ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Juni 2014

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

Mexiko:

Noé Fuentes Chavira,
Rogelio Amaya Martínez,
Ricardo Fernández Lomelí
sowie der beiden Brüder
Víctor Manuel und Gustavo Martínez Rentería

 

Int.VS 30.10.2012
GB Dez. 2013

 

Herausforderung

Hört ihr es,
das stumme Weinen
der Rechtlosen?

Vernehmt ihr es,
das leise Klagen
der Mittellosen?

Leiht ihr ihm eure Stimme,
dem stillen Schrei
der Sprachlosen?

                                                                                                                                                                                    Anette Feigs – aus: Solidarität mit Frauen in Not

 

 Dank sei Gott! – Gott sei Dank!



Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern


IRAN: GB Mai 2014 Abdolfattah Soltani: Alle iranischen Gefangenen, die nach der Razzia vom 17. April in Einzelhaft in den Trakt 240 des Evin-Gefängnisses in Teheran verlegt worden waren, sind in den Trakt 350 zurückgebracht worden.  (Quelle: ai)

USBEKISTAN: DA März 2013: Dankesschreiben aus Usbekistan
Im März 2013 haben wir uns mit einer Briefaktion für den seit mehr als 20 Jahren inhaftierten usbekischen Politiker Murod Juraev eingesetzt und dazu eingeladen, ihm über seine Familie Postkarten mit Solidaritätsgrüßen zu schicken. Kürzlich hat uns ein ACAT-Mitglied freundlicherweise ein Antwortschreiben der Ehefrau des ehemaligen Parlamentsabgeordneten weitergeleitet. Darin wird ihre Dankbarkeit, aber auch das Leid für die Angehörigen des Inhaftierten deutlich: „Ich bin froh, einen Brief von Ihnen erhalten zu haben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und ihre netten Worte. Es sind schon 21 Jahre, die ich nicht lebe, sondern existiere. Allein die Hoffnung hält mich aufrecht, dass ich irgendwann meinen Mann wiedersehe [...]“.



ACAT-intern     

                                                                                      

arrow32pxACAT Karfreitagskampagne - Dringlichkeitsaktion März 2014: Elfenbeinküste
Inzwischen erhielten wir die Mitteilung, dass ACAT-Europa 8346 Unterschriften gesammelt hat, die am 22. Mai dem Botschafter der Elfenbeinküste in der Schweiz überreicht wurden. ACAT-Deutschland konnte 819 Unterschriften an ACAT-Schweiz und die Botschaft der Elfenbeinküste weiterleiten. Vielen Dank.

 arrow32pxACAT-Seminar zum Thema „Menschenwürde – auch hinter Gittern“ vom 19. bis 21.September 2014
Zwischenzeitlich wurden die Einladungen zur Mitgliederversammlung und zum Seminar an unsere Mitglieder versandt. Gerne können Sie weitere Einladungsflyer mit Kinderprogramm anfordern, wenn Sie für unser Seminar zu werben wollen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich möglichst bald anmelden.

arrow32pxJahresbeitrag: Zum ersten Mal wurde der Mitgliedsbeitrag 2014 über das Sepa-Verfahren eingezogen. Mitglieder, die keinen Abbuchungsauftrag erteilt haben, möchten wir daran erinnern den Mitgliedsbeitrag 2014 oder eine Spende zu überweisen.

 

Zum internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer

arrow32px
Folgende Gottesdienste und Gebetsstunden rund um den 26. Juni
sind uns bisher bekannt:

04109 Leipzig: 23. Juni 2014, 17 Uhr: Montagsgebet in der Nikolaikirche – Predigt Bernhard Kohl

99423 Weimar: 25. Juni 2014, 20 Uhr: Gemeindezentrum "Paul Schneider" Moskauerstr. 1a

45257 Essen: 26. Juni 2014, 20 Uhr: ökumenischer Gottesdienst in der ev. Christuskirche in Essen-Kupferdreh, Dixbäume 87 - Fußweg (10 min.) nach Dilldorf
21 Uhr: Gebetswache in der kath. Kirche St. Mariä Geburt (Dilldorfer Str. 34)

31139 Hildesheim 26.6. 2030 - 2200 Uhr: Nächtliche Gebetswache in der Alten Sakristei von Heilig Kreuz, Kreuzstraße

74821 Mosbach: 26. Juni 2014, 21-22 Uhr: Nachtgebet im "Ökumenischen Zentrum Neckarelz" Neuburgstraße 10 - für die Opfer von Folter mit Bibelworten und Taizégesängen

59348 Lüdinghausen: 26. Juni 2014, 9-10 Uhr: Meditative Gebetsstunde in der Kapelle des St. Marienhospitals

13156 Berlin: 29. Juni 2014, 18 Uhr: Die Berliner ACAT-Gruppe begeht die Gebetswache gemeinsam mit der Taize-Gruppe der evang. Friedenskirche in Berlin-Niederschönhausen.

Wir freuen uns, wenn Sie sich durch Gebet, Aktion und Eintragung ins Internet http://www.acat-deutschland.de/ oder  http://www.nuitdesveilleurs.fr beteiligen können. Die Fälle unseres Gebetsblattes Juni stammen überwiegend aus den Materialien der nächtlichen Gebetswache. Auch können Sie weitere Materialien in der Geschäftsstelle anfordern.


arrow32pxIn Vorbereitung unseres Seminars „Menschenwürde – auch hinter Gittern“ möchten wir auf die Lage der Menschen in Gefängnissen hinweisen.
Ein ACAT-Mitglied aus Lüdinghausen machte sich mit dem Reisesegen von Magdalena Marx, Mitbegründerin der ACAT-Deutschland, auf den Weg zu einer Sponsorentour mit dem Rad durch Deutschland, um auf die Situation im Pademba-Gefängnis in Freetown, Sierra Leone, aufmerksam zu machen. Der Leiter des Projektes Don Bosco Fambul (Straßenkinderzentrum in Freetown), Bruder Lothar Wagner, schreibt am 7.4.2014 in einem Brief: „…Dort kümmern wir uns um Kinder, die oftmals unschuldig gefangen gehalten werden. Die Zustände sind verheerend und brutal. … Schwierigkeiten macht uns besonders die Versorgung mit Trinkwasser. Derzeit schleppen wir in Containern täglich 500 Liter Wasser ins Gefängnis, um zumindest den Durst der Menschen zu stillen, die sonst keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. 
Im Gefängnis „leben“ etwa 500 Minderjährige unter schwierigsten und grausamen Bedingungen unter 1587 Gefangenen: nur Dreck, Exkremente und Gitter. Verzweiflung gehört im Pademba Prison zum Alltag.“
Das Pademba-Gefängnis wurde ursprünglich für 300 Gefangene gebaut. Hauptproblem sind die hygienischen Bedingungen und der Mangel an sanitären Einrichtungen, der Mangel an Nahrung und medizinischer Versorgung. Betten, Matratzen und sanitäre Einrichtungen stehen nicht zur Verfügung. Es gibt keine Strom- oder Wasserversorgung. Viele Gebäude sind einem so maroden Zustand, dass Dächer einstürzen. Grundsätzlich müssen die Gefangenen selber in allen Gebäuden des Gefängnisses für Sauberkeit sorgen. Die Salesianer Don Boscos eröffnen am 1. September ein Jugendzentrum für junge Gefangene im Pademba-Gefängnis. Sie wollen, dass die Versorgung mit Wasser und sanitären Anlagen verbessert wird. Sie setzen sich außerdem für den Aufbau einer Schule und einer Gefängnisbibliothek ein.

 
Neuer Amnesty-Bericht belegt: Folter ist in vielen Ländern alltäglich

arrow32px„Schläge, Tritte, Aufhängen an Händen oder Füßen, Elektroschocks, Isolation, vorgetäuschte Exekutionen, Schlafentzug, Vergewaltigung, Bedrohung durch Hunde. Dieser Albtraum ist Realität für unzählige Gefangene weltweit. Damit dürfen wir uns nicht abfinden", sagt Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, zum Start der internationalen Amnesty-Kampagne gegen Folter.
Aus 141 Ländern hat die Organisation in den vergangenen fünf Jahren glaubwürdige Berichte über Folter erhalten.
"In einigen Ländern handelt es sich um Einzelfälle. Aber in erschreckend vielen Ländern ist Folter alltäglich", sagt Çalışkan. Oft sei die Misshandlung ein verbreitetes Mittel der Polizei, Geständnisse zu erpressen und so vermeintliche Ermittlungserfolge vorzuweisen. "Oft geschehen Misshandlungen aber auch im Namen der nationalen Sicherheit. Hier war die Rechtfertigung von Folter durch die USA im ‚Krieg gegen den Terror' ein negatives Vorbild für die Weltgemeinschaft."
Amnesty fordert Regierungen weltweit auf, endlich ihre internationalen Verpflichtungen umzusetzen und effektive Schutzmaßnahmen gegen Folter zu ergreifen.
Unsere eigenen Erfahrungen bestätigen die Aussagen und wir können uns als ACAT der ai-Kampagne "Stop Torture" nur anschließen.

http://www.amnesty.de/2014/5/13/neuer-amnesty-bericht-belegt-folter-ist-vielen-laendern-alltaeglich

 

Literaturhinweis

 Ein Mitglied hat uns auf zwei besonders lesenswerte Bücher hingewiesen und wir ergänzen diese Vorschläge:

Heiner Bielefeldt, Auslaufmodell Menschenwürde? –
Warum sie in Frage steht und warum wir sie verteidigen müssen. Herder-Verlag Freiburg, 17,95 €

Jorge Semprun, Überlebensübungen –
Die Erfahrung der Folter und die Unzerstörbarkeit der Würde. Suhrkamp Verlag, 15 €

Magdalena Marx, Glaubenszeugnisse – Jesus von Nazareth,
Wegweiser auch durch das 3. Jahrtausend Verlag Vindebona 18,40€

Michael Lapsley, Mit den Narben der Apartheid - Vom Kampf für die Freiheit zum Heilen traumatischer Erinnerungen (kann in der Geschäftsstelle zum Preis von 19,90€ bestellt werden)

Solidarität mit Frauen in Not  - Ein Text- und Lesebuch                                                                                             
Herausgegeben von: Ackermann, Lea und Engelmann, Rainer - Horlemann Verlag Preis: 12,90€

 

 

 


Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können


Aktion Glockenzeichen

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ruft die ACAT dazu auf, ein weithin hörbares akustisches Signal mit einem einminütigem Glockenläuten zu setzen und dies ggf. mit einem geistlichen Impuls zu unterstützen. Lesen Sie dazu einen Brief des Geschäftsführenden ACAT Vorstandes und einen Vorschlag für den geistlichen Impuls.

- Download des Briefes
- Download des Vorschlages

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Titelbild Seminar

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Seminarbericht in ACAT Aktuell 10/2018

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen