ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Vaclav Havel - Ein Chor der Solidarität

Nach dem Tod von Vaclav Havel wurde in den Medien ausführlich über sein Lebenswerk berichtet und seine Verdienste für Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte gewürdigt. Nicht erwähnt wurde, dass ihm als Mitbegründer und Wortführer der Charta 77 bereits im Nov. 1986 der Erasmus-Preis zuerkannt wurde. Wie in Diktaturen üblich, durfte er nicht nach Den Haag reisen und konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen.


Seine ungehaltene Rede enthält für alle, die für Menschenrechte eintreten, eine beachtenswerte und Mut machende Erfahrung:
Zitat: „ In den fünfziger Jahren waren in unserem Land Tausende von Unschuldigen im Gefängnis, und der Westen wusste im Grund nichts davon, geschweige denn, dass er sich darum kümmerte. Anfang der siebziger Jahre waren bei uns einige Dutzend politischer Gefangene eingesperrt. Über die wusste man in der Welt schon gut Bescheid, doch viele Solidaritätserklärungen gab es nicht. Als ich Anfang der siebziger Jahre mit meinem Freund eingesperrt wurde, erhob sich in der Welt schon ein Chor der Solidarität; bis zu meinem Tode werde ich davon gerührt und dankbar sein.“
Havel spricht zunächst von der Gleichgültigkeit gegenüber den Unschuldigen in den Gefängnissen und er beklagt in dieser Rede, dass Nicht-Wissen-Wollen, dass Schweigen sowie die Gleichgültigkeit derer, die in Freiheit leben.
Aber er durfte im Gefängnis auch den „Chor der Solidarität“, erfahren. Havel konnte im Nov. 1986 noch nicht wissen, dass viele Chöre der Solidarität, Kräfte für Gerechtigkeit und Menschlichkeit entwickeln können, die schließlich Mauern und Stacheldraht niederreisen.
Die ACAT hatte diesen Auszug aus der Rede von Havel, in ihren Informationsprospekt aufgenommen, um Mut zumachen zur Solidarität mit allen Verfolgten und Misshandelten und ihrer Würde beraubten Menschen. Und um zu zeigen, dass die Welt ein menschlicheres Gesicht bekommen kann, wenn wir unsere Stimme für die Stimmlosen erheben.
Viele und große Chöre der Solidarität für die Würde des Menschen, dies könnte das Vermächtnis von Vaclav Havel sein.
August Rößner, 24.01. 2012

(wenig veränder ist dieser Text in der AZ als Leserbrief veröffentlicht worden)

Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.


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