ACAT - Deutschland

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter - Action des Chrétiens pour l’Abolition de la Torture

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Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

(Václav Havel)

Freigelassen:

THAILAND:   

Thammarat Aliartae *
Lehrer und Menschenrechtler

 

Int. des VS 20.Sept. 2012

IRAN:

Nargess Mohammadi **
stellvertretende Leiterin des Zentrums für den Schutz der Menschenrechte



Int. des VS 30.Sept. 2011;
GB Juli 2010 und Mai 2011

*Er wird weiterhin strafrechtlich verfolgt.

**Sie wurde schon am 31. Juli 2012 gegen Kaution vorübergehend freigelassen.


Dank sei Gott! – Gott sei Dank!


Weitere Entwicklung zu Dringlichkeitsaktionen und Gebetsblättern

INDONESIEN: DA und GB Februar 2011 Filep Karma: Am 14. September reiste Filep Karma vom Gefängnis von Abepura in das Cikini-Krankenhaus in der Hauptstadt Jakarta, um sich dort wegen des Verdachts auf Darmkrebs behandeln zu lassen. Er wurde dabei von einem Gefängniswärter und einem Polizeibeamten begleitet. Verlässliche Quellen haben berichtet, dass Filep Karma den gesamten Zeitraum über gut behandelt wurde.

IRAN: In seinem Brief bedankt sich Pastor Youcef Nadarkhani bei allen, die ihn in den vergangenen drei Jahren mit Gebeten, Briefen und Appellen an die iranische Regierung unterstützt haben. Nadarkhani schreibt, er sei in seiner Haft nie einsam gewesen, er habe ständig die Unterstützung durch die Gebete seiner Mitbrüder und -schwestern in aller Welt gespürt.

IRAN: GB Juni 2010 Int. VS 23.9.2010 und 12.1.2011 ACAT-Aktuell Febr. 11:
Zur Verhaftung von Shiva Nazar Ahari erklärte am 2.Okt.2012 der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte, Markus Löning: „Mit Bestürzung habe ich die Nachricht aufgenommen, dass die iranische Menschenrechtsaktivistin und Trägerin des Internationalen Menschenrechtspreises der Stadt Esslingen, Shiva Nazar Ahari, am 8. September 2012 festgenommen wurde und seither im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert ist.
Weiterhin gehen die iranischen Justiz- und Sicherheitsbehörden systematisch gegen Menschenrechtsverteidiger vor und schaffen damit ein Klima der Angst und Einschüchterung in Iran. Für die Verurteilung von Menschen aufgrund ihres Einsatzes für Menschenrechte und Meinungsfreiheit kann es keine Rechtfertigung geben. Iran stellt sich mit dieser Praxis ins internationale Abseits.
Ich fordere die iranische Justiz auf, Shiva Nazar Ahari, Javid Houtan Kian, Abdolfattah Soltani und Nasrin Sotoudeh sowie alle anderen politischen Gefangenen umgehend freizulassen und die durch Iran eingegangenen völkerrechtlichen Verpflichtungen zum Schutz der bürgerlichen und politischen Rechte einzuhalten.“
Nasrin Sotoudeh erhielt den diesjährigen Sacharow-Preis des EU-Parlamentes! (DA 10/2010 Int. VS 8.9. / 9.11. / 21.12.2010 und 12.1.2011 und ACAT-Aktuell Febr. 2011)

IRAN: GB Mai 2011 und 3. Int. des VS 21.09.2012 Hossein Ronaghi Maleki : Der iranische Blogger und Menschenrechtsaktivist Hossein Ronaghi Maleki soll sich seit sechs Tagen in der Quarantäne des Teheraner Evin-Gefängnisses befinden, schreiben iranische Websites. Er leidet seit längerer Zeit an einer Nierenkrankheit. Seine linke Niere hat er bereits komplett verloren, die Funktion der rechten soll um 20 Prozent nachgelassen haben. Er war wegen seiner Internetaktivitäten im Jahr 2009 verhaftet und zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Da sich sein Gesundheitszustand verschlimmerte, wurde er gegen eine Kaution von umgerechnet 500.000 Euro vorläufig für die Behandlung in einer städtischen Klinik frei gelassen. Seit Anfang August sitzt er wieder im Gefängnis. Nach Informationen der persischen Redaktion der Deutschen Welle habe auch der zuständige Arzt im Evin-Gefängnis für Hossein Ronaghi Maleki eine Spezialbehandlung gefordert.
Quelle: 18.9.2012 http://www.transparency-for-iran.org/schlagzeilen/blogger-schwebt-in-lebensgefahr



Aus der FIACAT


Schwere Repressalien gegen die ACAT-Kongo
Die ACAT-Mitglieder Athnase Kanyamanda und Josias Shaetera in der ostkongolesischen Bürgerkriegsprovinz Nord-Kivu befinden sich seit Monaten in großer Gefahr. Seit die gefürchtete Rebellenbewegung „M23“ zahl­reiche Städte und Ortschaften erobert hat, hat sich die Menschenrechtslage insgesamt massiv verschlechtert.
Bereits am 9. Juli 2012 sind Kämpfer der „M23“ in die Büroräume der ACAT im Territorium Rutshuru eingebrochen. Sie haben Bücher, Broschüren zur Menschenrechtsbildung und Archivmaterial gestohlen. Viele Dokumente wurden verbrannt. Der 33-jährige verheiratete Athnase Kanyamanda ist ins benachbarte Uganda geflohen, nachdem er bedroht und von Freunden gewarnt wurde, dass Rebellen der „M23“ nach ihm suchen. Josias Shaetera suchte zunächst Zuflucht in einem Camp von UN-Friedenstruppen. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage dort hält er sich nun jedoch wieder in Rutshuru versteckt. Wegen der Veröffentlichung mehrerer Berichte über Folterungen wird auch er von „M23“-Rebellen verfolgt.
Christoph Schürhaus


ACAT-intern

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ACAT-Seminar und Mitgliederversammlung vom 28. bis 30. Sept. 2012
Wir erhielten viele positive Reaktionen auf das Seminar und die Mitgliederversammlung im September auf dem Schwanberg. Unter anderen schrieb uns das Mitglied Klaus Guericke, Weimar: „Nach meiner erstmaligen Teilnahme an einem ACAT-Seminar kann ich nur sagen, dass es beeindruckende Tage mit sehr aufschlussreichen Vorträgen waren. Egal wer zu den etwa 40 Teilnehmern sprach, ob Prof. Dr. Bielefeldt, Domdekan Dr. Kohl oder die Präsidentin der FIACAT, Dr. Sylvie Bukhari-de Pontual, ich fand es spannend von Anfang bis Ende…. Was könnte man als Quintessenz dieses Seminars bezeichnen oder hervorheben? Vielleicht dies: Die Menschenwürde kann nur als für alle Menschen gültig und als unbedingt gedacht werden. Und die Menschenrechte haben die Funktion, dass diese – für alle Menschen gleiche – Würde erfahrbar wird.
Wer sich intensiver mit dem Thema Menschenwürde auseinandersetzen will, dem seien einige Bücher empfohlen, die auch während der Mitgliederversammlung durch die Reihen gingen: „Menschenwürde. Der Grund der Menschenrechte“, eine Studie von Heiner Bielefeldt, „Texte zur Menschenwürde“, ein von Franz Josef Wetz herausgegebenes Reclam-Büchlein, sowie das jüngst erschienene Buch „Folter: die Alltäglichkeit des Unfassbaren“ des Wiener Juraprofessors Manfred Nowak, der von 2004 bis 2010 UN-Sonderberichterstatter über Folter war.“

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Der Vorstand hat sich über die rege Teilnahme an dieser Veranstaltung gefreut. 10 Kinder nahmen am Workshop mit Herrn Gamy teil und bereicherten den Gottesdienst zum Michaelisfest, den wir mit der Communität Casteller Ring und weiteren Gästen feierten, durch Trommelmusik und Fürbitten.
Der Freitagabend begann mit einer Einführung durch August Rößner und einer Gruppenarbeit zum Thema Menschenwürde. Dieser Beginn hat das Kennenlernen der Teilnehmer untereinander sehr erleichtert. Da die Referenten Domdekan Dr. Kohl, Prof. Dr. Bielefeldt und die Präsidentin der FIACAT, Frau Sylvie Bukhari-de Pontual, bereits anwesend waren, bot sich die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen mit Ihnen.
Domdekan Dr. Christoph Kohl, Speyer, eröffnete das Seminar am Samstagmorgen mit dem Vortrag: Theologisch-spirituelle Impulse zum Thema "Menschenwürde". (Das Manuskript des Vortrags kann in der Geschäftsstelle angefordert werden.)
Leider fielen aus gesundheitlichen Gründen das Ehepaar Zárská aus Tschechien als Referenten aus. Dafür hielt Prof. Dr. Heiner Bielefeldt zwei Referate: zum vorgesehenen Thema „Menschenwürde – ist sie verhandelbar?“ und zu seiner Arbeit als UN-Sonderberichterstatter über Religions- und Weltanschauungsfreiheit.
Der Abend wurde mit Workshops gestaltet, die sich auch auf die Inhalte des Seminars bezogen.
Am Sonntag referierte Sylvie Bukhari-de Pontual über das Thema Menschenwürde und die Arbeit der FIACAT.
Anschließend fand die Mitgliederversammlung statt.
Der bisherige Vorstand legte Rechenschaft ab und wurde entlastet, nachdem die Kassenprüfer, Frau Jansen und Herr Hammermann, die ordnungsgemäße Rechnungsführung bestätigt hatten.
Als Kassenprüferin wurde neben Frau Jansen, Hamburg, Frau Aldenhoven aus Essen gewählt. Sie erklärte sich auch bereit, am Gebetsblatt mitzuarbeiten.
Ausführlich diskutiert wurde die Frage, ob die deutsche ACAT für die Arbeit der FIACAT Gelder beim Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland beantragen solle. Dies ist zeitaufwändig, verlangt viel Kommunikationsarbeit und es besteht auch ein gewisses Haftungsrisiko für den Vorstand. Das alles tritt aber zurück hinter dem Vorteil, dass wir so die Arbeit der FIACAT sehr effektiv unterstützen können. Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung haben den Vorstand daher mit sehr großer Mehrheit ermutigt, die Finanzmittel zu beantragen.
Alle bisherigen Mitglieder des Vorstandes kandidierten wieder und wurden wieder gewählt.
In der 1. Sitzung des neuen Vorstandes wurde auch der geschäftsführende Vorstand wieder gewählt.
Vorstandsmitglieder sind Wolfgang Bentrup, Vorsitzender, Frankfurt; Christine Hartmann-Vogel, stellvertretende Vorsitzende, Frankfurt; Frank Boungard, Schatzmeister, Hildesheim; Magdalena Fleischer, Berlin; Elisabeth Gallhoff, Hattingen; Annegret Hutzenlaub, Lüdinghausen; Dr. Bernadette Jung, Berlin; Marlise Morgenschweis, Essen; August Rößner, Würselen; Christoph Schürhaus, Köln;

Sowohl die Geschäftsberichte zur Mitgliederversammlung als auch das Protokoll der Mitgliederversammlung können in der Geschäftsstelle angefordert werden.

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Vorankündigung: Das nächste ACAT-Seminar findet vom 6. bis 7. September 2013 in Münster statt zum Thema „Aktion und Kontemplation“ – es geht um die Bedeutung der Spiritualität für die ACAT-Arbeit.
Auch der Termin für die nächste Mitgliederversammlung steht schon fest. Sie wird wieder in der Katholischen Akademie Schwerte sein vom 19. bis 21. September 2014. Bitte vormerken im Kalender!

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Denkt an die Gefangenen,
als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt.
Denkt an die Misshandelten,
als müsstet ihr ebenso leiden wie sie.

Hebr. 13,3

Was Sie tun können

 

gebetswache2015
gebetswache web

Nächtliche Gebetswache für Folteropfer

Die ACAT-Gruppe auf der Ruhrhalbinsel hält die Gebetswache seit Jahren in 2 Kirchen (kath. und evang.) und geht zu Fuß von der einen zur anderen. Deshalb teilt sie das Thema in 2 Teile auf, betet in jeder Kirche für 5 der 10 Folteropfer und lässt jeweils einen Unterstützerbrief schreiben. Nutzen Sie den angehängten Ablauf gern auch für Ihren Gottesdienst / Ihr Gebet.
 
Weitere Informationen hier.

Erfahrungen Ruhrhalbinsel Essen hier lesen


Ein Gespür für die Unterdrückten

Die Zeitschrift "Lebenslauf" (Bundesverlag, Witten) hat den bisherigen Lebensweg von
Magdalena Marx, der sehr eng mit dem Weg der ACAT Deutschland verknüpft ist, in einem eindruckvollen Artikel nachgezeichnet.


Filmhinweis
"Exodus - Der weite Weg"
Filmtipp

Der Film beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Ende März / Anfang April in ausgewählten Kinos.

Spielplan und Trailer: hier

 

Menschenrechte auf dem Rückzug

Bei der Tagung der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der ACAT Deutschland (14. - 16.09.2018) wird das Thema Menschenrechte in Zeiten von Populismus und Extremismus beleuchtet. Einzelheiten des Programms entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.
Anmeldung direkt bei der Katholischen Akademie Schwerte hier.


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