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Lüdinghausen.- Die weltweite Menschenrechtsbewegung „Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter“ (ACAT) ruft Christinnen und Christen auch in diesem Jahr wieder anlässlich des „UN-Welttags der Folteropfer“ zur Solidarität mit Folteropfern auf. ACAT lädt ein zur Teilnahme an einer nächtlichen Gebetswache, die in diesem Jahr in der Nacht vom 26. Juni auf den 27. Juni stattfindet. Einige ACAT-Gruppen bieten anlässlich dieses Tages eigene Aktionen in ihren lokalen Kirchengemeinden an.
Unabhängig davon können sich alle Interessierten an dieser Gebetsnacht beteiligen durch ihr persönliches Gebet oder über das Internet: Hier kann man Informationen, Aktionsvorschläge und Gebetestexte zum Thema Folter abrufen und sich einschreiben in das weltweite Gebetsnetz, indem man eine virtuelle Kerze anzündet.
Auf der Webseite www.naechtlichegebetswache.com gibt es auch Materialien zur Gestaltung von Gottesdiensten und Presse-Informationen.

Die internationale „Nächtliche Gebetswache“ findet in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt.
Das Thema in diesem Jahr beruht auf zwei Bibelversen, die konträrer nicht sein können und sich doch wunderbar ergänzen. Im Psalm 8.5 ff wendet sich der Psalmist direkt an Gott: “Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst?“ und drückt seine Bewunderung für die erhabene Schönheit des Menschen aus. Wenn wir an die Kriege und Massaker in der Geschichte und heute denken, stellen wir fest, dass der Mensch, der Gewalt gegen seinesgleichen ausübt und ihnen ihre Menschlichkeit abspricht, auch seine eigene Menschenwürde zerstört. Und was tut Gott? Der Allmächtige wird Mensch, von der Zerbrechlichkeit bei der Geburt bis zur Schwäche angesichts des Todes. Der Gerechte wird als Verbrecher hingestellt: „Seht, da ist der Mensch“ (Joh 19.5) Er wird gefoltert und erniedrigt. Aber er sprengt alle Grenzen und ruft uns auf, ihm nachzufolgen in das Leben in Fülle. Darum begleiten und unterstützen die Mitglieder der ACAT jene, deren Persönlichkeit durch Folter zerstört werden soll, und beten für die Opfer von Justizfarcen und für all jene, die ihre Menschenwürde verloren haben, weil sie geschlagen wurden oder geschlagen haben.
Die Geschäftsstelle der ACAT Deutschland in Lüdinghausen stellt gibt weitere Informationen dazu, wie man sich gegen Folter und Todesstrafe engagieren kann,

 

Kontakt:

ACAT: ACAT-Deutschland, Postfach 1114 , D-59331 Lüdinghausen 
Tel.: 02591 / 7533