands gewesen ist, sehr in der Menschenrechtsarbeit unterstützt. Besonders wurde dies bei der Ausrichtung von Vorstandssitzungen in Essen und bei der Übernahme von ACAT-Standdiensten auf Kirchen- und Katholikentagen sichtbar.
Wir haben ihn bei all unseren Begegnungen und Gesprächen als sehr liebenswürdigen Menschen kennen und schätzen gelernt.
Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit und Begegnungen mit ihm.
Seiner Frau und seinen Angehörigen sprechen wir unsere tiefe Anteilnahme aus.

Beten wir mit einem Lied aus Taizé für ihn:

„Im Dunkel unsrer Nacht entzünde das Feuer, das nie mehr erlischt ...“

 



Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

 

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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 25./26. Juni

Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Einen exemplarischen Ablaufplan für die Nächtliche Gebetswache, erstellt von der Essener Gruppe, finden sie hier.
 
 

 

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SAVE THE DATE  
Herbst-Tagung
„Menschenwürde im Schatten von Armut und Neoliberalismus – mit Blick auf Lateinamerika“
ACAT-Tagung in der Katholischen Akademie Schwerte vom 30.09. bis 01.10.2022 mit anschließender Mitgliederversammlung am Sonntagvormittag

Weitere Informationen


Drachenjahre - 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis


Buchvorstellung am 17. Mai 2022, 19.00 Uhr, Nikolaikirche Eisenach
Weitere Informationen

 

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Bericht vom Katholikentag
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