ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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November 2021

 

Freigelassen:

 

Marokko Maati Monjib
Journalist
GB 02/21

 

Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

 




arrow32pxACAT Online-Gebetstreffen
Der Termin für das Online-Gebetstreffen im November wird noch bekannt gegeben. TeilnehmerInnen an bisherigen Treffen erhalten eine Benachrichtigung per Email, wenn ein Gebet stattfindet. Wenn Sie grundsätzlich an einer Teilnahme interessiert sind und über anstehende Termine informiert werden möchten, melden Sie sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

 

 

Aktuelle Entwicklungen:


arrow32pxMarokko – Laut Reporter ohne Grenzen wurde der Journalist Maati Monjib am 23.03.2021 vorläufig freigelassen. Er wird jedoch weiter überwacht und befindet sich in schlechtem Gesundheitszustand. Die Anklagen bestehen fort, sodass er Ende September erneut vor Gericht erscheinen musste.

 

arrow32pxIn Memoriam – Annegret Hutzenlaub
Am 20. Oktober jährte sich zum fünften Mal der Todestag von Annegret Hutzenlaub, unserem langjährigen Vorstandsmitglied. Annegret Hutzenlaub hatte über viele Jahre mit großem Engagement in der ACAT Deutschland mitgewirkt und die damalige Geschäftsstelle in Lüdinghausen geleitet, bis sie sich 2015 krankheitsbedingt aus dem Vorstand zurückziehen musste.
Zusammen mit ihrem Ehemann Peter Hutzenlaub hat sie einen erheblichen Teil ihrer Kraft der Menschenrechtsarbeit gewidmet. Der Einsatz für bedrohte Menschen war für sie eine Haltung des Lebens und des Glaubens. Über ihre Begegnungen mit anderen Aktiven aus dem weltweiten ACAT-Netzwerk schrieb sie: Die Menschen „werden von der Hoffnung getragen, sich aus dem Geist des Evangeliums für die Abschaffung der Folter einzusetzen.“
Gern denken wir an Annegrets Engagement, an die Gespräche mit ihr und ihre herzliche Persönlichkeit: Wir erinnern uns dankbar an Annegret Hutzenlaub.

 

arrow32pxStiftung die schwelle vergibt Bremer Friedenspreis an Flüchtlingsinitiative Lesvos Solidarity
Die Stiftung die schwelle hat den „Preis der Spender:innen für ermutigende Initiativen“ an die Initiative Lesvos Solidarity vergeben. Aus der Mitteilung der Stiftung: „2012 begann Efi Latsoudi mit einer kleinen Gruppe von Einheimischen und Freiwilligen, Lebensmittel und anderes Lebensnotwendige an Geflohene und andere Schutzbedürftige zu verteilen. Als die Zahl der Geflohenen auf der griechischen Insel Lesbos im ägäischen Meer immer weiter anstieg, bereiteten sie warme Mahlzeiten in großen Mengen zu und verteilten sie an zentralen Orten. (...) Schwangere, chronisch und psychisch Kranke, Minderjährige und Menschen mit Behinderungen fanden hier Zuflucht. Als 2015 sehr viele Geflüchtete auf Lesbos ankamen, waren die Strukturen soweit gefestigt, dass über 400 Menschen aufgenommen werden konnten. 2016 wurde Lesvos Solidarity offiziell als Nichtregierungsorganisation registriert. Durch Hilfe zur Selbsthilfe werden seither Geflüchtete und Einheimische eingebunden. Offenheit, Transparenz und Umweltverträglichkeit sind Prinzipien der Arbeit. Die Angebote sind allen frei zugänglich, zeichnen sich durch kulturelle Vielfalt und gemeinschaftliche künstlerische Gestaltung aus. "Diese Auszeichnung ist von großer Bedeutung, da sie uns daran erinnert, dass wir nicht allein sind. Sie spornt uns an, weiter für Menschenrechte und Frieden zu kämpfen", sagt Efi Latsoudi, Initiatorin der Initiative Lesvos Solidarity.“
ACAT Deutschland hatte Ende 2020 das FIACAT-Projekt gegen missbräuchliche Untersuchungshaft für den Preis vorgeschlagen. Dieses wurde in die nähere Auswahl von 5 Initiativen zur Abstimmung aufgenommen. Vielen Dank allen, die für den Bremer Friedenspreis gespendet haben. Unabhängig davon, welche Initiative den Preis erhält, ist das Geld gut angelegt.


arrow32pxGermain Rukuki in Brüssel
Germain Rukuki, der ehemalige Buchhalter der ACAT Burundi, wurde nach fast 4 Jahren ungerechter Haft Ende Juni 2021 freigelassen. Inzwischen konnte er sein Heimatland verlassen, um in Sicherheit leben zu können. Ende September wurde er am Brüsseler Flughafen von Mitgliedern der ACAT Belgien in Empfang genommen. In Brüssel konnte er auch den Vorsitzenden der ACAT Burundi, Armel Niyongere, wiedertreffen, der 2015 ins Exil gehen musste.

 

arrow32pxExpo in Dubai – ACAT erinnert mit 80 NGOs an desolate Menschenrechtslage
Am 1. Oktober holten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die Eröffnung der Expo in Dubai nach, die wegen der Pandemie verschoben worden war.
Das Motto der Weltausstellung ist anspruchsvoll gewählt: „Connecting Minds and Creating the Future through sustainability, mobility and opportunity” (Köpfe verbinden und die Zukunft schaffen durch Nachhaltigkeit, Mobilität und Chancen).
Anlässlich der Eröffnung haben insbesondere das Gulf Centre for Human Rights und OMCT (Weltorganisation gegen die Folter) einen offenen Brief initiiert. Zu den mitunterzeichnenden NGOs gehört ACAT Deutschland neben 80 weiteren NGOs aus nahezu allen Regionen der Welt.
In den vergangenen Jahren haben wir uns wiederholt für Gefangene in den VAE eingesetzt.

In dem Appell fordern die Unterzeichnenden den Kronprinzen der VAE auf, alle inhaftierten Menschenrechtsaktivisten freizulassen. Zudem wird mit Blick auf die Mitgliedschaft der VAE im UN-Menschenrechtsrat in 2022 daran erinnert, dass Gefangene nicht selten auch nach Ablauf ihrer Haftstrafen festgehalten werden.
Es ist auch möglich, eine Online-Petition für die Freilassung von Aktivisten zu unterzeichnen:
https://secure.avaaz.org/community_petitions/en/sheikh_khalifa_bin_zayed_al_nahyan_free_human_rights_activists_during_dubai_expo/?wFOmEsb

Wollten die VAE ihr eigenes Motto ernst nehmen, würden sie nicht Dissidenten inhaftieren, sondern ihnen vielmehr eine Möglichkeit geben, ihre Themen und Perspektiven in der Expo einzubringen.
Schon beim Besuch von Papst Franziskus 2019 versuchten die VAE, sich als tolerantes Land darzustellen. Tatsächlich ließ jedoch der Premierminister seine eigenen Töchter nach Fluchtversuchen entführen. Neben der extremen Repression in den VAE selbst spielt die Regierung auch in Kriegen wie im Jemen und in Libyen eine höchst unrühmliche Rolle.

 

arrow32pxInterview mit dem Vorsitzenden der ACAT Republik Kongo
ACAT Deutschland hat mit Christian Loubassou, dem Vorsitzenden der ACAT Republik Kongo (Kongo Brazzaville) ein Interview geführt. Es soll die Arbeit afrikanischer ACATs veranschaulichen. Das Interview wird in mehreren Auszügen vorgestellt:

ACAT-D: Wie sind Sie zur ACAT gekommen?
C.L.: Ich trat ACAT Kongo nach einer Mitgliedschaftskampagne dieser Organisation in meiner Gemeinde im März 2000 bei. Als junger Mann hatte ich mich mit dem damaligen Generalsekretär dieser Vereinigung in Verbindung gesetzt, der mich zu ihrem nächsten Treffen einlud.
ACAT-D: Die ACAT Kongo hat eine Genehmigung für Gefängnisbesuche über ein Jahr erhalten?
C.L.: In der Tat hatte ACAT Kongo diese Genehmigung erhalten, um seit dem 16. Oktober 2020 die Gefängnisse von Brazzaville, Pointe Noire, Ouesso und Dolisie zu besuchen. Dies ist eine außergewöhnliche Maßnahme, die ACAT Kongo zu einem der wenigen Verbände macht, die diese Genehmigung erhalten haben. Dies war nicht einfach, denn es war das Ergebnis monatelanger Bemühungen bei den nationalen politischen und administrativen Behörden, diplomatischen Vertretungen usw. Diese Genehmigung erleichtert uns den Zugang zu den Gefängnissen, auf die unser Projekt abzielt, und ermöglicht uns die Überwachung von Haftanstalten, den Kampf gegen missbräuchliche Untersuchungshaft etc.

 

arrow32pxACAT Mitgliederversammlung 2022
Das nächste Seminar und die Mitgliederversammlung der ACAT finden vom 30.09. bis zum 02.10.2022  statt. Tagungsort ist in bewährter Zusammenarbeit die Katholische Akademie Schwerte. Infos folgen.

 




Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

 

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Was Sie tun können


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Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 25./26. Juni

Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Einen exemplarischen Ablaufplan für die Nächtliche Gebetswache, erstellt von der Essener Gruppe, finden sie hier.
 
 

 

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SAVE THE DATE  
Herbst-Tagung
„Menschenwürde im Schatten von Armut und Neoliberalismus – mit Blick auf Lateinamerika“
ACAT-Tagung in der Katholischen Akademie Schwerte vom 30.09. bis 01.10.2022 mit anschließender Mitgliederversammlung am Sonntagvormittag

Weitere Informationen


Drachenjahre - 7 Jahre und 7 Monate im chinesischen Gefängnis


Buchvorstellung am 17. Mai 2022, 19.00 Uhr, Nikolaikirche Eisenach
Weitere Informationen

 

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Bericht vom Katholikentag
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