ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

März 2015

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

Ägypten: Mohamed Fahmy und
Baher Mohamed

Journalisten

GB Juli-August 2014
ACAT-Aktuell Februar 2015

Iran: Taraneh Torabi und
Zohreh Nik-Aein
zwei junge Bahá'i Frauen und ihre Kinder

GB März 2013 und
DA Juni und Nov. 2013
Saudi-Arabien: Souad Al-Shammari
Frauenrechtlerin und Schulleiterin

GB Dezember 2014


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!



„Selig, glücklich sind, die da hungert und dürstet nach Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“
(Matthäus 5,6)
„Wirklich hungern und dürsten nach Gerechtigkeit tun die, welche Ungerechtigkeit erleiden, aber auch die, welche - wie Jesus - mit anderen mitfühlen und sich mit ihnen identifizieren und sich dann für ihr Recht einsetzen. Wann wird diese Verheißung Jesu in Erfüllung gehen, dass Menschen, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, satt werden? Nicht erst im Jenseits, sondern schon jetzt! Da, wo wir uns für mehr Gerechtigkeit engagieren, wird dies oft auch zu Erfolgen führen. Das ist mit dem Sattwerden gemeint. Satt ist ja kein Dauerzustand. Wir bekommen immer wieder neuen Hunger. So gibt es immer neuen Anlass, sich für Gerechtigkeit einzusetzen. …
Bereits die Sehnsucht und Hoffnung auf Gerechtigkeit und die Arbeit dafür  macht Leben und Handeln sinnvoll und damit glücklich. Jesus möchte, dass wir glücklich sind, darum stiftet er uns an zu solcher Sehnsucht und Hoffnung mit einer klaren Verheißung auf Erfolg.                     
Die Seligpreisungen Jesu sind eine Einladung zu einem Sinn erfüllten Leben, das Freude macht: zu einem Leben auf den Spuren des Glücks.“
Pfarrer i.R. Manfred Rompf, ACAT-Mitglied, aus seinem Buch:

"Auf den Spuren des Glücks. Nach Jesus von Nazareth. Motivationen für ein spirituelles Leben".

 

Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

ÄGYPTEN: In ACAT-Aktuell Okt. 2014 berichteten wir über die Freilassung von Alaa Abdel Fattah, Menschenrechtler und Blogger, Int.VS 01.12.13; 14.01.14; 03.04.14 und 12.06.14; GB Jan. 2014. Bereits am 30. 10. wurde er wieder inhaftiert und befindet sich seit über drei Monaten im Hungerstreik. Nun wurde er wegen illegaler Demonstrationen und Angriffen auf die Polizei zu fünf Jahre Gefängnis verurteilt. Im vergangenen Jahr lautete das Urteil über 15 Jahre Haft. Das Verfahren musste neu durchgeführt werden. (Quelle: ai)

BURUNDI: Der Redaktionschef des Senders „Radio publique africaine“ Herr Bob Rugurika, GB Juli 2012, wurde nach veröffentlichten Berichte zu dem Mord an drei italienischen Nonnen am 20. Januar inhaftiert. Zwischenzeitlich wurde er nach intensiven Interventionen, unter anderem von ACAT-Burundi, ACAT-Frankreich und der FIACAT, wieder freigelassen.

RUSSISCHE FÖRDRATION: Bereits in den Jahren 2011 und 2012 setzte sich der Vorstand der ACAT für den Menschenrechtler Igor Kalyapin, der das "Komitee gegen Folter" leitet, ein. Nach der Zerstörung des Büros der Menschenrechtsorganisation „Joint Mobile Group“ in Grosny, zu der auch Igor Kalyapin gehört, mussten Mitarbeiter aus Tschetschenien flüchten. Auch Mitarbeiter von Menschenrechtszentrum "Memorial", die sich für ihn einsetzen werden bedroht. (Quelle: gfbV und Frontline defender)

MAURETANIEN
: zuletzt in GB Dez. 2014 und DA 02/2015 Januar 2015: Biram Dah Abeid sowie zwei weitere führende Menschenrechtler in Mauretanien, Brahim Bilal Ramdhane und Djiby Sow: ACAT-Deutschland erhielt eine Einladung zu einem Gespräch mit dem Botschafter Mauretaniens in Berlin.

IRAN: Der 22-jährige Saman Naseem GB Okt. 2014 wurde nach noch nicht bestätigten Presseberichten am 19. Februar hingerichtet. Deutschland und UNO kritisierten Iran wegen der geplanten Hinrichtung: „Sowohl die UN-Konvention über die Rechte des Kindes als auch der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte – beide von Iran ratifiziert - verbieten die Hinrichtung zum Tatzeitpunkt Minderjähriger."
Saman Naseem rief am 15. Februar seine Familie an und teilte ihr mit, dass er am selben Tag von Männern in Zivil in die Sicherheitsabteilung des Gefängnisses von Oroumieh (Urmia) gebracht worden sei. Er ging davon aus, dass es sich dabei den Männern um Angehörige des Geheimdienstes gehandelt habe. Die Männer hätten Kameras und Aufnahmegeräte bei sich gehabt und ihn stundenlang geschlagen, um ihn zu zwingen, "Geständnisse" abzulegen, die gefilmt werden sollten. Er weigerte sich jedoch, dies zu tun. (Quelle u.a. ai)

 

 ACAT-intern:

arrow32pxKarfreitagskampagne 2015:
In den letzten Jahren unterstützen wir die Karfreitagskampagne der ACAT Schweiz. Sie befasst sich mit dem Thema: Republik Kongo: Folter, willkürliche Haft, überbelegte Gefängnisse.
Bereits im Seminar „Menschenwürde – auch hinter Gittern“  in Schwerte 2014 beschäftigten wir uns mit der Situation von Gefängnissen in Afrika.
Weitere Informationen können Sie aus der beiliegenden Dringlichkeitsaktion entnehmen. Wir freuen uns, wenn Sie diese Kampagnen unterstützen.                                                                                     

arrow32pxASERBEIDSCHAN:
Aserbaidschanischer Präsident besuchte Merkel im Januar
Bundeskanzlerin Merkel hat den Präsidenten von Aserbaidschan, Ilham Aliyev, bei seinem Deutschlandbesuch daran erinnert, dass sich sein Land als Mitglied des Europarats auch zum Schutz der Menschenrechte verpflichtet habe. Sie habe mit Aliyev über Fälle gesprochen, in denen es Kritik an der Umsetzung der Menschenrechte gebe. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Kanzleramt rief ein Journalist dem Präsidenten zu: „lassen sie die politischen Gefangenen frei“. Aliyev erklärte: „Niemand wird verhaftet. Es gibt in Aserbaidschan hunderte Presseorgane. Es gibt keine Zensur, das Internet ist frei." http://www.dw.de/merkel-fordert-aliyev-zur-einhaltung-der-menschenrechte-auf/a-18204689
Während des Besuches von Präsident Aliyev gab es eine Demonstration von Menschen aus Aserbaidschan, die Frau Merkel mit Sprechchören aufforderten, das Gespräch auf Menschenrechte zu lenken. Unter den Demonstranten befand sich der 31-jährige Exil-Aserbaidschaner Tural Sigli. Weitere Informationen über das Schicksal von seinen Familienangehörigen finden Sie im Gebetsblatt. (Quelle; http://www.hrw.org/de/news/2015/02/17/eingesperrt-aserbaidschan-aufgrund-eines-protests-berlin)

arrow32pxIndonesien: 13.000 Unterschriften gegen Genitalverstümmelung
In ACAT-Aktuell hatten wir zwei Mal auf die Kampagne von „Terre des Femmes“ gegen Genitalverstümmelung aufmerksam gemacht. 13.000 gesammelte Unterschriften aus 73 Ländern konnte „Terre des Femmes“ am 10.12.2014 an die indonesische Botschaft in Berlin überreichen.
Dabei wurden erste Erfolge erkennbar: Beim Gespräch in der Botschaft wurde der Bedarf für eine Aufklärungskampagne vor Ort bestätigt. Auch plant die Regierung eine landesweite Studie. Trotzdem bleibt viel zu tun, denn ein Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung wird nicht für notwendig erachtet. Das Signal sei dennoch schon in Jakarta angekommen: Das indonesische Gesundheitsministerium ist einem Teil der Forderungen bereits gefolgt und hat sich endlich gegen weibliche Genitalverstümmelung ausgesprochen. Noch im September hatte es in Reaktion auf die Kampagne lediglich erklärt, dass die kritisierte „Empfehlung zur richtigen Mädchenbeschneidung“ ungültig sei und eine neue, vermeintlich „harmlosere“ Empfehlung geplant sei.
Die „Jakarta Post“ hat mehrfach über die Petition berichtet, die Vereinten Nationen haben das Thema auf Initiative von „Terre des Femmes“ hin bei der Befragung zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention ausführlich behandelt und der Menschenrechtsrat und UNICEF setzen sich nun ebenfalls dafür ein, dass weibliche Genitalverstümmelung in Indonesien bekämpft wird.

arrow32pxMenschenrechtsbeauftragter thematisiert Menschenhandel in Ägypten
Im Rahmen seiner Nahost-Reise hat der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer, im Januar Ägypten besucht. In Kairo führte er Gespräche mit Regierungsvertretern über die Sicherheitslage im Land einschließlich des Sinai und die Gefahr des Menschenhandels, über die Situation der Flüchtlinge sowie über die Demonstrations- und Meinungsfreiheit. Strässer hatte im Frühjahr 2014 in einem Antwortschreiben an ACAT-Deutschland zugesichert, dass die Problematik des Menschenhandels weiterhin auf der Agenda in Beratungen zwischen Deutschland und Ägypten stehe. Die Bundesregierung habe sich ebenfalls dafür eingesetzt, dass dieses Thema in entsprechenden Arbeitsgruppen der EU behandelt wird. Im UN-Menschenrechtsrat habe Deutschland im Namen von 24 Staaten eine Erklärung eingebracht, die Ägypten und den Sudan zu Strafverfolgung der Täter und zum Opferschutz auffordere. Ebenfalls unterstütze die Bundesregierung das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge und die Internationale Organisation für Migration in ihrem Engagement für die Sinai-Flüchtlinge. Das Schicksal der Flüchtlinge war Anlass einer Briefaktion im Januar 2014. Eine Studie finden Sie unter folgendem Link:
http://www.eepa.be/wcm/dmdocuments/publications/Report_Human_Trafficking_in_the_Sinai_Final_Web.pdf.

Eine aktuellere Studie finden Sie hier: https://www.tilburguniversity.edu/upload/2b1beb81-1ff3-47d8-8916-d10cb12df311_HumanTraffickingCycle.pdf.

arrow32pxBuchtip
„Wirklich hungern und dürsten nach Gerechtigkeit tun die, welche Ungerechtigkeit erleiden, aber auch die, welche - wie Jesus - mit anderen mitfühlen und sich mit ihnen identifizieren und sich dann für ihr Recht einsetzen. Wann wird diese Verheißung Jesu in Erfüllung gehen, dass Menschen, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, satt werden?“ schreibt Manfred Rompf in seinem Buch: "Auf den Spuren des Glücks. Nach Jesus von Nazareth. Motivationen für ein spirituelles Leben". ISBN: 978-3-7984-0828-9,“ das ein Mitglied unseres Vorstand „mit Spannung gelesen und das ihr gut getan hat“.

 

 


 

f logo RGB Blue 58Twitter Social Icon Circle Color 130px

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter


Denkt an die Gefangenen,

als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

Trauer um Magdalena Marx

 Uns erreichte die traurige Nachricht, dass die Gründungsvorsitzende der ACAT Deutschland, Magdalena Marx, am Sonntag, dem 28. Juni 2020, verstorben ist.

Mit ihrem Tod verlieren wir eine Persönlichkeit, die unseren Verein vom Beginn bis heute geprägt hat.
Weiterlesen...

 

Herbst-Tagung

"Christliches Menschenrechtsengagement im digitalen Zeitalter"

Tagung mit ACAT Deutschland e.V. in der Katholischen Akademie Schwerte vom 25.- 27. September 2020. (weiterlesen)


01 Logo NDV ALL100x38
Logo bearbeitet 200px

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer 25./26. Juni

Informationen zur internationalen Kampagne: hier.

Einen exemplarischen Ablaufplan für die Nächtliche Gebetswache, erstellt von der Essener Gruppe, finden sie hier.