ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Dezember 2015

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

ASERBAIDSCHAN: Arif Yunusov*
Menschenrechtsverteidiger

8 Int. VS; DA Sept. 2014 und Mai 2015; ACAT-Aktuell Sept. 2015
INDONESIEN: Filep Karma
ehemaliger Beamter

DA Juni 2010 und Febr. 2011 GB Febr. 2011. Juni 2015
SUDAN: Ferdous Al Toum **

GB Sept. 2015
ISRAEL:         Mohammed Allan
palästinensischer Anwalt
DA März 2013

 

USBEKISTAN: Murod Juraev ***
ehemaliger Parlamentarier

DA März 2013 GB Febr. und Mai 2013
KOLUMBIEN: Hosman Polo Carillo*** GB Dez. 2014


* Arif Yunus wurde aus medizinischen Gründen für die Dauer seines Rechtsmittelsverfahrens freigelassen. Seine Frau, Leyla Yunus befindet sich weiterhin in Haft. (Quelle: ai)

** Anfang Oktober hob das Berufungsgericht des Sudan die gegen Ferdous Al Toum verhängte Strafe auf. Die 19-Jährige war wegen "anstößiger Kleidung" im Juli zu einer Geldstrafe und 20 Peitschenhieben verurteilt worden. Sie gehörte zu einer Gruppe von zehn christlichen Studentinnen, gegen die wegen "anstößiger Kleidung" Anklage erhoben worden war.

*** Weitere Informationen finden sie im Gebetsblatt Dezember 2015


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!

„Gott, der die Liebe ist, macht alle Menschen zu Geschwistern,
die miteinander verbunden füreinander handeln.“

- aus der Charta der FIACAT.

 


Liebe Mitglieder und Unterstützer der ACAT!

In den letzten Monaten dieses Jahres werden die Menschenrechte verstärkt diskutiert. Es werden „Höchstgrenzen“ für Flüchtlinge gefordert und „sichere Herkunftsländer“ festgelegt. Dabei bleibt der einzelne Flüchtling, der einzelne Mensch, auf der Strecke. Wir denken anders: Für uns sind alle Menschen Geschwister. Deshalb fordern wir zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember eine Abkehr von der Pauschalisierung und eine Rückkehr zur Einzelfallprüfung. Bitte unterstützen Sie unser Anliegen.

Leider muss ich Ihnen in diesem Dezember auch mitteilen, dass sich in der ACAT einiges ändern wird. Unsere langjährige Geschäftsführerin und stellv. Vorsitzende des Vereins ACAT-Deutschland e.V., Annegret Hutzenlaub, ist gesundheitsbedingt aus dem Vorstand ausgeschieden und kann ihre segensreiche Arbeit in der Geschäftsstelle nicht mehr ausführen. Wir werden die Lücke, die durch ihr Ausscheiden entstanden ist, nicht schließen können, jedenfalls nicht kurzfristig. Im Vorstand wurde nun beschlossen, die Monatssendung zum Januar 2016 ausfallen zu lassen. Ab Februar 2016 sollte dann der gewohnte Brief oder die Mail wieder bei Ihnen ankommen. Langfristig werden wir überlegen, wie die ACAT-Arbeit weiter geleistet werden kann. Spätestens bis September 2016 zu unserer Mitgliederversammlung (im Rahmen eines Seminars vom 23. bis 25. September in Schwerte) muss geklärt sein, was möglich ist.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Weihnacht und einen guten Start ins Jahr 2016

Ihr Wolfgang Bentrup, Vorsitzender ACAT-Deutschland e.V.

 

Du, Gott aller Menschen, bist mit uns auf dem Weg.
Öffne unser Herz, damit wir einander mit Vertrauen und Zutrauen begegnen.
Öffne unser Herz, damit wir dich an unbekannten Orten und in fremden Lebenssituationen entdecken.
Du, Gott aller Menschen, bist mit uns auf dem Weg.
Öffne unser Herz, damit wir Fremdes wertschätzen und einander als Gleichwertige annehmen.
Öffne unser Herz, damit wir lassen, was der Vergangenheit angehört
und deinen Geist im Heute atmen.
Öffne unser Herz, damit wir mit dir in Bewegung bleiben.
Du, Gott aller Menschen, bist mit uns auf dem Weg.
Wenn Veränderungen ängstigen und Neues noch nicht sicher macht,
dann lässt du uns deine Nähe spüren.
Du, Gott aller Menschen, bist mit uns auf dem Weg.

Michael Elmenthaler

 


Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

ÄGYPTEN: DA Sept. 2015:  Der 19-jährige Mahmoud Mohamed Ahmed Hussein wird für weitere 45 Tage in Untersuchungshaft bleiben müssen. Das hat ein Gericht in Kairo am 16. November entschieden. Laut Angaben seines Bruders Tarek Tito wurde Mahmoud Mohamed Ahmed Hussein um 12:45 Uhr in den Gerichtssaal gebracht. Zu seinen VerteidigerInnen gehört auch der ehemalige Präsidentschaftskandidat Khaled Ali. Das Anwaltsteam hielt die Verteidigungsrede, woraufhin das Gericht um 14:15 Uhr die Haftanordnung verlängerte. Mahmoud Hussein befindet sich zurzeit im Tora-Gefängnis in Kairo.  (Quelle: ai)

ÄGYPTEN: Int. VS: 23.02.15, 30.05.15, 02..06.15 und 1.10.2015;  GB Juli/August 2015: Die ägyptische Men­schenrechtsanwältin Mahienour El-Massry wird nach Angaben ihrer Familie unter entsetzlichen Haftbedingungen festgehalten. Sie und Youssef Shaban, für den wir ebenfalls mehrmals interveniert haben, sind unter fingierten Anklagepunkten zu Haftstrafen von je 15 Monaten verurteilt worden. (Quelle: ai)

BAHRAIN: GB Juli/August 2015: Die Berufungsverhandlung gegen Sheikh `Ali Salman, Generalsekretär der größten Oppositionsgruppe al-Wefaq, wurde zum widerholten Male vertagt. Er befindet sich weiterhin willkürlich in Haft, das Recht auf ein faires Verfahren wurde ihm bisher verwehrt. (Quelle: ai)

USA: GB Febr.,  Aug. und Okt.11 sowie Juli/Aug. 2014:. Der indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier (71) sitzt seit fast 40 Jahren unschuldig im Gefängnis. Er muss dafür büßen, dass zwei weiße FBI-Agenten 1975 bei einer Schießerei auf Indianerland in Süd-Dakota im Norden der USA ums Leben kamen. Peltier wurde beschuldigt, der Täter zu sein, Beweise gegen ihn wurden nachweislich gefälscht, Zeugen manipuliert und das Urteil schließlich gefällt: Zweimal lebenslänglich wegen Beihilfe zum Mord. Einen fairen Prozess hat es nie gegeben. Da nun eine Begnadigung als einzige Möglichkeit der Freilassung ist, wendet sich die Gesellschaft für bedrohte Völker in einer Online-Petition direkt an Präsident Obama. Unter der Adresse GfbV Postfach 2024, 37010 Göttingen können Sie Informationsmaterial anfordern. Sie finden diese Petition aber auch unterhttps://www.gfbv.de/de/informieren/kampagnen/freiheit-fuer-peltier/

SYRIEN: Int. VS 25.07.2012: Schon seit 2012 ist Bassel Khartabil inhaftiert. Bevor die syrischen Behör­den ihn 2012 ausschalte­ten, hatte sich der Sohn paläs­tinensischer Flüchtlinge auf die Entwicklung von freier Software spezialisiert und setzte sich für Transparenz und ein offenes Netz ein. Seit Jahren fordert die Kampa­gne #FreeBassel die Freilassung Khartabils. Dort finden sie auch eine aktuelle Online-Petition.
Seit Wochen weiß seine Frau nicht in welchem Gefängnis er sich befindet. Nun kam ohne weitere Informationen die Nachricht von dem Todesurteil.





ACAT-intern:

arrow32pxVersandtermine der ACAT-Monatssendungen im ersten Halbjahr 2016
2. Februar, 1. März, 5. April, 3. Mai, 31. Mai und 3. Juli
                                                                                     

arrow32pxZum diesjährigen Welttag gegen die Todesstrafe am 10. Oktober, der unter dem Motto „Die Todesstrafe kann den Drogenhandel nicht stoppen“ stand, führten wir unsere Dringlichkeitsaktion 17/15 Vietnam:  Pham Trung Dung u.a., durch. Insgesamt 1712 Unterschriften in Petitionslisten bzgl. Petitionsbriefe konnten wir an die Botschafterin Sozialistischen Republik Vietnam, Frau Thi Hoang Anh Nguyen, in Berlin schicken. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

arrow32pxTermin: Do, 10.12.15, 19 Uhr, Vortrag und Diskussion zum Thema
"Menschenrechte und sichere Herkunftsländer". Referent: Bernd Brack, Pro Asyl.
Ort: Weigle-Haus, Hohenburgstr. 96 in Essen. Zum Internationalen Tag der Menschenrechte lädt die ACAT-Gruppe Essen ein.

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.


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