ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Oktober 2014

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

 

ÄGYPTEN: Alaa Abdel Fattah Menschenrechtler und Blogger

Ahmed Abdel Rahman *

Mahienour El-Massry
**
Menschenrechtsanwältin

Int.VS 01.12.13; 14.01.14; 03.04.14 und 12.06.14; GB Jan. 2014

Int. VS am 03.04.14 und 12.06.14

Int. VS am 03.06.14 und 10.07.14
BAHRAIN:: Maryam Al-Khawaja ***
Menschenrechtlerin

Int. VS 10.09.14
INDONESIEN: Oni Wea
21-jähriger Student

Rovert Yelemaken
16-jähriger Schüler
GB Sept. 2014

 

* Beide wurden auf Kaution freigelassen, ihnen steht ein Wiederaufnahmeverfahren bevor.

**  Sie wurde freigelassen, bis das Ergebnis des Berufungsverfahrens feststeht.

***  Sie wurde bis zum Beginn ihres Gerichtsverfahrens am 1. Okt. freigelassen.


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!




Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern


BAHRAIN: ACAT-Aktuell März 2014, erst jetzt erhielten wir die Meldung, dass Zainab  Al-Khawaja, Tochter von Abdulhadi Al-Khawaja, bereits im Februar gegen Kaution aus der Haft entlassen worden sei. Nun soll sie am 14. Okt. wegen zwei Anklagen -"Zer­störung von Staatseigentum" und "Beleidigung eines Polizeibeamten" - vor Gericht gestellt werden. (Quelle: ai)

KOLUMBIEN: GB Sept. 2014: Jesús Miguel Velandia León, der an Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium leidet, wurde aus der Isolationshaft Anfang September in ein Krankenhaus zur Behandlung verlegt. Dort kann er die entsprechende Pflege erhalten. (Quelle: ACAT-france)

PAKISTAN: Der diesjährige alternative Nobelpreis ging unter anderem an Frau Dr. Asma Jahangir. Für sie haben wir uns bereits im Mai und Juli 1999; im November 2007 sowie im Juni 2012 eingesetzt. Ebenso unterstützten wir 1997 den Vorschlag von Misereor und der Deutschen Kommission Justitia et Pax für den Menschenrechtspreis des Deutscher Richterbundes für Frau Dr. Asma Jahangir.
Sie ist eine bekannte pakistanische Anwältin und Menschenrechtlerin, die sich seit mehr als 30 Jahren als unermüdliche Kritikerin des Militärs und des religiösen Extremismus und für den Schutz der Menschenwürde in Pakistan engagiert. Sie gilt als eine der bedeutendsten Stimmen für die Rechte der Frauen in ihrer Gesellschaft.


                                                                                      

arrow32px10. Oktober 2014 – 12. Welttag gegen die Todesstrafe

„Töten um zu zeigen, dass man nicht töten soll“. Wenn der Staat Menschen hinrichtet, stellt er sich auf die gleiche Stufe wie jene, die einen Mord begangen haben. Es obliegt ihm aber nicht zu töten, sondern er soll dem Individuum Gerechtigkeit zuteilwerden lassen.
Heute geht die Tendenz weltweit in Richtung Abschaffung der Todesstrafe. Es gibt jedoch noch viel zu tun, denn gewisse Länder richten weiterhin jedes Jahr Dutzende, Hunderte oder gar Tausende Menschen hin – allen voran China, gefolgt von Iran, Irak, Saudi-Arabien und schließlich den USA.
Die Strategie der Abschaffungsbewegung besteht in der Ausweitung der Debatten über die Todesstrafe. Dieses Jahr beleuchten wir anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe vom 10. Oktober die Problematik der Todesstrafe im Zusammenhang mit psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen. Trotz internationaler Schutzmecha­nismen, die verhindern sollen, dass psychisch kranke oder geistig behinderte Menschen hingerichtet werden, wird dieser Grundsatz von zahlreichen Staaten, darunter den USA und Japan, weiterhin nicht respektiert. Wir laden Sie ein, unsere Aktion gegen die Todesstrafe mit einer Petition an Shinzo Abe, Premierminister von Japan, zu unterstützen. Weitere Materialien und das ACAT-Plakat zur Todesstrafe und ein Gottesdienstvorschlag können in der Geschäftsstelle angefordert oder von der Homepage abgerufen werden. Die Weltkoalition möchte ihre Mitglieder zu einer Foto-Aktion in den Sozialnetzwerken mobilisieren. Sie können sich mit einem Foto und einer Aussage, „Ich bin gegen die Todesstrafe, weil…“ beteiligen. Dadurch soll die Thematik weltweit verbreitet werden.
Unter http://www.worldcoalition.org/media/resourcecenter/nodeathpenalty%20flyer_EN.pdf erhalten Sie eine kurze Beschreibung auf Englisch;
auf Französisch hier: http://www.worldcoalition.org/media/resourcecenter/nodeathpenalty%20flyer_FR.pdf.

Auf unserer Homepage finden Sie unter: http://www.acat-deutschland.de/downloads/2014/nodeathpenalty.pdf Textvorschläge in Deutsch.

 arrow32pxSeminar „Menschenwürde – auch hinter Gittern“ und Mitgliederversammlung
in der Akademie Schwerte 19.9 bis 21.9.2014 

Im Rahmen des Seminars wurde auch „30 Jahre ACAT-Deutschland“ gefeiert. Grußworte der Präsidentin der FIACAT, Sylvie Bukhari-de Pontual, des Vertreters von Justitia et Pax, Dr. Daniel Legutke, und Dr. Gabriela Sierck als ehemaliges Vorstandsmitglied ermutigten uns, intensiv weiter an Menschenrechtsthemen zu arbeiten. Besonders beeindruckend war der Festvortrag von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, der den Einsatz für die Menschenrechte als Aufgabe – nicht nur – für Christen betonte. Ausdrückliche Dankensworte fanden alle Referenten für die anwesende Mitbegründerin der ACAT-Deutschland, Frau Magdalena Marx.

An der ACAT-Mitgliederversammlung am 20.9. nahmen 44 Mitglieder teil.  Der Vorsitzende, Wolfgang Bentrup, trug seinen Tätigkeitsbericht und Berichte von Mitgliedern des Vorstandes vor. Insbesondere bedankte er sich für die Arbeit der nun ausscheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Frau Christine Hartmann-Vogel und dem Vorstandsmitglied, Frau Elisabeth Gallhoff, die sich weiterhin als Mitarbeiterin engagieren will.
Der Schatzmeister, Frank Boungard, trug seinen Kassenbericht vor und dankte den Mitgliedern für ihre Spendenbereitschaft. Nach anschließender Aussprache wurde der gesamte Vorstand entlastet.

Wir freuen uns, dass sich Wolfgang Bentrup erneut als Vorsitzender der ACAT und Frank Boungard als Schatz­meister zur Verfügung stellen. Annegret Hutzenlaub wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Ihre Vorstandsarbeit setzen August Rößner, Dr. Bernadette Jung, Christoph Schürhaus, Marlise Morgen­schweis und Magdalena Fleischer weiterhin fort. Glücklich sind wir, dass der Vorstand um die drei neuen Mitglieder:  Sabine Aldenhoven, Dr. Wolfgang Schramm und Stefan Sommerfeld, erweitert werden konnte.

Die Tätigkeitsberichte und das Protokoll der Mitgliederversammlung können in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Das sehr gut besuchte Seminar „Menschenwürde - auch hinter Gittern“, das ACAT in Zusammenarbeit mit der Kath. Akademie Schwerte durchführen konnte, verschaffte den Teilnehmer/innen einen guten Überblick, über die Situation in deutschen, afrikanischen und südamerikanischen Gefängnissen.

Die Situation in deutschen Gefängnissen stellte Frau Jutta Lauxen an praktischen Beispielen der JVA Remscheid vor. Im Kontrast dazu stand die Schilderung der Redakteurin Frau Beatrix Gramlich, die anhand von Bildern das Leben in einem Gefängnis in Madagaskar darstellte. Dort leben 111 Gefangene in Zellen von ca. 30qm. Überbelegung, Mangelernährung und fehlende rechtsstaatliche Verfahren prägen die Situationen auch in westafrikanischen Gefängnissen, über die anschließend Lionel Grassy (FIACAT) referierte. Pater Nikolai, der seit 4 Jahren im größten Männergefängnis in Peru arbeitet, ging am Nachmittag und in seiner Predigt auf das Leben der etwa 9000 Gefangenen ein. Sie können sich darüber auch über die Homepage: www.norbert-nikolai.de informieren.
So wurde deutlich, dass vor allem in den afrikanischen und südamerikanischen Gefängnissen die Situation desolat ist und dringend verbessert werden muss. Die deutsche ACAT unterstützt die FIACAT bei ihren Bemühungen, vor allem in Afrika die Behörden davon zu überzeugen, dass auch Gefangene ein Recht auf menschenwürdige Behandlung haben.

Am Samstagabend stand das Jubiläum: 30 Jahre ACAT – im Mittelpunkt.

Unser Mitglied, Frau Spliethoff begleitete mit Pfarrer Michael Schweitzer unsere gesamte Tagung musikalisch.
 
Parallel zum Tagungsprogramm konnten wir  erfreulicher Weise wieder ein Kinderprogramm durchführen. 11 Kinder erlebten mit dem Ehepaar Isabell und Michael Schweitzer fantasievolle Stunden. Sie machten sich auf die Suche nach alltäglichen Verletzungen, versuchten sie besser wahrnehmen und durch Pantomime und Musik darzustellen. Sie führten am Samstagabend den Erwachsenen ihre Ergebnisse vor und versuchten die Erwachsenen in ihr Spiel mit einzubeziehen.
Die Rede von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert war der thematische Schluss- und Höhepunkt unserer Tagung.

Der Rede folgte ein beeindruckender ökumenischer Jubiläumsgottesdienst, der von Pfarrer Nikolai und Pfarrer Michael Schweitzer geleitet wurde. Dabei stand die ACAT-Ikone über die Befreiung von Petrus aus dem Gefängnis im Mittelpunkt des Gottesdienstes. In der Predigt zu diesem Thema, dem Bericht eines Folteropfers und den  ACAT-Fürbitten wurde auf die Situation von Gefangenen eingegangen. Pater Nikolai zeigte als Beispiel die Befreiungsgeschichte eines jungen Drogenabhängigen, der sich nun aktiv für seine Mitgefangenen einsetzt.

In der nächsten Zeit werden Texte der Tagung zusammengestellt. Während der Tagung wurde eine Zusammenstellung der fast 80 Freilassungen aus den Jahren 2012 bis 2014 vorgestellt, für die sich ACAT in Gebet, Dringlichkeitsaktion oder aber einer Intervention des Vorstandes eingesetzt hatte. Diese Materialien können in der Geschäftsstelle angefordert werden.

 



Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


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